+
Niklas Eberhartds Treffer brachte den TSV zwar in die Verlängerung, am Ende standen die Zornedinger aber mit leeren Händen da.

Kraftakt ohne Happyend

Zorneding verliert Elfer-Drama gegen Hajduk und steigt ab

  • schließen

Mehrmals im Laufe der Saison schien der TSV Zorneding praktisch abgestiegen zu sein. Am 18. Spieltag standen gerade einmal sieben Punkte auf der Habenseite, der Rückstand zum Relegationsrang war beträchtlich.

Zorneding – Doch dank eines Zwischenspurts und unglaublichen Kraftakts an den beiden letzten Spieltagen rettete sich der TSV in die Relegation. Dort wartete der Kreisklassenzweite NK Hajduk auf die Mannschaft des scheidenden Trainers Michael Niederlöhner zum finalen Akt. Und dieser endete ganz bitter, Dramatik quasi bis zum letzten Schuss. Nach dem 1:1 im Hinspiel endete auch die Rückpartie mit demselben Ergebnis nach Verlängerung, das Elfmeterschießen brachte die Entscheidung über Klassenerhalt oder Abstieg. Und Hajduk hatte Fortuna und das bessere Ende auf seiner Seite, Zorneding muss nach einem Spieljahr zurück in die Kreisklasse.

„Es tut mir unendlich leid für die Mannschaft. Jetzt liegen wir am Boden, müssen aber wieder aufstehen,“ fasste Niederlöhner die Gemütslage nach dem Spiel zusammen. In diesem hatte der TSV Zorneding die erste Halbzeit „komplett verschlafen.“ Vor allem beim frühen Gegentor zeigte sich Zorneding schlafmützig, die zuvor durch Niederlöhner angesprochene Kopfballstärke von Josip Markanovic nach Standards blieb ohne Gegenwehr, 0:1. Im ersten Durchgang ergaben sich für den Gast vereinzelt Freistoßsituationen, doch entscheidende Gefahr entwickelte der TSV nicht.

Zorneding nach der Pause besseres Team

Dies sollte sich aber in der zweiten Hälfte gewaltig ändern. Niederlöhner ging ins Risiko, brachte auf einen Schlag drei neue Akteure und damit wesentlich mehr Dynamik ins Zornedinger Spiel. „Wir waren jetzt die klar dominierende Mannschaft und haben brutalen Druck aufgebaut,“ freute sich Niederlöhner über die Steigerung und seine früchtetragende Maßnahme. Doch trotz allen Übergewichts musste der Zornedinger Anhang bis zur 73. Minute warten, ehe Niklas Eberhardt die Lederkugel in den Torwinkel zum 1:1-Ausgleich jagte. Völlig verdient, Zorneding wollte mehr. „Zwei bis drei Tore mehr“, waren für den Trainer möglich, doch bis zum Abpfiff der regulären Spielzeit fiel kein Treffer mehr.

Auch in der Verlängerung gab Zorneding die bessere Figur ab, trotz des Kräfteverschleißes mit dem fünften Spiel binnen 14 Tagen. Und musste schließlich in die Elfmeterlotterie. Niederlöhner entschied nicht selbst, sondern fragte seine Akteure durch. Ausgerechnet Schlussmann Maximilan Neu, für den von sich aus auf die Ersatzbank gerückten Etattorhüter Patrick Baueregger zwischen den Zornedinger Pfosten, versemmelte den ersten Strafstoß für den TSV, auch Johannes Bouacha versagten die Nerven. Hajduk vergab nur einmal und entschied das Spiel am Ende mit 5:4 für sich.  arl

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

BfV-Einteilung für Reserven im Kreis Inn/Salzach
Die Vorsitzende des BFV- Kreises Inn/Salzach, Carmen Jutta Gardill, hat die Gruppeneinteilung der B- und C-Klassen im bekanntgegeben. Danach muss die zweite Mannschaft …
BfV-Einteilung für Reserven im Kreis Inn/Salzach
Zum Training in die Allianz Arena
Es gibt Tage, die dürften Nachwuchsfußballern wohl ewig in Erinnerung bleiben. Einen solchen erlebten F 1 und F 2-Juniorenkicker.
Zum Training in die Allianz Arena
Emmerings Gegner stehen fest -Neuanfang beim TSV Aßling
Nach dem verpassten Aufstieg in die Bezirksliga heißt der Punktspielalltag für den TSV Emmering in der Saison 2019/20 wieder Kreisliga. Der TSV Aßling startet nach dem …
Emmerings Gegner stehen fest -Neuanfang beim TSV Aßling
Turnier in der Allianz Arena: Poings Youngster wie die Bayern-Stars
Poing – Diesen Tag werden die acht Poinger Nachwuchskicker des Jahrgangs 2012 wohl so schnell nicht vergessen.
Turnier in der Allianz Arena: Poings Youngster wie die Bayern-Stars

Kommentare