Keine entscheidende Vorteile für eine Seite gab es im Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen den Frauen des TSV Aßling (r. Miriam Rinser) und dem FC Langengeisling (l. Julia John).
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Keine entscheidende Vorteile für eine Seite gab es im Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen den Frauen des TSV Aßling (r. Miriam Rinser) und dem FC Langengeisling (l. Julia John).

TSV Aßling holt nur Remis gegen FC Langengeisling

TSV Aßling Frauen nicht mehr Tabellenführer

Die Frauen des TSV Aßling müssen nach einem Unentschieden die Tabellenführung in der Bezirksliga abgeben.

Aßling – Das 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen den FC Langengeisling reichte den Frauen des TSV Aßling nicht, um Platz eins in der Bezirksliga zu verteidigen.

Aßlings Topstürmerin Sandra Funkenhauser verpasste die mögliche frühe Führung (7.), als ihr Schuss am Tor vorbei ging. „Wenn uns da das 1:0 gelingt, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen“, beklagte TSV Trainer Laszlo Ziegler die vergebene Möglichkeit.

Langengeisling zeigte sich keineswegs defensiv. Aßlings Torfrau Veronika Brandmüller hielt in dieser Phase die Aßlingerinnen im Spiel. Sie brachte Gästestürmerin Michelle Refeld regelrecht zur Verzweiflung. Refeld war an den meisten Toraktionen von Langengeisling beteiligt. Erst ließ sie eine Doppelchance (29./31. – Pfostentreffer) liegen, dann kam sie an Brandmüller nicht vorbei (36.).

„Wenn du solche Chancen nicht nutzt, ist es zwangsläufig so, dass du hinten ein Tor kassierst“

Aßling wurde gegen Ende der ersten Hälfte nochmal gefährlich, als Funkenhauser die FC-Torfrau überrannte, aber nach außen abgedrängt wurde. Statt zu schießen versuchte Funkenhauser, ihre Mitspielerinnen zu bedienen, aber die Abwehr war nachgerückt und konnte den Angriff entschärfen. Langengeisling kam abermals nach einem Freistoß aus dem Halbfeld durch Refeld gefährlich vor das Tor, aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie.

„Wenn du solche Chancen nicht nutzt, ist es zwangsläufig so, dass du hinten ein Tor kassierst“, prognostizierte Aßlings Pressesprecher Felix Zeibe zur Halbzeit.

In der 54. Minute war es dann so weit. Funkenhausers Ecke landete bei Miriam Rinser, die den Ball irgendwie auf das Tor brachte. Da war Langengeislings Keeperin schon aus dem Kasten heraus und Emilia Wimmer war es vorbehalten, den Ball aus weniger als einem Meter ins Netz zu befördern – 1:0 (54.).

Die Führung gab den Aßlingerinnen Sicherheit, sie bekamen mehr Zugriff auf das Spiel. Langengeisling, sichtlich geschockt vom Rückstand, kam zu keiner echten Torchance mehr. Aber aufgeben war nicht die Devise der Gäste. Eine Ecke von Funkenhauser hätte beinahe das 2:0 gebracht, aber diesmal war Langengeislings Torfrau Siebrecht zur Stelle und kratzte den Ball von der Linie (83.). Im Gegenzug nutzte Alisha von Horten dann einen Abstauber zum 1:1-Ausgleich (84.). Langengeisling blieb dran und hätte bei einem erneuten Konter den Angriff konzentrierter zu Ende spielen müssen. Doch der Schuss ging übers Tor, sodass es am Ende bei einer leistungsgerechten Punkteteilung blieb.

TSV Aßling Frauen müssen Tabellenführung abgeben 

Lachender Dritter könnte nun der TV Altötting sein, der durch seinen 12:1-Kantersieg über den SV Dornach an Aßling auf Platz eins vorbei zog.

„Es war ein brutal schweres Spiel. Brandmüller hat uns heute in der Partie gehalten, sodass wir nicht mit 0:3 zur Pause zurücklagen“, bekannte Aßlings Trainer Laszlo Ziegler: „In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Der späte Ausgleich ist ärgerlich, aber unterm Strich ist das Ergebnis in Ordnung.“

Auf die Frage, ob Platz eins und die Meisterschaft damit ad acta gelegt werden müssten, antworte Ziegler: „Nein. Warum? Wenn wir Altötting schlagen, sind wir wieder vorn.“  ez/hw

Aßling: Brandmüller, Graupe, Riedl, Huber, Funkenhauser, Wimmer, Gründler, Resch, Limberger, Krecik, Rinser – Kaltner, Loidl, Höher, Geißinger, Beck.

Wolfngang Herfort/ez

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