Trotz intakter Moral: Notelf verliert Anschluss zur Spitze

- Falke erkämpft nach Rückstand noch Remis gegen TSV Rain

VON PHILIP STALLMEISTER Markt Schwaben - Die Spitze ist enteilt. Das 1:1 (0:1) im Verfolgerderby der Landesliga Süd brachte weder Gastgeber Falke Markt Schwaben noch dem TSV Rain entscheidende Punkte im Kampf um die Führungspositionen. Für die Falke-Fans ergab die Partie zumindest die Erkenntnis, dass die Moral der Mannschaft intakt ist.

Mit einer Notelf trat das Team von Franz Schick an, und erkämpfte sich nach einem Rückstand noch den Ausgleich. Neben dem gesperrten Thomas Hollerith fiel Rudi Böck mit einer Oberschenkelzerrung aus, die er sich im Pokalspiel gegen Vaterstetten zugezogen hatte, und auch Carsten Bertsch blieb draußen. Obwohl Michael Bauer nach einwöchiger Sperre wieder zur Verfügung stand, musste Schick die Defensive also extrem umstellen. Zwischenzeitlich rückte sogar Stürmer Andreas Schmalz in die Deckung.

Trotz der Umstellungen zeigte sich die Abwehr um Libero Andreas Michels, der wie Torwart Markus Lach grippegeschwächt ins Spiel ging, gewohnt sicher. Bis zur 25. Minute hatte Lach im Falken-Tor nicht viel zu tun. Dann bekam der in stark abseitsverdächtiger Position lauernde Peter Jurida den Ball. Im Strafraum legte er quer auf Jürgen Koch, der nur noch einzuschieben brauchte.

Nach dem 1:0 wurde Franz Schick hinter die Bande verwiesen, weil er seine Mannschaft beschwichtigte: "Das war eine Fehlentscheidung, trotzdem müssen wir weiter spielen." Dies fasste der Schiedsrichterassistent als Beleidigung auf. Doch die Falken steckten nicht auf. In der 37. Minute hatte Martin Wanke die Riesenchance zum Ausgleich. Aber Rains Torwart Sascha Jöckel blieb im Duell eins gegen eins Sieger.

Neun Minuten nach dem Seitenwechsel machte es Wanke dann besser und erzielte von der linken Seite in den Strafraum laufend den Ausgleich. Nach diesem Treffer drängten die Falken auf den Sieg. Zunächst hatte zwei Mal Imre Tempfli Pech bei Weitschüssen. In der 67. Minute ging sein Geschoss aus 25 Metern knapp drüber. Sechs Minuten später faustete Jöckel Tempflis 16-Meter-Schuss über die Latte. Die besten Chancen vergab Thomas Hertlein, der in der 74. Minute eine Flanke von Schmalz neben das Tor köpfte. Eine Minute darauf konnte der 18-Jährige Stephan Zengerle nicht abschütteln, kam aber zum Abschluss. Doch Jöckel war auf dem Posten.

Einen Tiefschlag für die Falken bedeutete die Rote Karte für Kapitän Jockl Schiwietz, der nach einem weniger zärtlichen tete-a-tete mit Koch von Schiedsrichter Christian Reisinger "Rot sah". Neben Schiwietz wird am nächsten Wochenende in Königsbrunn wohl auch weiter Thomas Hollerith gesperrt fehlen, dessen Verhandlung am Mittwoch stattfindet.

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