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Der TSV Emmering spielte sich in die Finalrunde des Sprakassenpokals.

Sparkassenpokal Rosenheim

TSV Emmering macht dem TSV 1860 Rosenheim Konkurrenz

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Insgesamt 39 Mannschaften, von der C-Klasse bis zur Regionalliga, waren kurz vor Weihnachten in der Gruppenphase an den Start gegangen.

Nur sechs Teams schafften über die Zwischenrunde den Sprung ins heutige Finalturnier, darunter der Kreisliga-Aufsteiger TSV Emmering.

Für die vielzitierten „Hallenexperten“ ist selbst die dritte Finalteilnahme in den letzten vier Jahren „immer noch keine Selbstverständlichkeit“, wie Trainer Christian Kramlinger beteuert. „Auch die kleinen Mannschaften spielen richtig guten Hallenfußball. Wenn wir aber schon dabei sind, wollen wir auch mindestens bis ins Halbfinale kommen.“

Dazu müssten die Emmeringer in der Kreisliga-internen Dreiergruppe entweder den TuS Raubling oder den SV Ostermünchen hinter sich lassen.

„Im Feld haben wir gegen beide Unentschieden gespielt, in der Halle habe ich aber von Raubling kein Spiel gesehen, Ostermünchen spielt technisch sehr stark. Wir können beide schlagen“, lautet Kramlingers knappe Gegneranalyse.

Zwei Siege, und sein Team würde im Semifinale vermutlich dem Titelverteidiger und haushohen Favoriten TSV 1860 Rosenheim aus dem Weg gehen, der es in der Parallelgruppe mit dem TSV Bad Endorf (Bezirksliga) und SV Westerndorf (Kreisliga) zu tun bekommt. Zwar nehme der Regionalligist hin und wieder für ein paar Minuten das Tempo aus seinem Spiel - „da sind die aber natürlich schon vorne und können jederzeit wieder hochschalten“, sagt Kramlinger anerkennend über seinen Ex-Klub, den „eigentlichen Hallenspezialisten“. Um diesem Kaliber im Fall der Fälle Paroli bieten zu können, bräuchte die Emmeringer Defensive, um den in der Zwischenrunde zum besten Keeper seiner Gruppe ausgezeichneten Hans Deinzer, schon „einen Glanztag“.

An der grundlegenden Spielausrichtung will Kramlinger aber nichts ändern: „Ohne Foul spielen, die Leute ablaufen, Situationen frühzeitig erkennen, Pässe abfangen und dann schnell umschalten und nachrücken.“

Bloß nicht verstecken. Das wollte sich vergangenen Samstag Marinus Riedl dafür wohl umso mehr, nachdem der Emmeringer Aufbauspieler in der dramatischen Partie gegen Westerndorf mit Rot des Parketts verwiesen worden war. Am Montagabend wurde entschieden, dass Riedl wegen seiner vermeintlichen Tätlichkeit sieben Tage gesperrt wird, die heutige Endrunde inklusive.

Daran änderte auch die von Emmering eingereichte Gegendarstellung nichts.

„Für mich immer noch eine Fehlentscheidung, aber wir müssen das akzeptieren“, hat Kramlinger nun gleich doppelt nachnominiert. Daniel Anemüller und Simon Riedl werden den eingespielten Kader ergänzen, während Marinus Riedl im erwartbar großen TSV-Fanblock in der Rosenheimer Gabor-Halle mitfiebern muss. Auf den lautstarken „Sechsten Mann“ können sich Kramlinger und die Seinen bei jeder Witterung verlassen. „Nur Schnee kann die Emmeringer von der Halle nicht abhalten. Da muss schon die Welt untergehen.“

Um nicht nur auf dem Parkett eine gute Figur abzugeben, sondern auch optisch Eindruck zu machen, hat Vorstandsmitglied Manuel Sedlmaier die Emmeringer Fans dazu aufgerufen, möglichst alle in grün-gewandet zu erscheinen. Damit wolle man die gewohnt lautstarke Unterstützung auch nach außen sichtbar machen.

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