Das tat weh: Aßlings Sandra Funkenhauser musste in der Partie schon früh einiges einstecken, schoss aber dennoch sieben Tore.
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Das tat weh: Aßlings Sandra Funkenhauser musste in der Partie schon früh einiges einstecken, schoss aber dennoch sieben Tore.

Aßlinger Fußballdamen gewinnen 7:3 gegen Neubeuern

Funkenhauser-Festspiele: Sieben Tore - davon zwei direkt verwandelte Ecken

  • vonOlaf Heid
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Mit sieben Treffern war Sandra Funkenhauser die alles überragende Hauptdarstellerin beim Sieg der Frauen des TSV Aßling gegen den TSV Neubeuern.

Aßling – Nun ja, der Re-Start der Aßlinger Fußballerinnen lässt sich durchaus als geglückt bezeichnen. Im Bezirksliga-Heimspiel gegen den TSV Neubeuern landete die Mannschaft um Trainer Laszlo Ziegler einen 7:3 (6:1)-Erfolg. „Das Spiel war einfach gut“, lobte der Coach. „Wir haben uns in den Zweikämpfen im Vergleich zu den letzten Spielen stark gesteigert, und vor dem Tor hatten wir auch den Fußball-Gott auf unserer Seite“, so Ziegler lachend.

„Bei ihr war jeder Schuss drin“

Kein Wunder, dass er guter Laune war. Schließlich hatte er mit Sandra Funkenhauser die überragende Torschützin auf seiner Seite. „Bei ihr war jeder Schuss drin“, schüttelte Ziegler ungläubig den Kopf: „Das waren zum Teil extrem schwierige Situationen, die eigentlich nur im Spiel klappen. Wenn ich zu ihr im Training sag’, mach das, dann funktioniert das nicht.“ Die Toptorjägerin des Landkreises (bislang 23 Treffer in elf Spielen!) war an diesem Nachmittag einfach nicht zu stoppen – selbst ein hartes Foul in der ersten Minute steckte sie weg und lieferte bis zur 35. Minute einen doppelten, lupenreinen Hattrick ab (1./5./9. + 14./17./35.). Die Kuriosität dabei: Die Treffer der 29-Jährigen zum 3:0 und 5:0 waren sogar direkt verwandelte Eckbälle.

„Wenn es so weitergehen würde, wäre ich froh“, musste der Coach hinterher selber schmunzeln. „Das wird es aber nicht.“ Den Beweis lieferte Neubeuern ab. Der Tabellenfünfte reagierte in der Trinkpause, stellte um und verlangsamte das Geschehen. Die Gastgeberinnen hatten aber weiterhin alles sicher im Griff.

„Gegentore nerven ein bisschen, da es auch Fehlverhalten von unserer Seite war“

Nach der Pause zollten die Aßlingerinnen dem hohen Tempo Tribut, ließen den Gästen auch mehr Freiheiten, die diese zu ein bisschen Ergebniskosmetik nutzten. Mehr sprang beim Funkenhauser-Festival (7:2/64.) nicht heraus. „Die Gegentore nerven zwar ein bisschen, da es auch Fehlverhalten von unserer Seite war“, gab TSV-Coach Ziegler zu. „Die müssen wir unbedingt abstellen.“

Weil der bisherige Tabellenführer TV Altötting spielfrei war, nutzte die Ziegler-Elf die Gunst der Stunde und sprang am letzten Spieltag der Hinrunde auf den Platz an der Sonne. Die nächste Aufgabe sollte auch zu bewältigen und die Spitze leicht zu verteidigen sein. Aßlings Frauenteam empfängt am kommenden Samstag, 26. September (Anstoß 15.30 Uhr), die SG Otterfing/Holzkirchen, einen Abstiegskandidaten.

Aßling: Brandmüller, Höher, M. Krecik, St. Huber, Wenzke, Funkenhauser, Wimmer, Gründler, Resch, Limberger, Rinser; Geißinger, Beck.

(OLAF HEID)

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