Beim TSV Ebersberg dürfte Maxi Volk (2.v.r.) aufgrund eines Muskelfaserrisses fürs Derby am Samstag (Anstoß 14.30 Uhr) in Forstinning ausfallen.
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Beim TSV Ebersberg dürfte Maxi Volk (2.v.r.) aufgrund eines Muskelfaserrisses fürs Derby am Samstag (Anstoß 14.30 Uhr) in Forstinning ausfallen.

„Seit dem Sommer-Re-Start ist der Wurm drin“

TSV Ebersberg: Derby der Gegensätze gegen den VfB Hallbergmoos-Goldach

  • vonChristian Scharl
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Die Ebersberger sind vor dem Derby gegen den VfB Hallbergmoos-Goldach unter Zugzwang. Gegen den Aufstiegsaspiranten müssen drei Punkte her, wenn man die Klasse halten will.

Forstinning/Ebersberg – Recht unterschiedliche Gefühls- und Tabellenlagen weisen momentan die beiden Landkreisrivalen vom VfB Forstinning und TSV Ebersberg auf. Während sich die rot-weißen Draußerholzer nach wie vor aussichtsreich im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz befinden, kämpfen die grün-weißen Drinnerholzer ums Überleben.

„Das ist alles emotional sehr schwierig und schwer greifbar“, fasst Ebersbergs Abteilungsleiter Zeljko Prelcec die Befindlichkeiten beim TSV zusammen vor dem Duell beim VfB (Samstag, 14.30 Uhr, Sportpark Forstinning). Beide Vereine eint aber der Ärger über verpasste Punke am vergangenen Wochenende. „Wir haben am Ende des Tages zwei Punkte in Freilassing liegen gelassen“, trauerte VfB-Trainer Ivica Coric den klaren Einschussmöglichkeiten beim 1:1-Remis nach.

TSV Ebersberg mit zwei Niederlagen zuletzt

Und die Eber unterlagen trotz engagierter Leistung mangels fehlender Durchschlagskraft im Strafraum dem TSV Bad Endorf mit 0:2, die 0:3-Pleite beim SV Neuperlach unter der Woche verdiente aber das Prädikat verdient. Dabei zeigte sich auch überdeutlich das derzeitige Hauptmanko bei den Kreisstädtern. Die chronische Abschlussschwäche lässt kaum mehr Raum für Interpretationen. „Seit dem Sommer-Re-Start ist extrem der Wurm drin“, moniert auch Prelcec das fatale Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag. Selbst in den drei Testpartien im August wollte kein einziger Treffer gelingen. Diese Tormisere setzte sich nun nahtlos in den Punktpartien fort. „Wir belohnen uns einfach nicht,“ Und nach den Worten von Prelcec ergibt sich daraus eine fehlende Lockerheit, die den Kopf lähmt. Die Psychologie spielt also durchaus eine große Rolle. TSV-Coach Tom Wolff beschwört deshalb die Grundtugenden und möchte mit den eigenen Mitteln, sprich Kampf und Leidenschaft, die Wende erzwingen.

TSV Ebersberg: Druck vor dem Spiel gegen Hallbergmoos nichts neues

Der Druck vor dem Derby in Forstinning wird also nicht weniger für den TSV Ebersberg, die Frage nach dem Zugzwang stellt sich für Prelcec nicht erst seit den vergangenen zwei Spielen. „Den haben wir schon seit November letzten Jahres, da hat sich nichts geändert.“

Zu allem Punkteunglück gesellt sich nun auch noch eine Verletzung bei Maxi Volk hinzu, der Spielgestalter wird wohl mit einem Muskelfaserriss ausfallen. Auch Coric dürfte mit Mathias Hirt ein wichtiger Akteur nach seiner in Freilassing erlittenen Platzwunde fehlen. „Wir haben aber schon zwei, drei Möglichkeiten, ihn zu ersetzen“, setzt Coric auf die Kaderbreite beim VfB. Und warnt aber trotz der scheinbar günstigen Konstellation vor einem Selbstläufer gegen den TSV. „Das wird es sicher nicht, wir werden Ebersberg nicht unterschätzen.“ Und verweist auf die stets hartumkämpften, knappen Duelle in der Vergangenheit.       arl

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