Der TSV Steinhöring hat ihm viel zu verdanken. Ehrenvorsitzender Gerhard Riedl starb am vergangenen Donnerstag.
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Der TSV Steinhöring hat ihm viel zu verdanken. Ehrenvorsitzender Gerhard Riedl starb am vergangenen Donnerstag.

Riedl starb nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren

TSV Steinhöring: Ehrenvorsitzender Gerhard Riedl verstorben

  • vonRedaktion Ebersberg
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Am vergangenen Donnerstag ist der Ehrenvorsitzende des TSV Steinhöring, Gerhard Riedl, verstorben. Der Verein hat ihm viel zu verdanken.

Steinhöring – Die Nachricht vom Tod des Ehrenvorsitzenden Gerhard Riedl hat beim TSV Steinhöring für tiefe Trauer gesorgt. Der Verein hat die herausragende Führungspersönlichkeit seiner Geschichte verloren. Riedl starb am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 73 Jahren.

Anfang der 1960er-Jahre kam der gebürtige Brucker nach Steinhöring, wo er sich bald beim TSV engagierte. Der damalige Vorsitzende Dr. Gerhard Charstny erkannte schnell, welches Juwel dem Verein mit Gerhard Riedl zugewachsen war, ein Mann, der gerade in den Zeiten des Neubaus des Sportgeländes am Bachkramerweg zu einer wertvollen Stütze wurde. Die bauliche Weiterentwicklung des Areals war während seiner Zeit als 1. Vorstand des TSV Steinhöring von März 1977 bis Juni 1989 sein ständiges Anliegen. Schwerpunkt war der weitere Ausbau der Vereinsgaststätte und der Bau der Kegelbahn.

Umbau der Sportanlagen zu Beginn der 1990er-Jahre auf seine Initiative

Seiner Initiative war zu verdanken, dass zu Beginn der 1990er-Jahre ein umfassender Umbau der Sportanlagen mit den Tennisanlagen und dem zweiten Rasenplatz realisiert wurden. Auch beim Bau der Stockbahnen war Riedls Rat gefragt und bei der organisatorischen Einbettung der Stockschützenabteilung in den TSV hat er wichtige Beiträge geliefert.

Alle diese Maßnahmen wurden unter den denkbar ungünstigsten finanziellen Rahmenbedingungen durchgeführt. Nur die einzigartige Fähigkeit von Gerhard Riedl immer wieder Investitionsmittel zu beschaffen und entstandene, teilweise nicht unerhebliche Schulden abzubauen, ermöglichte diese Weiterentwicklung. Für seine Kreativität bei der Beschaffung von Geldmitteln sei beispielhaft erwähnt, dass er früh erkannte, dass man die Anfang der 1960er-Jahre aufkommende und stark wachsende Wanderbewegung durch die Ausrichtung der Wandertage zu einem finanziellen Erfolg für den TSV nutzen konnte. Aber auch die Altpapiersammlung durch den Verein ging auf seine Anregung zurück: „Jede Mark hilft dem Verein.“

Augenmerk galt stets den Vereinsfinanzen

Den Vereinsfinanzen galt stets das Augenmerk des hauptberuflichen Gemeindekämmerers und langjährigen TSV-Kassenprüfers. Selbst wegen eines Pfennigbetrages, konnte er den Kassier Erwin Länger ein halbes Jahr quälen.

Nicht nur den Bauaktivitäten und dem Vereinsleben galt Riedls Engagement, sondern auch die finanzielle Unterstützung des Sportbetriebes war ihm ein großes Anliegen. Immer wieder gelang es ihm, Spender zu gewinnen. Aber er selbst war stets bereit, die sportlichen Aktivitäten mit einem Geldschein zu unterstützen und die Arbeit der Trainer aus eigener Tasche zu honorieren.  

Text: ez

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