Fußbälle im Sack: Die Mannschaften und Vereine im Landkreis gehen alle in die verordnete Corona-Pause.
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Fußbälle im Sack: Die Mannschaften und Vereine im Landkreis gehen alle in die verordnete Corona-Pause. foto: stefan rossmann

Ruhepause für die schönste Nebensache

So gehen die Bezirks- und Kreisligisten mit der BFV-Entscheidung um

Der BFV setzt zum Schutz seiner Vereine und Mitglieder den kompletten Spielbetrieb mindestens bis einschließlich Montag, 23. März 2020, im ganzen Freistaat aus.

Landkreis – Fußball, die schönste Nebensache der Welt, mutiert in diesen bewegten Zeiten tatsächlich zur solchen. „Der Fußballbetrieb ist jetzt zweitrangig. Wir müssen alle ruhig bleiben und die Vorsichtsmaßnahmen zur Verlangsamung beachten“, beschreibt auch Anzings Abteilungsleiter Helmut Furtmair die aktuelle Situation.

Als Vorsorgemaßnahme hinsichtlich der weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten und der dynamischen Lageentwicklung setzt der Bayerische Fußball-Verband zum Schutz seiner Vereine und Mitglieder den kompletten Spielbetrieb mindestens bis einschließlich Montag, 23. März 2020, im ganzen Freistaat aus. Und empfiehlt seinen Vereinen auch die Einstellung des kompletten Trainingsbetriebes und appelliert hier an die Verantwortung und Vernunft der Vereinsfunktionäre. Und dieser kommen nach einer Umfrage unter den Bezirksliga- und Kreisligavereinen im Landkreis auch ausnahmslos alle nach.

TSV Ebersberg

Beim TSV Ebersberg wurden sämtliche Hallenaktivitäten aller Abteilungen laut Geschäftsführer Dominic Mayer erst einmal bis kommenden Montag gestoppt, dann wird die dann tagende Vorstandschaft über das weitere Vorgehen entscheiden. Bei den Fußballern folgt der TSV den Empfehlungen des BFV.

SC Baldham-Vaterstetten

Etwas differenzierter betrachtet Helmut Lämmermeier als Vertreter des SC Baldham-Vaterstetten die Trainingssituation. „Wir haben jetzt erst einmal den Trainingsbetrieb ausgesetzt“, erklärt der Fußballchef. „Wir werden uns aber jetzt am Wochenende beratschlagen und unter gewissen Vorraussetzungen für den Jugendbereich eventuell in den geschlossenen Gruppen der Mannschaften was machen. Da werden wir die Gefährdungssituation genau abwägen.“ Dabei spielen auch die Schulschließungen eine Rolle. „Die Kinder gehen ja dann daheim die Wände hoch und würden sich vielleicht eh auf dem Bolzplatz treffen.“

VfB Forstinning

Beim Bezirksligisten VfB Forstinning warten die Verantwortlichen noch auf das Testergebnis eines Symptome zeigenden Akteurs. Allerdings zeigt sich hier schon, dass die eigentlich koordinierende Notfallnummer des Gesundheitsamtes heillos überlastet ist, eine kurzfristige Untersuchung konnte nur dank der Kontakte über den Mannschaftsarzt Dr. Michael Danner durchgeführt werden. Ansonsten sind auch beim VfB Forstinning alle Aktivitäten aller Abteilungen eingestellt.

Kreisliga 3

Bei allen Kreisligisten aus dem Landkreis gilt ebenfalls eine vorläufige Aussetzung des kompletten Trainingsbetriebes. Beim TSV Grafing erfolgten die Vorgaben laut Jürgen Daser schon vor dem BFV durch den Hauptverein, beim Nachbarverein ATSV Kirchseeon hofft Pressesprecher Martin Schrüfer „auf bessere Zeiten und das alle gesund bleiben“. Das für Freitagabend geplante Derby wurde selbstredend gestrichen.

In Oberpframmern werden Abteilungsleiter Benedikt Fürst und seine Mitstreiter am kommenden Freitag eine Bestandsaufnahme bezüglich Trainingsbetrieb vornehmen. Beim SV Hohenlinden ruhen Bälle und Spielerbeine erst einmal bis zum Sonntag, 29. März. Dabei schlägt sich der SVH noch mit einem anderen Problem herum: Für Freitag, 27. März, ist nach den Rücktritten des Vorsitzenden Ludwig Attenberger und Abteilungsleiter Thomas Heidfeld eine außerordentliche Mitgliederversammlung angesetzt, die Einladungen erfolgten in den vergangenen Tagen. „Das ist jetzt natürlich noch nicht klar, ob diese stattfinden kann,“ wartet SVH-Pressewart Klaus Hufschmid erst einmal ab.

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