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TSV Zorneding: Bürgermeister bringt Fass Bier zum Spiel

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Von: Julian Betzl

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Als dribbelstarker Vorlagengeber überzeugte nicht nur Zornedings Cristoph Englmann (am Ball) beim zweiten Sieg im zweiten Kreisliga-Spiel des Aufsteigers.
Als dribbelstarker Vorlagengeber überzeugte nicht nur Zornedings Cristoph Englmann (am Ball) beim zweiten Sieg im zweiten Kreisliga-Spiel des Aufsteigers. Foto: stefan rossmann © stefan rossmann

Um das zum Zerreißen gespannte Nervenkostüm aller Beteiligten, Spieler wie Trainer und Zuschauer, nach dem Abpfiff schnell zu entspannen, kam das Bierfass von Piet Mayr gerade recht.

Zorneding – Zornedings Bürgermeister hatte anlässlich des ersten TSV-Heimauftritts in der neuen Saison seine ausgelobte „Aufstiegsprämie“ in den Sportpark mitgebracht.

„Sieht jedenfalls nach viel aus“, lachte TSV-Cotrainer Florian Heppert seine Unkenntnis über das exakte Fassungsvermögen des Prämien-Fasses weg, das sich die Heimelf durchaus auch für ihren zweiten Sieg im zweiten Kreisligaspiel verdient gehabt hätte.

Mit intensivem Offensivpressing und etlichen Balleroberungen im Mittelfeld ließen die Zornedinger ihre Gäste aus Zamdorf im ersten Durchgang kaum zur Spielentfaltung kommen und erspielten sich ihrerseits eine Handvoll Privatduelle mit dem SVZ-Schlussmann. Lediglich die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor gab es für Heppert und Chefcoach Sascha Bergmann beim auffälligsten Zornedinger Balldieb, Christoph Englmann, und seinen Angriffskollegen zu bemängeln, nachdem Moritz Ziepl das 1:0 nach einem Eckball erzielt hatte (10.).

Dass Englmann offenbar die Rolle des Vorarbeiters der des Torjägers vorzieht, wurde bei Sascha Pollichs 2:0 deutlich (24.). „In der zweiten Halbzeit hat uns dann gerade in der Schlussphase ein bisschen die Luft gefehlt und Zamdorf ist durch seine Umstellungen auch gefährlicher geworden“, kommentierte Heppert den 2:1-Anschlusstreffer (55.). Kurz zuvor hatte Pollich die Vorentscheidung vom Punkt vergeben, was der eingewechselte Matthias Schuster mit seinem ersten Ballkontakt und einem Freistoß-Kunstwerk zum 3:1 vermeintlich nachholte (65.)

„Wie schon gegen Kirchseeon haben wir in den letzten 20 Minuten die Kontrolle abgegeben“, haderte Bergmann auch mit einer Schiedsrichterlinie, die den Sportpark spätestens mit dem 3:2 (78.) in einen Hexenkessel mit Freistoßfeuerwerk hochkochte. „Viel Stückwerk und gefühlt 328 Fouls: Hinten raus war‘s ein echter Arbeitssieg“, musste Heppert selbst am Spielfeldrand kräftig durchschnaufen als der Zornedinger Zittersieg eingetütet und das Beruhigungsfass angezapft war. (Julian Betzl)

Zorneding: Hartl, Grillmayer, Schwürzenbeck, Knöcklein, Lentner, Ziepl, Witaschek, Eberhardt, Pollich, Englmann, Höger; Ullrich, Benkert, Jarosch, Sebgül, Schuster, Bayer, Hilger.

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