Immer zu Hundert Prozent hinter der Mannschaft. Trainer Ivica Coric vom Bezirksliga-Meister VfB Forstinning
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Immer zu Hundert Prozent hinter der Mannschaft. Trainer Ivica Coric vom Bezirksliga-Meister VfB Forstinning

Coric kündigt Veränderungen an

VfB Forstinning in die Landesliga: „Da ist die Frage, wie viele Mitspieler das mitgehen können“

  • VonSebastian Isbaner
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Das Meisterwerk ist vollbracht. Der VfB Forstinning unter Trainer Ivica Coric ist der Meister der Bezirksliga Ost. Das steht seit dem 3:0 gegen Otterfing fest.

Forstinning - Der VfB hat es geschafft. Mit einem 3:0 Auswärtssieg gegen das Schlusslicht aus Otterfing konnte die Mannschaft von Trainer Ivica Coric die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost einfahren. Die Forstinninger konnten sich letztendlich im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem ESV Freilassing durchsetzen und stehen als direkter Aufsteiger in die Landesliga fest.

„Haben zu Abend gegessen. Danach sind wir zum Flüssigen übergegangen“

Ivica Coric spricht über die Feier nach dem Erfolg in Otterfing.

Der Meistertitel wurde natürlich auch schon gebührend gefeiert. „Wir haben gleich danach gefeiert. Sind dann aus Otterfing zurück nach Forstinning gefahren und haben zu Abend gegessen. Danach sind wir zum Flüssigen übergegangen“ sagt Cheftrainer Ivica Coric. Nächste Woche steht dann die offizielle Meisterfeier nach dem letzte Saisonspiel zuhause gegen Reichertsheim an. Dieser Aufstieg ist bereits Coric‘ zweiter mit dem VfB. Gleich in seiner ersten Saison 2015/2016 schaffte er den Aufstieg in die Bezirksliga. Sieben Jahre später geht es für ihn und den VfB hoch in die Landesliga.

72 Punkte nach 27 Spielen: VfB Forstinning steigt verdient in die Landesliga auf

Und das haben sich die Forstinninger mehr als verdient. Nach 27 Spielen thront der VfB mit 72 Punkten an der Spitze der Bezirksliga Ost. „Wir haben eine überragende Saison gespielt“, sagt Coric. Dass die Entscheidung allerdings bis zum vorletzten Spieltag warten musste, ist auch einem sehr starken Verfolger zu verdanken. „Man muss sagen, dass Freilassing auch eine sehr starke Saison gespielt hat. Das macht es aber nur umso ansehnlicher, was wir leisten mussten, um letztendlich aufzusteigen. Es sind auch schon Mannschaften mit 60 Punkten aufgestiegen“, lobt der VfB-Trainer den Zweitplatzierten aus Freilassing. Diese müssen über die Aufstiegsrelegation den Sprung in die Landesliga versuchen.

Freude über den Landesliga-Aufstieg bei (v.l.): Forstinnings Fußballchef Thomas Herndl, Chefcoach Ivica Coric und Vize-Abteilungsleiter Thomas Schwarz.

Ausschlaggebend war letztendlich sowohl die Offensive, als auch die Defensive des VfB. In beiden Bereichen stellt Forstinning die beste der Liga. Im Angriff glänzte vor allem Bakary Touray. Mit seinem Dreierpack gegen Otterfing zuletzt stellte er seine Torjägerqualitäten erst wieder unter Beweis. „Bakary hat brutal wichtige Tore für uns geschossen. Nicht nur gegen Otterfing, sondern auch gegen Dorfen und in Waldperlach. Wenn man sich auch seine Entwicklung anschaut in dieser Saison, ist das wirklich top“, sagt der Erfolgs-Trainer über seinen Schützling.

VfB Forstinning: Bakary Touray kann sich im letzten Spiel noch die Torjäger-Kanone sichern.

Aber vor allem hebt Ivica Coric die gesamte Mannschaftsleistung hervor. „Die Kollegen haben Bakary natürlich die Bälle auch gut vorgelegt. Da ist immer die ganze Mannschaft beteiligt“, so Coric. Touray steht ein Spiel vor Ende bei 17 Treffern. Einen hinter dem Spitzenduo der Torjägerliste. Die 15 Kästen Erdinger sind also noch im Bereich des möglichen. „Klar schaut man da auch ein bisschen drauf. Würden uns über das Bier nicht beschweren“, scherzt Coric.

Doch auch wenn es nichts mit den 15 Kisten Erdinger wird. Die Saison ist ein voller Erfolg für alle Beteiligten gewesen. Auch wenn das besprochene Ziel vor der Saison nicht direkt „Meisterschaft“ hieß. „Wir hatten nie die Aufgabe, dass wir aufsteigen müssen“, sagte Coric. Doch nach den letzten Jahren war der Wunsch nach dem Aufstieg groß. Nicht zuletzt, da der VfB zweimal nur knapp als Zweitplatzierter scheiterte. Einmal aufgrund der Quotientenregel in der vergangenen Saison.

Ivica Coric fiebert der Landesliga entgegen: „Angst haben wir nicht vor der Herausforderung. Wir freuen uns darauf“.

Ivica Coric trauert den vergangenen Spielzeiten allerdings nicht nach. „Wir hätten damals schon aufsteigen können. Uns hat aber auch oft das Spielglück gefehlt. Auch war die Pandemie nicht einfach. Wir haben es aber geschafft, den positiven Trend mitzunehmen.“ Diesen Trend wollen die Forstinninger auch nächstes Jahr fortsetzen. Dann aber in der Landesliga.

Der Cheftrainer hat sich allerdings noch nicht ausgiebig mit der kommenden Aufgabe befasst. „Jetzt wird erst einmal gefeiert und dann geht‘s in die Pause“, sagte Coric. Lang wird diese aber nicht. Am 19. Juni geht es bereits mit der Vorbereitung für die kommende Spielzeit los. Ziel des VfB ist ganz klar primär der Klassenerhalt. Aber der Aufsteiger will auch spielerisch mithalten in der Landesliga. „Angst haben wir nicht vor der Herausforderung. Wir freuen uns darauf“, sagte der Cheftrainer. Für Coric ist daher aber besonders wichtig, dass „wir auch Ruhe bewahren, wenn es mal Niederlagen gibt. Jetzt waren wir die Saison über auf einer Wolke geschwebt“.

VfB Forstinning: Coric bleibt auch nächstes Jahr Trainer beim VfB.

Auch will der Trainer gleich mit dem Rückenwind aus dieser Saison in die Hinrunde starten. „Wir wollen möglichst früh schon so viele Punkte holen wie möglich“, so die Marschroute von Coric. Dafür wird auch die Kaderplanung entscheidend sein. „Viele Spieler werden mitziehen. Mit Wegfällen müssen wir aber rechnen. Der Aufwand wird in der Landesliga noch einmal mehr. Da ist die Frage, wie viele Mitspieler das auch mitgehen können. Den Kern wollen wir nichtsdestotrotz halten. Natürlich wird es aber Veränderungen und Neuzugänge sowohl qualitativ als auch quantitativ.“, so Coric.

Eins steht schon fest. Ivica Coric wird den VfB auch in der Landesliga betreuen. Ein Ende bei Forstinning ist für den 49-Jährigen nicht in Sicht. „Ich mache das immer von Jahr zu Jahr. So habe ich es auch in Kirchheim und Haching gemacht. Da ist es dann letztendlich auch immer länger gegangen. Wenn es passt, dann passts einfach“, so Coric. (Sebastian Isbaner)

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