Musste notgedrungen bei seinem TSV Oberpframmern ins Tor: Abteilungsleiter und Stürmer Benedikt Fürst (rot).
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Musste notgedrungen bei seinem TSV Oberpframmern ins Tor: Abteilungsleiter und Stürmer Benedikt Fürst (rot).

„Dafür habe ich das 1:5 mit dem Hintern vereitelt“

TSV Oberpframmern: Aushilfskeeper Fürst macht „leider nur eigene Leute nervös“

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
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Abteilungsleiter, Stürmer und jetzt Aushilfskeeper. Benedikt Fürst musste beim TSV Oberpframmern gegen den SV Untermenzing ins Tor, mit mäßigem Erfolg.

Oberpframmern – Obwohl der TSV Oberpframmern mit Mühe und Not eine Elf zusammen bekam – Abteilungsleiter und Stürmer Benedikt Fürst musste zwischen die Pfosten – bot der Fußball-Kreisligist im Test gegen den SV Untermenzing eine sehenswerte Partie. „Das war richtig kurzweilig“, lobte Pframmerns Spielertrainer Manu Lutz die beiden Mannschaften: „90 Minuten ein Genuss. Das hätte auch 8:8 ausgehen können.“ Es wurde aber immerhin noch ein torreiches 4:4.

Manu Lutz: Fürsts Torwart-Premiere „von der Konzentration her ein wenig schwierig“

Resultierte das 0:1 aus einem Elfmeter (15.), so hatte der Pframmerner Notnagel-Keeper bei einem Freistoß „die Mauer wohl neben das Tor platziert“ (44.), wie Lutz frotzelte. Zwischendurch hatte Mathias Niedermaier zum 1:1 getroffen (24.). „Beim 1:3 (51.) habe ich schlecht ausgesehen“, bekannte Fürst, „und beim 1:4 (72.) sind sie zu zweit auf mich zugekommen. Dafür habe ich das 1:5 mit dem Hintern vereitelt.“

Dass das Spiel auch Spaß brachte, ließ das Resümee von Manu Lutz erkennen. Er nannte die Torwart-Premiere seines Abteilungschefs „von der Konzentration her ein wenig schwierig“. Seine Erklärung: „Er hat hinten alle nervös gemacht, aber leider nicht den Gegner, sondern nur die eigenen Leute.“

TSV Oberpframmern: „Toll rausgespielte Tore“ ermöglichen 4:4

Trotz Personalnot gaben die Pframmerner in den letzten Minuten nochmal Vollgas. Das 2:4 durch Felix Kronester (86.) machte Kräfte frei. „Da hat man gespürt, dass alle gemerkt haben, da geht noch was.“ In den finalen zehn Minuten ließen die Gastgeber „toll rausgespielte Tore folgen“, die zu einem nicht mehr für möglich gehaltenes 4:4-Remis durch Florian Köster (87.) und Daniel Esterl (90+1) führten. Coach Lutz meinte: „Das war auch dank der starken Münchner Leistung ein Spiel, das Zuschauer verdient gehabt hätte.“ (WOLFGANG HERFORT)

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