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Den Ball erfolgreich abgeschirmt und zwei souveräne Siege in heimischer Halle eingefahren: die U 12-Kicker des TSV Ebersberg (in schwarz) Kilian Seiß im Spiel gegen den TSV Moosach-Hartmannshofen. 

Umstrittenes Thema

TSV Ebersberg zieht positive erste Bilanz aus Futsal-Premiere

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Die Gastgeberrolle am ersten Spieltag der Futsalliga U12 Kreisliga München kam für den TSV Ebersberg einem Sprung ins eiskalte Wasser gleich.

Ebersberg – Erstmals in der Vereinsgeschichte nimmt in diesem Winter ein TSV-Team an einem Ligawettbewerb der einzigen von der FIFA offiziell anerkannten Hallenfußballvariante teil.

Der erste Kälteschock ereilte Ebersbergs Organisator Florian Hellmich kurz vor dem ersten Spiel in der Dr.-Wintrich-Halle: Ein technischer Fehler in der Übermittlung der Spielansetzung zwischen BFV und den Schiedsrichtern zwang die Ebersberger zur Improvisation. Jugendleiter César Pereda recherchierte hastig nochmal die wichtigsten Eckpunkte des Futsal-Reglements im Internet und übernahm die Rolle des Spielleiters in drei der insgesamt vier Partien des Tages. „Ansonsten läuft es für die Premiere aber gut, auch am Kiosk“, zog Hellmich gegen Mittag eine positive Halbzeitbilanz.

Futsal: Das entspanntere Hallenturnier

Der Aufwand in der Vorbereitung sei sogar geringer gewesen als bei „normalen“ Turnieren. „Wir mussten ja keine Banden aufbauen.“ Im Vergleich zu den „normalen“ Hallenturnieren wirkte so ein Spieltag in der Futsalliga generell (bis auf wenige Ausnahmen) dezenter und entschleunigter. Es war eher ein entspanntes Kommen und Gehen. Da außer den Gastgebermannschaften jedes Team nur ein Spiel pro Spieltag absolviert, füllen und leeren sich die Zuschauerränge den jeweiligen Anstoß- und Anreisezeiten entsprechend mal mehr, mal weniger.

„Es ist schon cool, dass wir zwischendrin zum Essen nach Hause gehen konnten“, meinte Farshid Rahmani. Der lauffreudige Spielgestalter der Ebersberger outete sich nicht nur wegen des deutlichen 19:3-Auftakterfolges seiner Mannschaft gegen Ludwigvorstadt als großer Futsal-Fan: „Es macht Spaß, weil der Ball nicht so springt, man ihn besser kontrollieren und deshalb besser mit seinen Kameraden zusammenspielen kann. Also ich schieße hier mehr Tore als bei normalen Turnieren.“

TSV Ebersberg feiert zweiten Kantersieg

Ein echtes Faible für den Futsal, so berichtete sein Trainer Isuf Shabani, entwickelten die Nachwuchs-Eber im Vorjahr bei den Oberbayerischen Hallenkreismeisterschaften (seit 2014 werden alle offiziellen Verbandsturniere im Jugendbereich in der Futsal-Variante ausgetragen).

„Aus Frust darüber, dass wir diesmal mit unserer jüngeren D-Jugend nicht zu unserem eigenen internationalen Turnier eingeladen wurden, habe ich uns dann in dieser Liga angemeldet“, meinte Shabani augenzwinkernd. Und in dieser Liga konnte Ebersberg mit dem 14:5-Sieg über Moosach-Hartmannshofen zum Tagesabschluss noch die zweite Duftmarke setzen.

Regellehre ist unausweichlich

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass auch in dieser Partie Streitigkeiten über die Futsal-Regeln im Allgemeinen und deren Auslegung vereinzelt zu Unstimmigkeiten zwischen Trainerbänken, Pereda und den Zeitnehmern führten. Seinen hitzigen Höhepunkt erreichte der Regelzwist jedoch während der Begegnung zwischen Fürstenfeldbruck und Ottobrunn (13:6). Ein, von etlichen Verwirrungen um Wechsel-Strafen, Rückpass- und 4-Sekunden-Regel aufgebrachter Spielervater aus dem Fürstenfeldbrucker Block, schrie immer wieder wütend in Richtung Pereda: „Lies endlich die Regeln!“ Daraufhin zog ein Ottobrunner Spielervater sein Smartphone zu Rate: „Boah! Das sind ja 25 Seiten!“ Dass selbstständige Fortbildungen hinsichtlich des Regelwerks aller Beteiligten unausweichlich sind, musste am Ende des Tages auch Florian Hellmich feststellen: „An das Thema müssen wir ganz klar ran, um spruchfähig zu sein. Trotzdem freue ich mich schon auf den zweiten Spieltag. Mit richtigen Schiedsrichtern wird das sicher einfacher.“

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