Heiko Baumgärtner (38) ist neuer Coach beim TSV Ampfing.
+
Heiko Baumgärtner (38) ist neuer Coach beim TSV Ampfing.

Im Urlaub zum Trainer geworden

TSV Ampfing: Neu-Coach Heiko Baumgärtner im Interview

  • vonJulian Betzl
    schließen

Heiko Baumgärtner wird neuer Trainer beim TSV Ampfing. Mit Julian Betzl hat der 38-jährige im Interview gesprochen.

In der Kreisstadt hat sich Heiko Baumgärtner, 38, als „Zuagroaster“ und Fußballtrainer viele Freunde gemacht. Dass er mit dem TSV Ebersberg 2018 über die Relegation die Bezirksliga gehalten hat, bleibt vielen unvergessen. Nun zieht er in den Abstiegskampf der Landesliga Südost – als Coach des TSV Ampfing.

Ich kenne den Verein noch aus meiner aktiven Landesliga-Zeit

Eine Woche vor dem Re-Start, mitten im Corona-Wirrwarr: Nach eineinhalb Jahren Fußball-Pause hätte es sicher bessere Zeitpunkte für ein Trainer-Comeback gegeben, oder Herr Baumgärtner?

Das war auch definitiv nicht so geplant. Ich wollte nächstes Jahr, zur neuen Saison wieder einsteigen. Jetzt bin ich letzte Woche in den Urlaub gefahren und als Trainer zurückgekommen, weil mich Ampfings Manager Adrian Malec nicht mehr von der Angel gelassen hat. Ich kenne ihn und den Verein noch aus meiner aktiven Landesliga-Zeit. Auch die Liga hat mich gereizt, sie fehlt mir in meiner Trainer-Vita. Nach dem ersten Training ist das am Samstag mit dem Punktspielauftakt in Landshut ein klassischer Kaltstart von Null auf 120. Ich kenne meine Mannschaft und den Gegner eigentlich nicht. Also bin ich von der Herausforderung her wieder am Anschlag.

„Ich kann mir bei diesem Traditionsverein durchaus vorstellen, etwas aufzubauen“

Die Parallele zu Ihrem Engagement beim TSV Ebersberg ist offensichtlich. Reizt Sie der Abstiegskampf besonders, gerade in Verbindung mit der Aussicht auf den Ruhm des Retters?

Kann ich so gar nicht sagen. Es ist halt Zufall, dass es sich so ergeben hat. Vor Ebersberg hatte ich mit diesem Thema eigentlich nix zu tun. Das war ein krasser Kick mit den Ebern die Abstiegs-Relegation zu spielen. Aber danach hatte ich nicht unbedingt den Wunsch, das sofort wieder zu erleben. Deswegen haben wir ja im nächsten Jahr besser gespielt. Wenn sich das genauso mit Ampfing ergeben würde, wäre das ein absoluter Traum. Ampfings Wunsch auf der Trainerposition ist ja Kontinuität und ich kann mir bei diesem Traditionsverein durchaus vorstellen, etwas aufzubauen.

Haben Sie Sich in Ihrem verlängerten Sabbatical als Trainer weiterentwickeln können, oder einfach die Freizeit genossen?

Obwohl ich vorher 13 Jahre lang als Trainer gearbeitet habe, konnte ich die Pause nicht mal großartig genießen. Ich hatte mega viel Stress mit meinem neuen Job und auch für meinen kleinen Jungen habe ich mir gerne Zeit genommen. Also war das eine sehr ausgefüllte aber Fußball-stade Zeit. Jetzt muss ich schnell den Powerknopf finden. Ob ich eingerostet bin, sehe ich im ersten Training. 

(bj)

Auch interessant

Kommentare