Niclas Wastian und seine Teamkollegen haben die Distanz bis nach „Thessaloniki“bereits absolviert und befinden sich nun quasi auf dem „Rückweg“.
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Niclas Wastian und seine Teamkollegen haben die Distanz bis nach „Thessaloniki“bereits absolviert und befinden sich nun quasi auf dem „Rückweg“.

Spendenerlös kommt Aktion „Fördern und Helfen“ zugute

Egmating: TSV erreicht Thessaloniki nach nur einer Woche

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
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Der TSV Egmating hat das Ziel ihrer Lauf-Challenge „TSV Egmating goes Thessaloniki“ schon nach einer Woche erreicht. Der Spendenerlös wird karitativ verwendet.

Egmating – Eigentlich war es nur der Versuch, Egmatings Fußballern das zumeist ungeliebte Laufen in der Vorbereitung ein wenig schmackhaft zu machen. Doch dann entwickelte die Aufgabe „TSV Egmating goes Thessaloniki“ eine Aktivität, die jedem Leichtathleten zur Ehre gereicht hätte. Die Aufgabe, die Entfernung zwischen Egmating und Thessaloniki, dem Herkunftsort von Trainer Dimitris Georgakopoulos, zu laufen, hatten die Spieler schneller erledigt als gedacht. „Wir hatten mit rund vier Wochen gerechnet“, sagt Abteilungsleiter Georg Keller, „aber dass sie das in einer Woche hinbekommen, ist schon krass.“

1631 Kilometer in einer Woche

Am 22. Februar hatten die Fußballer die Aktion gestartet, das 1548 Kilometer „entfernte“ Ziel zu erlaufen. Um den internen Wettkampfcharakter zu forcieren, wurden die beiden Mannschaften in die Teams Angriff, Mittelfeld und Abwehr geteilt. Am 2. März hatten die Egmatinger bereits „Thessaloniki“ passiert. Der Stand von 1631 Kilometern ist beachtlich.

Noch herausragender aber ist der von der Abteilungsleitung zusätzlich aufgerufene Motivationsfaktor. Jeder Kilometer, den die Fußballer zurücklegten (und noch zurücklegen werden), wurde mit kleineren, mittleren und größeren Cent-Beträgen von immer mehr teilnehmenden Sponsoren honoriert. So kamen bis zum 2. März bereits 5 343,92 Euro zusammen.

Georg Keller: „Tagtäglich kamen neue Unterstützer dazu“

Abteilungsleiter Keller verschlug es beinahe die Sprache angesichts der Zwischenbilanz. „Das hat eine unglaubliche Eigendynamik angenommen“, freute sich der Funktionär, „tagtäglich kamen neue Unterstützer hinzu“. Familiensponsoren, die zahlen, wenn der Sohn 20 Kilometer am Stück absolviert, wenn einer überhaupt mitmacht, oder in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Distanz bewältigt, nichts scheint unmöglich. „Die Konkurrenz zwischen den drei Teams hat einiges befördert“, weiß Keller. Die „Abwehr“ lief bislang 714 Kilometer, das Mittelfeld brachte es auf gut 404, der Angriff auf 370 Kilometer. Sieht ganz danach aus, als würde die Defensive die intern laufende Challenge gewinnen und am Ende vom Letzten bekocht werden, während der Zweitplatzierte den Service wie Servieren und Abwaschen erledigen muss.

Von der ursprünglichen Aussage, „wir laufen so lange, bis wir wieder auf den Platz dürfen“, müssen die Verantwortlichen aber langsam abrücken. „Kann ja keiner ahnen, dass wir so viele Marathonläufer bei uns haben“, freute sich Georg Keller. „Wir müssen jetzt aber auch aufpassen, dass sie es nicht übertreiben und so Verletzungen entstehen.“ Der sportliche Aspekt sei dennoch nicht zu verachten: „Alle haben so viele Kilometer in den Beinen, dass wir uns, wenn’s wieder losgeht, verstärkt auf taktische und spielerische Aspekte kümmern können.“ Grundlagenausdauer sei nun schließlich vorhanden. Vor allen Dingen bei Lucas Esterl, der in der Einzelwertung mit 107 in einer Woche absolvierten Kilometern ganz vorne liegt.

Gesammelte Spenden werden karitativ eingesetzt

Am Montag nächster Woche wollen die Egmatinger bei der Aktion „Fördern und Helfen“, einer Organisation des Landkreises, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Familien und Senioren in Not zu helfen, vorstellig werden. „Vielleicht wissen die ja noch gar nichts von ihrem Glück, dass da eine größere Spendensumme auf sie zukommt.“

Wie lange die Egmatinger noch für die gute Sache laufen werden, hängt entscheiden von den Vorgaben der Politik ab. „Wir werden uns den Entschlüssen anpassen und entsprechend reagieren“, sagt Georg Keller. Eines steht aber schon jetzt fest: Mit dieser Laufchallenge haben die Egmatinger einen Volltreffer gelandet, den so schnell wohl kein Verein im Landkreis toppen dürfte.

Unter www.tsvegmatinggoesthessaloniki.com ist im Internet mehr zur Egmatinger Laufchallenge sowie der aktuelle Stand zu finden.

(Wolfgang Herfort)

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