Sparkassenpokal Rosenheim

TSV Emmering scheitert knapp am Halbfinaleinzug

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Bitteres Ende für den TSV Emmering beim Sparkassencup in Rosenheim. Dem Kreisligist fehlte am Ende ein Tor zum Halbfinaleinzug.

Emmering/Rosenheim – Keine zwei Stunden war das Finalturnier um den Sparkassenpokal alt, da verabschiedeten sich die ersten Zuschauer in grün-weißen Trainingsjacken bereits am Ausgang der Rosenheimer Gabor-Halle von Manuel Sedlmaier. „Erfolgsfans!“, knurrte ihnen Emmerings Pressesprecher scherzhaft hinterher. Dabei war eigentlich weder er selbst noch der restliche etwa 250 bis 300 Stimmen starke TSV-Anhang in den ersten Minuten nach der Gruppenphase, in die das Kreisliga-Team von Trainer Hans Weiß mit breiter Brust gestartet war, zu Späßen aufgelegt.

„Mit dem Verlauf der Zwischenrunde haben wir gemerkt, dass wir Werkzeuge gefunden haben, die funktionieren“, nannte Weiß den 1:0-Erfolg über Bezirksligist Bad Endorf als eine Art „Klick-Moment“, wo man bereits mit dem Rücken zur Wand stand. „Wir haben in diesem Spiel keinen Torschuss zugelassen, das beflügelt.“

Diesen Aufwind schien Emmering auch ins Eröffnungsspiel der Endrunde am Freitagabend gegen den FC BiH Rosenheim mitgenommen zu haben. Mit hoher Intensität im Zweikampfverhalten sowie in der Laufarbeit, die Weiß zuvor als Emmeringer Erfolgsrezept ausgemacht hatte, wurden die Techniker des Kreisklassisten zunehmend vor Probleme gestellt. TSV-Torhüter Hans Deinzer musste anfangs zweimal glänzen, doch Alex Robeis erster Warnschuss läutete eine Emmeringer Drangphase ein (9.).

„Weiter intensiv halten!“, forderte Weiß von der Bande aus und seine Jungs folgten. Youngster Thomas Leykam vergab die bis dahin verdiente Führung (14.) – und war 15 Sekunden vor Spielende nach einem Rosenheimer Konter und deren 1:0-Siegtreffer genauso geschockt wie der Rest seines Teams.

20 Minuten später war der Frust verarbeitet, und Bad Endorf wurde wie in der Zwischenrunde mit 1:0 besiegt. Allerdings setzte der goldene Schuss von Alex Robeis schnell Patina an. Speziell der vergebenen 2:1-Überzahlsituation gegen Endorfs Keeper kurz vor der Schlusssirene, sollte später noch gewaltig nachgetrauert werden.

Bis Mitte des letzten Gruppenspiels zwischen BiH Rosenheim und Bad Endorf war die Stimmung im größten Fanblock der Halle aber gelöst. Rosenheim führte souverän mit 2:0, Emmering wähnte sich bereits im Halbfinale. Aus dem Nichts gelang dem spielerisch schwächsten Team in dieser Dreiergruppe binnen zwei Minuten der Ausgleich. Der zweiten Emmeringer Schockstarre auf der Tribüne an diesem Abend folgten fieberhafte Rechnereien. „Alles gut, noch sind wir im Halbfinale“, so der Tenor.

Das änderte sich beim Kreisligisten aus dem südöstlichen Kreis Ebersberg schlagartig mit dem 3:2-Siegtor für Endorf. Alle drei Teams lagen nun nach Punkten und Tordifferenz gleichauf, sodass Emmering die schwächste Torausbeute zum Verhängnis wurde. „Hoffentlich ist das für die nächsten Jahre eine Lehre für uns“, haderte Hans Weiß speziell mit dem Duell gegen Bad Endorf. „Dass das Torverhältnis bei diesem Modus immer Gold wert ist, muss ich eigentlich keinem sagen müssen. Andererseits können wir nicht in ein Spiel gegen Endorf gehen und von einem Zwei-Tore-Unterschied ausgehen. Trotzdem ist das jetzt schon traurig.“ Während der Abend für ein paar wenige TSV-Anhänger gelaufen war, musste in beiden Vorrundengruppen der Erstplatzierte im Neunmeterschießen ermittelt werden.

Dass die Emmeringer bei dieser ausgeglichenen Leistungsdichte fußballerisch nichts im Spiel um Platz fünf verloren hatten, wurde beim 5:1-Abschlusserfolg über den TuS Bad Aibling überdeutlich. „Schon wie die Jungs aufs Feld gegangen sind, auch bei den Reaktionen auf der Bank nach den Toren, habe ich gemerkt, wie enttäuscht sie noch waren. Gerade weil hier nach unserem zweiten Spiel einfach mehr möglich gewesen wäre“, schilderte Coach Weiß seine Banden-Eindrücke bei den Treffern von Josef Niedermaier (3.), Christian Breu (6.), Christof Kirchlechner (11.), Alex Robeis (11.) sowie Anton Voglsinger (14.). „Da haben wir uns nochmal mit einem ordentlichen Abschluss gut verkauft, aber die Enttäuschung wird schon noch eine Woche in den Klamotten hängen.“

In einem unspektakulären Endspiel setzte sich der TuS Prien auf den letzten Drücker mit 1:0 gegen Emmerings Partnerverein SV Ostermünchen durch.

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