Lässt seine Spieler „bis zu seinem Heimatort“ laufen: Dimitris Georgakopoulos.
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Lässt seine Spieler „bis zu seinem Heimatort“ laufen: Dimitris Georgakopoulos.

Vorbereitung für den guten Zweck

TSV Egmating: Bis nach Thessaloniki und darüber hinaus

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
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Die Spieler des TSV Egmating vertreiben sich ihre Freizeit mit dem sonst so ungeliebten Laufen. Als Anreiz soll ein interner Wettkampf und der soziale Nutzen wirken.

Egmating – Kilometer um Kilometer abspulen im Zuge der Saisonvorbereitung gehört bei den meisten Fußballern zu den ungeliebten Seiten ihrer Sportart. Doch in Zeiten von Corona kommen die, die fit bleiben wollen, auf Dauer nicht daran vorbei.

Das wissen auch die Verantwortlichen des TSV Egmating. „Die Jungs müssen sich bewegen“, war sich Abteilungsleiter Georg Keller mit dem Egmatinger Vorstand und Dimitris Georgakopoulos, dem Trainer des Kreisklassisten, einig. Doch nur laufen um des Laufens willen, war ihnen zu langweilig. Und so wurde „aus einzelnen kleinen Ideen“ das Projekt „TSV Egmating goes Thessaloniki“ – eine Laufchallenge, die neben der Fitness auch noch Geld für einen sozialen Zweck einbringen soll. Denn jeder Kilometer, den die Egmatinger hinter sich bringen, lässt die Kasse klingeln. Das Ziel: 1548 Kilometer absolvieren, was der Distanz zwischen Egmating und Thessaloniki, dem Heimatort von Coach Dimitris Georgakopoulos, entspricht.

TSV Egmating: Laufen für den guten Zweck

Um den Anreiz für die Teilnehmer zu steigern, wurde die interne Laufchallenge für die beiden Herrenmannschaft um eine Spendenaktion bereichert. Spieler und Verein haben sich auf die Suche nach Sponsoren gemacht, die für jeden gelaufenen Kilometer einen gewissen Betrag springen lassen. So hat beispielsweise Coach Johann Wastian fünf Cent pro insgesamt gelaufenen Kilometer ausgelobt.

Der Auftakt der Aktion am vergangenen Montag brachte bereits den ersten Hunderter. Den hatte „die Bayerische“ spendiert, da am ersten Tag mit 225 Kilometern die 200er-Marke geknackt wurde.

Einen weiteren Ansporn erhofft sich Abteilungsleiter Keller vom Ranking, wer die größte Leistung vollbringt. Dazu wurden die Herrenteams in drei Gruppen (Defensive, Mittelfeld, Angriff) zu je 13, 14 Spielern eingeteilt. Eine interne Wertung wird zeigen, wen die Füße am weitesten tragen. Auch hier winkt dem Gewinnerteam ein besonderer Preis: Er wird von der Gruppe, die die wenigsten Kilometer zurückgelegt hat, bekocht. Für die Bedienung inklusive anschließendem Abspülen sorgt das zweitplatzierte Team.

TSV Egmating: „Wir laufen bis zum Saisonstart“

So ambitioniert die Aufgabe, so ehrgeizig ist das Ziel, das sich die Egmatinger gesetzt haben. „Wir laufen bis zum Saisonstart“, versichert der Abteilungsleiter: „Wenn’s sein muss bis nächstes Jahr.“. Allerdings hofft Keller,dass Mitte März wieder Training in kleinen Gruppen möglich sein wird.

Die Fußballabteilung des TSV Egmating baut bei dieser Aktion auf ihre Sponsoren und Fans, um eine möglichst stattliche Summe zusammenzubekommen. Dabei kann jeder Unterstützer entweder einen einzelnen Spieler, ein Team oder die gesamte Mannschaft mit einem Betrag pro Kilometer motivieren. So hat sich „Steinbergers Marktblick“ aus Glonn entschlossen, jeden Mannschaftskilometer mit zehn Cent zu honorieren. In gleicher Höhe engagiert sich „die Bayerische“. Und die Firma Compexx aus Wasserburg zahlt für jeden Kilometer des Teams Angriff zehn Cent. Gar drei Euro lässt die Steuerkanzlei EBK pro 1000 Meter springen, die Maxi Gail vom Team Abwehr zurücklegt.

Die erlaufene Summe soll am Ende der Aktion „Fördern und Helfen“ zugutekommen, die sich im Landkreis um Senioren und Kinder kümmert. „Da wissen wir, wohin genau das Geld fließt“, so Keller. 

(WOLFGANG HERFORT)

Mehr zur Egmatinger Aktion unter www.tsvegmatinggoesthessaloniki.com

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