Laszlo Ziegler, Trainer der Frauen des TSV Aßling, im Interview.
+
Laszlo Ziegler, Trainer der Frauen des TSV Aßling, im Interview.

Drei Fragen an Laszlo Ziegler, Trainer TSV Aßling Frauen

Laszlo Ziegler: „Momentan hat niemand Fußball im Kopf“

  • vonOlaf Heid
    schließen

Der Trainer der Fußballfrauen des TSV Aßling, Laszlo Ziegler, hat sich zur aktuellen Situation seiner Mannschaft geäußert. 

Sie hatten sich sehr auf die Rückrunde in der Bezirksliga gefreut. Die Fußballfrauen des TSV Aßling hatten in der Hinrunde eine glänzende Vorstellung abgeliefert und waren auf Rang zwei in die Winterpause gegangen. Der Klassenerhalt wäre wohl nur noch Formsache und mit ein, zwei Siegen schnell fixiert gewesen. Zur Spitze fehlte auch nur ein Punkt.

Doch die Corona-Krise hat direkt vor dem Auftaktwochenende jegliche Träume abrupt beendet. TSV-Trainer Laszlo Ziegler sah seine Formation auf gutem Weg, bewegt sich nun aber auch im Wartezustand. Über den Ist-Zustand und die Zukunftspläne im Aßlinger Lager gab der 32-Jährige gegenüber der Ebersberger Zeitung Auskunft.

Herr Ziegler, die Corona-Pause kam für Ihr Team zur Unzeit. Welche Vorgaben haben Sie den Aßlinger Fußballerinnen mitgegeben?

Nur, dass sie sich fit halten sollen. Jede muss ja selber wissen, wie ehrgeizig sie ist, und ob sie Ziele mit der Mannschaft verfolgen will. Aber kontrollieren brauche und kann ich eh nichts. Man darf nie vergessen, wo wir spielen (lacht).

Aber für den Fall der Wiederaufnahme müssen doch alle gerüstet sein, oder?

Ja, aber ich würde sagen, dass momentan sowieso niemand Fußball im Kopf hat, da es aussichtslos ist, wie und wann es weiter geht. Daher finde ich es unnötig, dass ich als Trainer mit irgendwelchen Vorgaben für besondere Sport-Aktivitäten nerve.

Wie geht es denn genau aus Ihrer Sicht weiter? Die personelle Situation wird ja, je länger der Stopp andauert, wohl nicht besser beim TSV.

Ja, uns haben vier Stammspielerinnen schon zuvor verlassen und zwei oder drei andere fallen zusätzlich aus. Aber ich denke, dass grad keiner weiß, wie und wann es weiter geht. Erst wenn das klar ist, muss man schauen, wie man sich wieder motiviert und in die Puschen kommt. Aber für mich ist fast schon klar, dass nichts mehr geht, und ich denke auch nicht, dass in der nächsten Zeit überhaupt etwas möglich ist. Gesundheit geht immer noch vor, und erst wenn wirklich alles okay ist, dann können wir weiter schauen.

Das Gespräch führte
Olaf Heid

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mit Vollgas in die Vorbereitung
Mit einem über zwei Tage gehenden Kurztrainingslager haben die Anzinger Bayernliga-Handballer grünes Licht in der Saisonvorbereitung  gegeben.
Mit Vollgas in die Vorbereitung

Kommentare