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SV Hohenlinden: Die Erweiterung des Sportareals hängt an einem kleinen Detail

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Von: Olaf Heid

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Der Plan der Gemeinde umfasst die Erweiterung des Sportplatzes in Richtung Nordwesten. Dazu gehören der Parkplatz samt neuer Zufahrt (unten, li.), das Kunstrasenfeld darüber sowie das Vereinsheim.
Der Plan der Gemeinde umfasst die Erweiterung des Sportplatzes in Richtung Nordwesten. Dazu gehören der Parkplatz samt neuer Zufahrt (unten, li.), das Kunstrasenfeld darüber sowie das Vereinsheim. © Gemeinde Hohenlinden

Der Bedarf an Platz ist groß und bald die Nachfrage der vielen jugendlichen Sportbegeisterten nicht mehr zu decken. Die Erweiterung des Sportzentrums am Ortsrand brennt den Verantwortlichen des SV Hohenlinden immer mehr unter den Nägeln.

Hohenlinden – Der Bau des Fußball-Kunstrasenplatzes samt neuer Parkplätze, die neue Flutlichtanlage sowie die Erweiterung des bestehenden SVH-Vereinsheims sind seit fünf Jahren ein heißes Thema in der Gemeinde und waren es zuletzt angesichts der zeitlichen Verzögerungen ganz besonders in der Jahreshauptversammlung des Herliner Sport-Vereins (wir berichteten). Und das Areal wäre ebenfalls ein sicherlich viel beachteter Brennpunkt in der Bürgerversammlung gewesen, wenn diese coronabedingt nicht hätte ausfallen müssen.

Doch der SVH und Bürgermeister Ludwig Maurer kamen auch so zu einem „Gipfeltreffen“ zusammen. Mit einem für den Verein letztlich fast zufriedenstellenden Ergebnis: „Wenn alles glatt läuft, können wir im nächsten Herbst vielleicht schon bauen“, erläuterte Theo Falterer, der Vorsitzende des SVH, auf Nachfrage der Ebersberger Zeitung.

Falterer: „Es liegt an der Einfahrt ins Sportzentrum“

Es könnte alles schneller gehen, wenn nicht ein verkehrstechnischer Knackpunkt derzeit der Stolperstein für das Hohenlindener Bauvorhaben wäre. „Es liegt an der Einfahrt ins Sportzentrum“, teilte Falterer mit. Zusammen mit Vorstandskollege Georg Frick, der Fußball-Abteilungsleitung um Fritz Oskar und den Jugendleitern des Vereins (Peter Maier, Robert Wimmer) und der JFG Salzburg (Werner Ehrnstraßer) erfuhr der Vorsitzende, dass die angedachte Verlegung der Zufahrt aufs Gelände auf wackeligen Beinen steht.

„Sie muss in Richtung Forstern gelegt werden. Gleichzeitig muss aber dadurch auch das Ortsschild von Hohenlinden entsprechend versetzt werden und damit zudem die Geschwindigkeit auf der Staatsstraße davor bereits beschränkt werden“, schilderte Falterer. Im Bereich der Abzweigung nach Preisendorf könnte dann 70 km/h gefahren werden. Am 16. Dezember werde es darum eine Verkehrsschau mit der Gemeinde, dem Verein, der Polizei und Beamten des Landratsamts geben.

Falterer: „Wird die Einfahrt nicht verlegt und bleibt, wo sie ist, dann haben wir ein Problem“

Für Falterer ist klar: „Wird die Einfahrt nicht verlegt und bleibt, wo sie ist, ist das Schallschutzgutachten nicht gültig. Dann haben wir ein Problem, dass wir ein neues erstellen lassen müssen.“ Und das koste bis zur Fertigstellung bekanntlich wieder Geld und vor allem erneut viel Zeit.

Der Bebauungsplan für das Areal und die Flächennutzungsplanänderung seien bereits von der Kommune und dem Kreis genehmigt, erläuterte Falterer weiter. Dieser Plan beinhalte das neue Vereinsgebäude, das 11 mal 18 Meter umfasse und in dem Schallschutzemissionsgutachten (bei verlegter Zufahrt) mit eingerechnet wurde. „Brauchen wir ein neues Gutachten, wird es einen Bescheid sicherlich nicht bis Juli 2022 geben. Und das brauchen wir wiederum, um die die Finanzierung endgültig zu sichern, also um Fördergelder beim Bayerischen Landessport-Verband und dem Bayerischen Fußball-Verband zu beantragen. Und das dauert dann wieder locker ein halbes Jahr“, listete SVH-Chef Theo Falterer seine Befürchtungen auf. „Schlimmstenfalls wird es Sommer 2023 werden.“ Besprechungen mit der Unteren Natuschutzbehörde und dem Straßenbauamt habe man zuvor schon erfolgreich geführt. Darum hofft der SV Hohenlinden nun auf eine Verkehrsschau mit ebenfalls positivem Ausgang. (Olaf Heid)

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