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Noch steht es 0:0. Christopher Lechner (r.) und seine Eber sind mit den Gästen gleichauf. 

„Reichertsheim in den entscheidenden Phasen effektiver“

TSV Ebersberg: Punktloses Baumgärtner-Comeback

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Instinktiv mag der Trainerwechsel beim TSV Ebersberg die Mannschaft neu motiviert und wachgerüttelt haben.

Ebersberg - Von einem Unterschied zwischen einem Abstiegs- und Aufstiegskandidaten war gegen den SV Reichertsheim über eine Stunde lang nichts zu sehen. Summa summarum stecken die Eber nach der Rückkehr von Heiko Baumgärtner und der 0:2-Heimniederlage ohne zählbares Erfolgserlebnis weiter im Abstiegsstrudel.

Natürlich hatte nicht einmal Baumgärtner selbst eine wundersame 180-Grad-Wende bei seinem zweiten Einstand erwartet. Allerdings war auffällig, wie sehr die Eckpunkte seiner Analyse inhaltlich in vielen Fällen der seines Vorgängers Pero Knezevic glichen: „Ich kann es schlecht mit den letzten Wochen vergleichen, weil ich zu wenig verfolgt habe. Aber die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten vorgenommen haben. Sie haben viel richtig gemacht, nur war Reichertsheim in den entscheidenden Phasen effektiver.“

Die Defensive der Platzherren präsentierte sich mit wenigen Ausnahmen sattelfest, im Mittelfeld beobachtete Baumgärtner „eher Vorteile für uns“, und in der Offensive spielten sich die Eber unter anderem zwei Großchancen heraus, die bei ihrer Verwertung wohl für einen Punkterfolg gesorgt hätten. Florian Köster brachte den Ball jedoch aus acht Metern nicht am Gästetorwart vorbei (21.) und Simon Eglseder konnte seine eigene Balleroberung im Eins-gegen-Eins nicht veredeln (47.).

„Wir sind viel gelaufen, haben viel gekämpft, uns aber nicht belohnt. Das sind halt die Dinger für ein 1:0, das in diesen Phasen Gold wert ist“, so Baumgärtner. „Und dann fängst du dir eben so ein spielentscheidendes Ei durch einen klaren Schiri-Fehler.“ Trotz längst erhobener Abseits-Fahne seines Assistenten, ließ der Unparteiische eine Flanke sowie den folgenden Führungstreffer der Gäste aus dem Strafraumgewühl heraus zu. Mit seiner dritten ernst zu nehmenden Chance verwandelte der SVR schließlich seinen Matchball: Stefan Ficklscherer sah für sein Einsteigen von hinten Rot, der folgende Freistoß schlug im Nachsetzen unter der Latte ein. „Das ist umso bitterer, weil wir ja nicht chancenlos her gespielt wurden“, kopierte Baumgärtner unbewusst einen weiteren Knezevic-Klassiker. „Jetzt kommt es drauf an, was wir aus dieser starken Leistung machen“, weiß er das gesamte TSV-Umfeld dabei in seinem Rücken. „Überragend, wie mich alle wieder im Waldsportpark aufgenommen haben. Dieser absolut geile Haufen zeigt mir, warum ich ihm diesen Gefallen tue.“  bj

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