Im nächsten Jahr könnte es für die Aßlinger wieder zum Derby kommen.
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Im nächsten Jahr könnte es für die Aßlinger wieder zum Derby kommen.

Rechenspiele durch Quotientenregel

TSV Aßling: Bei Saisonabbruch kommt es zum „Demütigungs-Derby“

  • vonJulian Betzl
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Bei einem möglichen Saisonabbruch würden die Reserven des TSV Aßling und TSV Emmering aufsteigen. Für die Aßlinger wäre es ein demütigendes Derby.

Aßling/Emmering – Wer in dieser Nachbarschaft die Straßenseite wechselt, löst zwangsläufig ein kleines Hupkonzert aus. Als der 19-jährige Leopold Böhm nun vom TSV Aßling zum TSV Emmering wechselte, frotzelte Aßlings Pressesprecher Felix Zeibe: „Mit dem Raufschießen für den TSV Aßling hat es nicht geklappt, deswegen soll Böhm den Emmeringern helfen beim Runterschießen, damit es mal wieder ein Derby zwischen bei den ersten Mannschaften gibt!“

Das war natürlich eine Steilvorlage, die am Pfarrbach mithilfe eines Taschenrechners sogleich dankbar aufgenommen wurde. Die Chancen, dass die laufende Spielzeit bei den Fußballherren sportlich beendet wird, betragen für Emmerings Pressesprecher Manuel Sedlmaier inzwischen „nur noch fünf Prozent Wahrscheinlichkeit“.

TSV Aßling: Derby in nächster Saison bei Saisonabbruch

Demzufolge liefe dann alles auf einen Saisonabbruch samt Auf- und Abstiegsentscheidungen qua Quotientenregel hinaus. Dabei wären die beiden Ersten der Ebersberger Inn/Salzach-Vereine auch in der neuen Spielzeit durch die Kreisklasse getrennt. Die Reserve vom Büchsenberg würde zwar mit 2,58 Durchschnittszählern als Meister der C-Klasse hauchdünn vor dem SC Pullach (2,53) in die B-Klasse aufsteigen. Das Aber: Die zweite Mannschaft der Grün-Weißen aus Emmering würde mit einer durchschnittlichen Punktzahl von 2,43 den Zweitplatzierten SV DJK Heufeld (2,27) in der B-Klasse 1 überholen – und damit in die A-Klasse aufsteigen. „Dann hätte der Herr Zeibe endlich wieder sein Derby – Aßlings Erste gegen unsere Zweite“, freut sich Sedlmaier bereits auf eine entsprechende Volksfeststimmung. Und natürlich die Sticheleien rundherum. Diesmal legt Sedlmaier für Emmering vor: „Dieses Derby wäre wohl der Höhepunkt der Demütigung für die Aßlinger.“ 

(JULIAN BETZL)

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