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Trainer Daniel Cinus verschonte mit seiner Mannschaft den SV Bruck nicht.

„Warum wir dann aber nur zu Siebt waren, weiß ich nicht“

Alle fünf Minuten ein Gegentor - Historische Schlappe für den SV Bruck

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In der C-Klasse der Fußballer, der untersten Liga, ist natürlich Einiges möglich. Vor allen Dingen bei den in der Regel spielenden zweiten Mannschaften.

Bruck –  Rekonvaleszenten sollen dort Spielpraxis bekommen, Reservisten ihr Können zeigen und den Spaß am Fußball nicht verlieren. Ob der allerdings bei den Spielern der Brucker Reserve noch vorhanden ist, darf bezweifelt werden. Die lieferten im Punktspiel bei der SpVgg Heimstetten ein rekordverdächtiges Ergebnis ab. Die Mannschaft von Trainer Stephan Holzbauer unterlag mit 0:18.

Irrtum, wer dabei an einen Druckfehler denkt. Die Brucker Zweite kassierte wirklich diese zweistellige Niederlage. Nicht, weil die Spieler keine Qualität besitzen würden. Die Quantität gab hier vielmehr den Ausschlag. Der SVB trat nur zu Siebt an und holte sich eine verständliche Klatsche ab.

Dass es überhaupt so weit kam, findet auch Abteilungsleiter Tobias Dengl „mehr als ärgerlich“. Natürlich habe man sich im Vorfeld über eine Absage Gedanken gemacht. „Aber nachdem es so ausgesehen hat, als wären wir zu Zehnt, haben wir gesagt, wir treten an.“ Nicht zuletzt, um mit einer Absage oder Spielverlegung verbundenen Ärger aus dem Weg zu gehen. „Wir sind ein kleiner Verein“, weist Dengl auf die Finanzsituation hin. „Strafzahlungen sind da nicht drin. Der Verband macht es einem diesbezüglich nicht gerade leicht.“

Personell sei man zwar generell in der Reserve nicht gerade üppig besetzt, „aber wir haben bislang ja gesehen, dass wir trotzdem mithalten können“. Nur kam am vergangenen Sonntag erschwerend hinzu, dass einige Spieler an Kirchweih arbeiten mussten. „Warum wir dann aber nur zu Siebt waren, weiß ich nicht“, so der Abteilungsleiter. Ins Brucker Dress schlüpften lediglich Ludwig Grabmaier, Georg Stinauer, Florian Baumann, Matthias Wahler, Dominik Englert, Christoph Fink und Quirin Ritterswürden.

Dass die von Heimstetten regelrecht abgeschossen wurden, gefiel auch Trainer Stephan Holzbauer nicht. Überraschend seine Antwort auf die Frage, ob er schon einmal so hoch verloren hätte: „Ja“, sagte er und schob nach: „in der E-Jugend“.

Zwei Tage hätten er und Abteilungsleiter Dengl herumtelefoniert, um eine Elf zusammen zu bekommen. Vergeblich. Um keine Wertung wegen Nichantretens zu kassieren, sei man nach Heimstetten gefahren, wo sich schnell das Debakel abzeichnete. Zur Halbzeit stand’s bereits 0:8. Und die Brucker zogen die Partie sportlich fair durch. Hätte sich einer „verletzt“, wäre das Spiel abgebrochen worden. Dass die Gäste davon nicht „Gebrauch“ machten, wussten die Gastgeber zu würdigen und spendierten den sieben wackeren Bruckern einen Kasten Trostbier.

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