Das neue Führungsduo Klaus Kofler und Uli Daffner  ersetzt ab sofort den langjährigen Jugendleiter Andreas Guthmann.
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Das neue Führungsduo Kofler und Daffner will es seinem Vorgänger gleichtun und auch in Zukunft für attraktiven Jugendfußball in Anzing sorgen.

Nach über 6 Jahren im Amt

SV Anzing: Jugendleiter Andreas Guthmann übergibt an seine Nachfolger

  • vonJulian Betzl
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Anzings Jugendleiter Andreas Guthmann hat das Ruder nach sechseinhalb Jahren Amtszeit weitergegeben. Neues Führungs-Duo ersetzt den langjährigen Jugendleiter.

Anzing – Das wild-bunte Treiben erstreckt sich über zwei Fußballplätze im Anzinger Sportpark: Auf den Grünflächen lauschen die Kinder den letzten Instruktionen ihrer Trainer und Betreuer. Mal mehr, mal weniger aufmerksam. Zappelig und aufgeregt stürmen die Nachwuchs-Fußballer die Spielfelder, während der erwachsene Anhang anfeuert oder am Kiosk mit frischem Gebäck und Kaffee den Schlafmangel bekämpft.

Guthmann übernimmt bereits 2014 das Amt

Samstagmorgen, 9 Uhr: ein gewöhnlicher Heimspieltag für die Kleinfeld-Teams der SG Anzing/Parsdorf. Während Kontaktminimierung das oberste Gebot der Stunde ist, erinnert sich Andreas Guthmann besonders gerne an das gemeinsame Miteinander zurück. Im April 2014 übernahm der 56-jährige Anzinger die Jugendleitung des SVA. Anzings Funktionärs-Urgestein Peter Moossmann hatte schon Jahre vorher beim Familienvater angeklopft, dessen drei Söhne allesamt in den schwarz-weißen Dressen steckten. „Mein Ziel war es damals, etwas aufzubauen, das noch in den Kinderschuhen steckte“, sagt Guthmann. Schnellstmöglich die Juniorenfördergemeinschaft JFG Linsee im Nachwuchsbereich in ein flexibleres System aus Spielgemeinschaften umzuwandeln, „darin waren wir uns alle einig“.

SV Anzing kann nach kurzer Zeit wieder Spielbetrieb in allen Altersklassen anbieten

Nachdem der erste Meilenstein früh gesetzt war, richtete Guthmann sein Hauptaugenmerk auf den Eingangsbereich einer Jugendabteilung. „Durch eine intensivierte Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergarten, wollte ich für die Kinder in Anzing die Alternative Fußball noch mehr anbieten.“

Das Rezept ging auf und der SVA kann seinem Nachwuchs – gemeinsam mit seinen Partnervereinen FC Parsdorf und SC Baldham-Vater-stetten – wieder in jeder Jahrgangsstufe einen geregelten Spielbetrieb anbieten.

Enge Zusammenarbeit mit Eltern spielt zentrale Rolle

Dabei spielt die enge Zusammenarbeit mit den Eltern für Andreas Guthmann eine zentrale Rolle. „Da wir speziell im Kleinfeldbereich unsere Heimspieltage parallel auf zwei Plätzen etabliert haben, ergab sich durch die Unterstützung der vielen Eltern auch die Möglichkeit, einen schönen Kioskbetrieb aufzubauen, wie ich ihn in unserer Region so kaum kenne.“ Es sei schließlich keine Selbstverständlichkeit, dass samstags um 9 Uhr der Kiosk besetzt ist, Kaffee oder Glühwein gekocht und die Semmeln geschmiert sind. Guthmanns Rechnung: Mehr Kinder gleichzeitig auf der Anlage, bedeutet mehr Eltern und schlussendlich ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl. „Die Eltern haben sich hier wohlgefühlt.“

Guthmann ist stolz auf das bisher Geleistete 

Diesen fruchtbaren Begegnungsraum an der Basis mitgestaltet zu haben, erfüllt Guthmann mit Stolz, wenn er sein Amt als Jugendleiter nach sechseinhalb Jahren an die nächste Generation abgibt. „Ich glaube rückblickend, dass ich dem Anzinger Jugendfußball eine nachhaltige, zukunftsfähige Struktur und zusammen mit dem EDEKA Furtmair Cup sowie den Anzinger Hallentagen zwei etablierte, große Events mitgeben konnte.“ 

Augenmerk des neuen starken Duos zunächst einmal auf Krisenmanagement

Die Absage beider Events in diesem Jahr haben Guthmanns Nachfolger-Duo bereits einen Vorgeschmack auf die kommenden Monate gegeben. Selbstverständlich werde das Hauptaugenmerk von Klaus Kofler, 41, und Uli Daffner, 38, vorerst auf dem Krisenmanagement liegen. „Aber ich bin froh, dass sich beide bereit erklärt haben, das Amt fortzuführen“, so Guthmann. „Beide sind sehr aktiv, im Verein etabliert, angesehen, kennen sich im Dorf aus und haben gute Verbindungen zu den Eltern. Außerdem werde ich ihnen weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.“

Kofler und Daffner beide mit SVA-Vergangenheit

Kofler hat selbst bis zur B-Jugend beim SVA gekickt, sein ältester Sohn, 7, spielt in der F-Jugend. „Schon bevor er auf mich zugekommen ist, habe ich dem Andi meine Hilfe angeboten“, erzählt Kofler. „Trotzdem musste ich erstmal überlegen.“

Zwei Faktoren seien schließlich ausschlaggebend für seine Zusage gewesen. Erstens habe er als Kind ja auch von Trainern und Verantwortlichen „profitiert“. Zweitens fand er in Uli Daffner einen starken, gleichberechtigten Partner, der als Trainer zweier Nachwuchsteams und Spieler der Reserve „sehr aktiv ist und tief im Verein drinsteckt“.

Kofler: „Wird schwierig die Kinder über den Winter bei Stange zu halten.“

In der ersten Amtsphase muss das Duo Kofler/Daffner gemeinsam mit den SG-Partnervereinen den Jugendfußball „mit Corona über Wasser halten“. Profitieren könnten sie dabei vom konstant hohen Zulauf durch den Fußballkindergarten. „Die starke Anzahl von 30 Kindern in der U8 sticht da schon heraus“, findet Kofler aber auch, dass es über den Winter „generell schwierig wird, die Kinder bei der Stange zu halten.“

Konstruktiver Input der Eltern ist jederzeit willkommen

Im zweiten Lockdown sind Video-Trainingseinheiten und Corona-Challenges schon deutlich abgegriffen. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder auf den Platz kommen, gerne auch im Winter.“

Um die Wartezeit zu überbrücken, schlagen Kofler und Daffner in die Erfolgskerbe ihres Vorgängers: „Diese Krise kann man nicht nur von oben managen, sondern wir haben bei den Eltern nach Ideen gefragt. Ihr Input ist jederzeit willkommen.“

(Julian Betzl)

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