Während es für den Landkreisfußball Corona-bedingt eher düster aussieht, strebt der TSV Poing eine Wiederbelebung seiner Frauenabteilung an. 
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Während es für den Landkreisfußball Corona-bedingt eher düster aussieht, strebt der TSV Poing eine Wiederbelebung seiner Frauenabteilung an. 

Fußballerinnen wollen an Goldene Zeiten anknüpfen

TSV Poing: Talent ist da,Routine fehlt

  • Wolfgang Herfort
    vonWolfgang Herfort
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Der TSV Poing möchte in der nächsten Saison wieder eine Damenmannschaft an den Start bringen. Vorbild soll die ehemalige Landesligamannschaft sein.

Poing – Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass der TSV Poing die Nummer eins in Sachen Frauenfußball im Münchner Osten war. Ganz in Vergessenheit ist die damalige Landesligazeit (2009 bis 2011) aber nicht. Und obwohl es um den Frauenfußball in Poing eher still geworden ist und die Corona-Pandemie nicht gerade zu einer euphorischen Aufbruchstimmung Anlass gibt, rührt sich wieder etwas auf den Plätzen der Wachstumsgemeinde. Angestoßen von der Poinger Allzweckwaffe in Sachen Fußball, Abteilungsleiter Ludwig „Lucky“ Auer, will man nun versuchen, an die früheren „Goldenen Zeiten“ anzuknüpfen und wieder im Frauenfußball zu einer beachteten Nummer zu werden.

Die Poinger wollen für die neue Punktrunde wieder ein Damen-Fußballteam an den Start bringen. Ein engagierter Trainer dafür wurde bereits gefunden: Joachim Schimkus, der bislang die B-Juniorinnen des Vereins betreute. Ein Großteil des Teams wird ihn nun in den Damenbereich begleiten.

Vor rund vier Jahren fing der frühere Bezirksoberliga- (TSV Forstenried) und Landesligaspieler (SpVgg Feldmoching), der von sich selber sagt, ein „Fußballnarr durch und durch“ zu sein, an, sein Wissen und Können in Poing als Trainer einzubringen. Nun will er mit einer Frauenmannschaft „von ganz unten“ anfangen. Nicht nur mit engagierten und „mehreren sehr talentierten Spielerinnen“, sondern auch mit einigen ehemaligen Poingerinnen. „Ein paar verloren gegangene Töchter haben wir

TSV Poing: „Verlorene Töchter“ zurückgeholt

zurückholen und für unser Vorhaben begeistern können“, sagt Schimkus.

Zwar wolle man im Punktspielbetrieb so gut es eben geht bestehen, „aber der Spaß muss gerade am Anfang im Vordergrund stehen“. Zumal das Gros der Mannschaft nur Kleinfelderfahrung mitbringt. „Da wäre eine erfahrene Führungsspielerin nicht schlecht“, weiß der Poinger Coach, der zwar keinen Trainerschein vorweisen kann, aber „alles aus bestem Wissen und Gewissen“ macht und vor allen Dingen „immer lernbereits“ ist

Nicht nur bei der Idee einer Reaktivierung des Poinger Frauenfußballs, sondern auch mit dem ausgewählten Zeitpunkt, seien er und Ludwig Auer einer Meinung gewesen. „In der Phase, in der sich wegen Corona nichts in Sachen Fußball rührt, wollten wir bewusst einen Denkanstoß bei der einen oder anderen geben, vielleicht etwas Neues zu wagen, wenn es wieder losgeht.“

Derzeit zähle der Kader zwar rund 20 Spielerinnen, doch darunter seien junge Mädchen bis Jahrgang 2007. „Und man weiß ja nie, wie es beim BFV mit der Jahrgangsbegrenzung weitergeht“, so Schimkus. „Wir brauchen Verstärkung“, weiß der Poinger Coach, wenn der Neuanfang erfolgreich sein soll. Gesucht werden nun Fußballerinnen ab 16 Jahre, von unerfahren bis fußballaffin, Die Trainingszeiten sind montags und mittwochs jeweils ab 18.30 Uhr.

Wer mehr zu den Poinger Kickerinnen wissen möchte, meldet sich bei Joachim Schimkus (Telefon: 01 51 - 168 188 52). Auch der Leiter der Fußballabteilung, Lucky Auer, steht gerne Rede und Antwort (01 77 - 874 1490).

(Wolfgang Herfort)

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