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Intensive Zweikämpfe lieferten sich der SCBV (Benedikt Jakob, l.) und Ebersberg (Florian Köster).

„De Voigas Eber“ verpassen Sensation gegen SC Baldham-Vaterstetten nur knapp

Comeback des Favoriten im Derby zwischen Ebersberg und Vaterstetten

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Im Derbyspektakel zwischen dem TSV Ebersberg und dem SC Baldham-Vaterstetten haben die Eber die Sensation nur knapp verpasst. Am Ende konnte der Favorit aus Vaterstetten den 0:2-Rückstand jedoch noch ausgleichen.

Auch wenn in beiden Lagern nach Abpfiff des Bezirksliga-Derbys eifrig betont wurde, mit der Punkteteilung unterm Strich zufrieden zu sein, unterschieden sich die Aussagen doch in einer entscheidenden Nuance. „Vor dem Spiel hätte ich den Punkt sofort unterschrieben“, sagte Ebersbergs TSV-Trainer Heiko Baumgärtner. „Wir haben heute zwar einen Punkt gewonnen. Einen Punkt hätte ich aber vor dem Spiel nicht unterschrieben“, sagte der Fußballchef des SC Baldham-Vaterstetten, Helmut Lämmermeier.

Teil-Gewinner und -Verlierer hat das 2:2-Derbyspektakel jedenfalls auf beiden Seiten hervorgebracht. Mit seinem 1:0-Führungstreffer konnte sich beispielsweise Ebersbergs Sturmhoffnung Florian Köster persönlich „nochmal mehr Bestätigung und Selbstvertrauen“ holen. „Beide Tore im Nachsetzen haben gezeigt, wie geil und gierig wir aufs Tore schießen sind“, ergänzte TSV-Trainer Baumgärtner. „Die Mannschaft entwickelt sich peu à peu weiter, das hat schon letztes Jahr in den Relegationsspielen begonnen. Und jetzt haben wir auch noch die 40 Punkte vollgemacht.“

Auf Baldhamer Seite glaubte Helmut Lämmermeier hingegen, dass der späte wie traumhafte Ausgleichstreffer von Filius Simon den SCBV nicht nur im Titelrennen gehalten hat: „Am Ende werden wir sehen, was der Punkt wirklich wert ist. Aber für unsere Moral war es wichtig, in einem Spiel, das etwas unglücklich für uns gelaufen ist, nochmal zurückzukommen.“

SCBV-Coach Gzim Shala deutete die erfolgreiche Schlussoffensive gar als wichtige Trendwende nach nunmehr vier sieglosen Spielen in Serie. „Nach den letzten 15 Minuten habe ich viel mehr Hoffnung, als noch vor einer Woche und glaube fest daran, dass wir unser Ziel erreichen.“ In Sachen Meisterschaft ist für Shala dank der jüngsten beiden Ampfinger Remis „noch alles drin“.

Besonders dann, „wenn wir gegen so starke Ebersberger nach einem 0:2 noch zurückkommen können“. Er selbst habe daran schon nicht mehr geglaubt, bekannte Shala: „In der zweiten Halbzeit hat Ebersberg das super gemacht, war bissiger, hatte bessere Ideen. Wir hatten einen kleinen Hänger und haben zwei für uns sehr unglückliche Tore bekommen.“

Die Kreisstädter und ihr lautstarker Anhang „De Voigas Eber“ trauerten der knapp verpassten Sensation nur kurz nach. „Der Ausgleich so kurz vor Schluss, klar ärgerst du dich kurz“, so Baumgärtner. „Bitter ist aber die rote Karte für Maxi Volk. Der Junge wird uns fehlen.“

In Vaterstetten kommen sie bei der Ursachenforschung für die anhaltende Ergebniskrise weiterhin nicht an einem fehlenden Puzzlestück vorbei. „Mit der Umstellung, dass Roman Krumpholz weg ist, sind wir anscheinend nicht zurechtgekommen“, überlegte Lämmermeier. „Roman hat der Mannschaft mit seiner Art Fußball zu spielen Selbstvertrauen gegeben und Räume geschaffen. Das fehlt uns im Moment. In einer Favoritenrolle sind wir definitiv nicht mehr.“

In puncto Leidenschaft und Moral nahm Lämmermeier die SCBV-Mannschaft von jeglicher Kritik aus und verwies dabei auf die Motivationskraft des Trainers: „Jimi trifft in der Kabine den richtigen Ton und gibt die richtigen taktischen Vorgaben mit. Er macht einen guten Job und nimmt den Druck von der Mannschaft weg, indem er ihn sich nur persönlich macht.“ Für Lämmermeier selbst wäre ein verpasster Aufstieg zwar bitter. „Aber deshalb würden wir die Mannschaft nicht aus dem Spielbetrieb nehmen.“

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