Eber-Coach Timur Tipedelen war gerade mit der Leistung in der zweiten Halbzeit zufrieden.
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Eber-Coach Timur Tipedelen war gerade mit der Leistung in der zweiten Halbzeit zufrieden.

TSV Ebersberg beweist Moral

TSV Ebersberg: Lehrstunde, Comeback nach 0:2 und K. o. in Unterzahl

  • VonJulian Betzl
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Am Ende gab es zwar keine Punkte für den TSV Ebersberg, doch die Leistung gegen Srbija München vor allem im zweiten Durchgang gibt Anlass zur Hoffnung.

Ebersberg – So sehr er sich auch im Moment über den späten Siegtreffer der Gäste (89.), diese „schlecht verteidigte Ecke aus dem Nichts“, auch ärgern musste, so stolz sprach Timi Tepedelen nach der zweiten Halbzeit über seine Mannschaft. „Srbija war technisch definitiv stärker, hat eine super erste Hälfte gespielt und verdient 2:0 geführt. Aber mit welcher Moral wir uns in der zweiten Halbzeit aufgebäumt haben, war absolut top!“

Letztendlich habe sich für Ebersbergs Trainer diese 2:3-Pleite gegen den SK Srbija weniger nach einer Niederlage angefühlt als das tor- und mutlose Derby zuvor gegen Grafing: „Denn heute können wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen.“

Das Waldsportstadion wurde anfangs allerdings im Sturm von den Serben erobert, die den Ebern eine „Lehrstunde“ in Sachen „One-Touch-Fußball“ (0:1/15.) und fintierter Schussgewalt (0:2/27.) erteilten. „Mit Abstand unser bester Gegner bisher“, lobte Tepedelen genauso das Comeback seiner Elf. Erst nickte Stefan Niedermaier zum 1:2 (39.) ein, dann richtete sich die Heimelf in der Kabine untereinander auf und drückte dann mit maximalem Kraftaufwand in Richtung Ausgleich. Selbst ein von Maxi Volk verschossener Strafstoß brachte die nun dominanten Eber nicht vom Weg ab, bis Lukas Volkmann den Ball aus der zweiten Reihe quasi ins Gästetor gezwungen hatte (2:2/67.). Womöglich hätten sich die Eber am Schluss mehr als einen Punkt erpresst, glaubt Tepedelen, wenn Simon Wiener nicht in ein taktisches Foul gezwungen und mit Gelb-Rot duschen geschickt worden wäre (81.). In Überzahl setzte Srbija den Lucky Punch.

Dennoch reisen die Eber am Sonntag (15 Uhr) mit breiter Brust zu Primus SV Zamdorf. „Technisch können die kaum besser als Srbija sein. Und wenn wir unsere Leistung aus der zweiten Halbzeit abrufen, können wir in dieser Liga jeden schlagen“, findet Timi Tepedelen.  bj

Ebersberg: Keinholz, Grünwald, Sev.+St. Niedermaier, Wiener, Obermair, D+L Volkmann, M.Volk, Beekmann, Steppan; S.Volk, Weigl, Schaller, Matiwos, Markio, Lüngen, Karkour.

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