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Der Griff in die Hosentasche hatte Folgen. Schiri Dominik von Maffei (l.) zeigte dem Ebersberger Manuel Mayer Rot. Sehr zum Ärger von Eber-Trainer Heiko Baumgärtner (r.), der auf den Platz geeilt war.  

TSV unterliegt knapp gegen BSG Taufkirchen

Sieben Tore und drei Platzverweise! Das wilde Spiel der Ebersberger

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Sieben Tore, drei Platzverweise und einen emotional wie sportlich extrem wilden Bezirksliga-Ritt, der nach zaghaftem Eintraben dank eines kuriosen Ebersberger Eigentores Fahrt aufnahm - Die Partie der Ebersberger hatte einiges geboten.

 Den Klärungsversuch einer Ecke bekam TSVE-Keeper Marinus Pohl beim 0:1 unglücklich an den Rücken, und auch in der Folgezeit schien Fortuna nicht wirklich mit den Kreisstädtern im Bunde zu sein. Weder die Kopfballversuche von Konrad Voglsinger (21.) und Christoph Ametsbichler (24.), noch der Distanzschuss von Michael Steppan (25.) fanden ihren Weg zum Ausgleich ins Tor. Und dann wurde Manuel Mayer auch noch von Schiedsrichter Dominik von Maffei mit glatt Rot zum Duschen geschickt. „Manus erstes Foul und er trifft ihn unglücklich am Fuß, ein absoluter Witz“, ärgerte sich Eber-Coach Heiko Baumgärtner umso mehr, da ihn der anwesende Schiedsrichter-Beobachter später in seinem Eindruck bestätigt hätte. „Ich sage grundsätzlich nie etwas gegen Schiris, aber heute hat er uns um mindestens einen Punkt gebracht.“ Paradoxerweise „habe wir danach zu zehnt richtig aufgedreht“, lobte Baumgärtner die Moral seines Teams. Stürmer Bakary Touray hätte binnen sechs Minuten sogar beinahe einen Hattrick geschnürt. Erst stand er nach einem gehaltenen Schuss von Georg Münch goldrichtig, dann fehlte ihm das richtige Timing im Strafraum, welches er bei seinem Kopfballtreffer zur 2:1-Pausenführung aber schnell wiederfand.

Die dezimierte Heimelf hatte nach dem Seitenwechsel sogar noch ein ganz gefühlvolles Ass im Ärmel. Schlitzohr Thomas Peschke eroberte kurz hinter der Mittellinie den Ball, ein Blick, ein etwas zu offensiver BSG-Keeper, fertig war das 35-Meter-Traumtor zum 3:1.

Jedoch längst keine Vorentscheidung. Zwei „vom Schiri geschenkte Standards“ (Baumgärtner) verhalfen den aus dem Spiel heraus eher harmlosen Gästen zurück in die Partie und zum 3:3-Ausgleich.

„Danach war es eine offene Partie und meine Jungs wollten unbedingt den Sieg“, hatte Baumgärtner „nur größtes Lob“ für den Kampfgeist seiner Schützlinge übrig. Umso bitterer sei es für die Heimelf gewesen, dass sie in den Schlussminuten einen weiteren BSG-Freistoß auch im dritten Anlauf nicht geklärt bekamen und sie nach diskussionswürdigen Ampelkarten für Ametsbichler und Voglsinger den Schlusspfiff nur noch mit acht Mann auf dem Feld verfluchen konnten. „Für starke Moral kann man sich leider nix kaufen“, lautete Baumgärtners ernüchterndes Fazit. 

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