Michael Jäger ist Stadionsprecher beim TSV Zorneding.
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Michael Jäger ist Stadionsprecher beim TSV Zorneding.

Stadionsprecher des TSV Zorneding im Interview

Michael Jäger: Sehnsuchtnach Stadion und Stimmung - Vorbild Schneider

  • vonJulian Betzl
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Michale Jäger ist Stadionsprecher beim Kreisklassisten TSV Zorneding. An einem Spieltag leitet er bis zu 130 Zuschauer durch das Spiel.

Zorneding - Bei seinem bis dato letzten Einsatz am Stadionmikrofon wäre Michael Jäger „die Stimme beinahe versagt“, als er im Zornedinger Sportpark an den gerade mit 23 Jahren verstorbenen Spieler und Trainer Manfred Hauser erinnerte. „Das ging tief“, sagt der 54-Jährige, dessen Stadionmikro seit einem halben Jahr stummgeschaltet ist.

Wie würden Sie die Zornedinger Fans begrüßen, wenn heute Heimspieltag wäre?

Kurz und knapp: Herzlich willkommen zurück im Zornedinger Sportpark! Zeit is worn! Was soll man auch sonst sagen?

Wie bleibt ein Stadionsprecher im Training?

Indem man von den Besten lernt. Für mich ist das Stefan Schneider, der gerade nach fast 30 Jahren überraschend beim TSV 1860 München aufgehört hat. Er war einfach immer mit ganzem Herzen dabei: Löwenmähne, Löwenherz! Wir kennen uns schon ein paar Jahre und ich habe ihn kürzlich zufällig in der Stadt im Vorbeigehen getroffen. Aber die Gründe für diesen überraschenden Abschied sind mir nicht ganz klar.

Wie feiern Sie Ihr Comeback am Stadionmikrofon?

Mit ein paar Bier danach (lacht). Währenddessen ist man ja auf seine Arbeit konzentriert. Also damit, die Mannschaft und die vielen Zuschauer bei Laune zu halten. Wir sind ja besonders stolz darauf, dass wir mit durchschnittlich 130 Zuschauern pro Heimspiel mit großem Abstand Spitzenreiter in der Liga sind. Das trägt auch ein bisschen dazu bei, dass wir in der Kreisklasse auf Platz zwei so gut vorne dabei sind.

Das Interview führte Julian Betzl.

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