Fröhliches Winken garantiert: Die G-Junioren aus Aßling (hier bei einem Turnier in 2020) freuen sich aufs Training. 
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Fröhliches Winken garantiert: Die G-Junioren aus Aßling (hier bei einem Turnier in 2020) freuen sich aufs Training. 

Vereine müssen abwägen

Die Kleinsten trainieren wieder - Trotzdem „gemischten Gefühle“ beim TSV Aßling

  • vonJulian Betzl
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Wegen der drohenden dritten Welle wurde beim TSV Aßling über die Aufnahme des Trainingsbetrieb debattiert. Während die Jüngeren bereits auf dem Feld stehen, warten die Älteren noch ab.

Aßling – Einen gewissen Vorlauf wollte man sich dann schon herausnehmen, um die Lagerbestände an Trainingsmaterial und Desinfektionsmittel durchzugehen und die Organisationsstrukturen aufzupolieren. Den Umständen entsprechend gut vorbereitet, sind gestern die ersten Kleinfeldmannschaften der Aßlinger Fußballabteilung über die ausgewiesenen Trainingsflächen gesaust. Eine Woche nach der offiziellen Starterlaubnis durch die bayerische Staatsregierung.

„Organisatorisch war der Neustart im vergangenen Frühsommer aber einfacher“, findet TSV-Jugendleiter Michael Kurzmeier. „Diesmal wurden wir von der Meldung fast von heute auf morgen überrollt. Dennoch finde ich, hat der Verband die Basis bei der Staatsregierung gut vertreten, und die letzte Aktualisierung, mit den Antworten auf die für uns so wichtigen Praxisfragen, kann ich nur loben.“

Kurzmeier: „Und dann ist auch noch das Wetter schlecht“

An insgesamt vier Trainingsorten muss Kurzmeier gerade Inzidenzzahlen, Trainingskapazitäten und jeweiliges Binnenklima im Auge behalten. „Und dann ist in dieser Woche auch noch das Wetter schlecht, wo sich viele Eltern überlegen, ob sie ihr Kind ins Training schicken.“

Zumindest bei den Kleinsten, von der G- bis zur E-Jugend, sei die Euphorie riesig, berichtet Kurzmeier. „Bei den Eltern sind es eher gemischte Gefühle.“

Vereinsintern sei angesichts der von Experten angekündigten „dritten Welle“ in Verbindung mit den steigenden Infektionszahlen im Landkreis, zuletzt auch über die generelle Fortsetzung der Trainingspause debattiert worden. „Da mussten wir abwägen. Letztlich sehe ich – wohlgemerkt als Laie aus dem Bauch heraus – draußen auf dem Kleinfeld nicht die große Gefahr. Das hat mit unserem Hygienekonzept letztes Jahr gut geklappt.“

SG Aßling/Ostermünchen: D-Jugend beginnt erst Ostern

Unsicherer scheint sich die Lage für die Großfeldteams darzustellen. So haben die D-Juniorenkicker der SG Aßling/Ostermünchen in Abstimmung mit den Eltern entschieden, erst an Ostern den Trainingsbetrieb aufzunehmen. Die Kooperation mit Baiern und Grafing bei den C-Juniorinnen (überwiegend U 14) dürfte hingegen mit bis zu 20 Spielerinnen gleichzeitig in der Bärenstadt trainieren. Bei den Jungs von der C-Jugend aufwärts ist die SG Aßling/Emmering/Ostermünchen hauptsächlich auf die beleuchteten Trainingsplätze in Ostermünchen und somit die aktuell deutlich höheren Rosenheimer Inzidenzwerte angewiesen. „Da besteht noch Klärungsbedarf“, räumt Kurzmeier ebenfalls ein, dass man bei aller Freude über den Trainingsstart als Verein jederzeit bereit sein müsse, „auch die Notbremse zu ziehen“. Dies wäre übrigens auch definitiv der Fall, wenn nächste Woche Schnell- oder Selbsttests Voraussetzung für eine Teilnahme am Training wären (siehe untenstehenden Bericht). „Beim Testen hört‘s für uns auf, das haben wir einstimmig beschlossen!“ (Julian Betzl)

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