Der SV Anzing (weiß) konnte das letzte Testspiel für sich entscheiden.
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Der SV Anzing (weiß) konnte das letzte Testspiel für sich entscheiden.

Coach Uzun freut sich über Sieg und Leistung des SV

Effektivität des SV Anzing entscheidet Testspiel gegen TSV Emmering

  • vonJulian Betzl
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In einem ausgeglichenen Testspiel zwischen Anzing und Emmering gewinnen am Ende die Uzun-Elf aufgrund ihrer Effizienz.

Anzing – Das Fachurteil der gemischten Expertenrunde im Kirchenwirt fiel launig und einhellig aus: Ein gutes Testspiel mit viel Tempo auf hohem taktischen Niveau zwischen zwei ambitionierten Kreisligateams, das hintenraus der abgezocktere Gastgeber für sich entscheiden konnte.

„Es war ziemlich ausgeglichen und hätte auch 1:0 für Emmering ausgehen können“, überlegte Anzings Pressesprecher Benno Stadler. Und Emmerings Coach Hans Weiß fügte an: „Vielleicht haben wir sogar die klareren Torchancen gehabt.“ Nur konnten die ersatzgeschwächten Emmeringer eben keine davon ausnutzen.

SV Anzing nahm das Heft zu Beginn des Spiels in die Hand

In einem torlosen ersten Spielabschnitt diktierten die Anzinger eine halbe Stunde lang das Geschehen, ehe die Weiß-Elf zusehends das Heft in die Hand nahm. Mit dem Pausenpfiff hatte der Inn/Salzach-Vertreter immerhin ein Zwischenziel erreicht und den eigenen Kasten sauber gehalten, was bei der bitteren 1:6 (0:4)-Packung in der Vorwoche gegen den Bezirksligisten SV Reichertsheim nicht gelungen war. „Das war bei uns eine relativ schwierige Personalsituation, hat aber gerade daheim gegen einen sehr körperlichen Gegner schon wehgetan.“ So konnte Weiß aus dem Auftritt in Anzing, „vor dem Hintergrund von sieben fehlenden Kaderspielern“, eine deutliche Verbesserung in der Abwehrarbeit ableiten.

Bei der Heimelf um Trainer Süleyman Uzun hatte sich das Lazarett zuletzt merklich gelichtet, sodass nicht nur Stadler mit der Anzinger Vorstellung „sehr zufrieden“ war. In der Schlussphase konnte Emmering von der Bank aus nicht mehr für Entlastung oder neuen Schub sorgen, während der SVA den TSV-Abwehrriegel schließlich mit einem hohen Ball auf den flinken Tim Lehrmann entriegeln konnte, der per Heber über Emmerings Torhüter Andi Kleingütl zum 1:0 vollendete (76.).

Emmering macht ihn vorne nicht und bekommt das Spielgerät hinten rein

Mehr als ein Pfostenkracher nach einem indirekten Freistoß durch Martin Breu wollte Emmering im Angriff nicht mehr gelingen. Bezeichnend für den Spielverlauf war der Schlusspunkt, den Marius Keller nach einem Konter per Abstauber markierte – 2:0 (90.).

„Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind“, muss sich Hans Weiß bis zum Ligastart darum kümmern, „wieder alles an Bord zu kriegen“. Und wenn auf der anderen Seite Benno Stadler es sich nach einem Schluck nochmal ganz genau überlegt, „war der Sieg doch schon verdient“.

(JULIAN BETZL)

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