Thomas Spahr übernimmt den SV Hohenlinden.
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Thomas Spahr übernimmt den SV Hohenlinden.

Spahr übernimmt zur Saison 2020/21

SV Hohenlinden: Thomas Spahr folgt als Chefcoach auf Pero Knezevic

  • vonJulian Betzl
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Der SV Hohenlinden hat einen Nachfolger für Pero Knezevic vorgestellt. Thomas Spahr übernimmt zur Saison 2020/21 den Posten als Chefcoach.

Hohenlinden – Der neue Chefcoach der Kreisliga-Kicker und Nachfolger von Pero Knezevic ist gefunden! Nur weiß in Hohenlinden niemand, wann er erstmals die Trainingshütchen aufstellen wird. SVH-Vorstand Theo Falterer hat mit dem Neuen nämlich ein Arbeitspapier ausgehandelt, das erst zur Spielzeit 2020/21, bzw. zur nächsten Saison, in Kraft tritt. Und da der BFV daran festhält, die ausgesetzte Runde ab September fortzusetzen, notfalls sogar im Frühjahr dafür die Spielzeit 2020/21 zu opfern, ist ungewiss, wann die Herliner Neuverpflichtung auf der Trainerbank Platz nehmen kann.

Falterer: „Es soll ein klarer Cut her“

„Es soll ein klarer Cut her und wir wollen mit einem neuen Trainer bei Null anfangen“, begründet Falterer diese Entscheidung. „Da wegen Corona momentan auch alle Verhandlungen mit Spielern ausgebremst sind, keiner weiß, wie es mit den Wechselfristen oder der Weiterführung in der Praxis aussieht, ist für diesen Neuanfang jetzt nicht die Zeit.“ Knezevics bisheriger Co- und Torwarttrainer Dean Dolencic soll die unterbrochene Saison zu Ende bringen. Nur läuft auch dessen Vertrag demnächst aus, über eine Verlängerung wurde noch nicht verhandelt.

Zu den vielen Fragezeichen rund um die Personalsituation und den Trainings- und Spielbetrieb passt die Neuverpflichtung für den Neuanfang bestens ins Bild. Der gebürtige Heidenheimer Thomas Spahr (35) ist im Fußball-Landkreis ein unbeschriebenes Blatt, war zuletzt in Schwaig als Reserve- und Jugendtrainer tätig. Ein Trumpf für Falterers Vorhaben: „Wir wollen Spaß und Zusammenhalt zurück. Das kann mit einem komplett unbekannten, unverbrauchten Trainer gut funktionieren. Für uns ist das kein Risiko, da wir uns noch keine konkreten Ziele gesteckt haben.“

Spahr ist begeistert vom Vertrauensvorschuss

Ein Vertrauensvorschuss dieser Art ist für Thomas Spahr keine Selbstverständlichkeit. „Es reizt mich, zu beweisen, dass die Verantwortlichen die richtige Entscheidung getroffen haben. Auch wenn sie mich noch nie auf dem Platz gesehen haben.“

Getroffen hatte Spahr aus dem Herliner Kreis zuvor nur Falterers Schafkopf-Spezl Alois Kinseder, der bei dem Sporttherapeuten und Neuroathletiktrainer in Behandlung war. „Der Anruf von Theo kam für mich dann vor vier Wochen überraschend“, so Spahr. „Nachdem ich aber in Schwaig mit meiner Situation unzufrieden war, aufgehört und auch wegen Corona vereinslos war , hatte ich richtig Lust auf eine neue Aufgabe.“

Spahr: „Ich fahr voll drauf ab, mit jungen Spielern zu arbeiten“

Besonders eine Spielergruppe, auf die der SVH künftig mehr Wert legen will, hat es Spahr angetan. „Junge Spieler sind viel formbarer, quasi wie ein leerer PC, wo du etwas draufspielen kannst. Ich fahr voll drauf ab, mit jungen Spielern zu arbeiten. Wenn wir wie angekündigt fünf, sechs A-Junioren hochbekommen, mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen.“ Seinen Führungsstil beschreibt Spahr als strukturiert, diszipliniert und authentisch. „Gerade die Authentizität hat mir in den Gesprächen mit der Abteilungsleitung gezeigt, dass man da mit Dynamik etwas voranbringen kann.“

Seinen Elan wird Spahr zunächst auf Spielbeobachtungen und Gespräche beschränken müssen. In puncto Transfermarkt tut sich derweil für den SVH-Vorstand am Beispiel von Torwart Ivan Zivkovic (zurück nach Ampfing) die nächste Baustelle auf: „Wenn der in den nächsten Monaten keine Lust mehr hat, bei uns zu spielen, kann ich ihn ja nicht dazu zwingen“, ärgert sich Falterer nicht nur über diesen Teil des Rattenschwanzes, „den der BFV bei seinen Fortsetzungsplänen in der Praxis nicht bedacht hat und uns damit im Stich lässt“

Text: Julian Betzl

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