Zum vierten Mal ungeschlagen

- Gerbrunn/Markt Schwaben - Durch ein 1:1 (1:1) beim Schlusslicht der Bayernliga TSV Gerbrunn bleibt der FC Falke Markt Schwaben auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen. Die Punkteteilung war gerecht, am Ende aber etwas glücklich aus Sicht der Gäste. Die Falken verschliefen vor 200 Zuschauern am Mühlenweg den Start und lagen 0:1 zurück. In der Schlussphase rettete Falke-Keeper Max Urwantschky einen Zähler, womit Markt Schwaben seine Chancen auf den Klassenerhalt gewahrt hat. Das neue Trainergespann Christian Endlmaier/Martin Lanzinger hat damit nun schon acht Punkte aus fünf Spielen geholt.

"Wir haben hier einen Punkt gewonnen", stellte Falke-Manager Horst Renzl fest. Denn die ersten 20 Minuten verschliefen die Oberbayern völlig. Hätte Urwantschky nicht einige Male großartig gerettet, es wäre 2:0 oder gar 3:0 für die Unterfranken gestanden. So fiel die Führung nach einer Ecke, als die Situation eigentlich schon geklärt schien, aber Martin Wanke den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte und sich Andreas Kalus mit einem Schuss aus 14 Metern bedankte (14.). Zuvor hatte Kalus die Latte getroffen (8.) und der Falke-Schlussmann bravourös den Knaller von Achim Schenk zur Ecke gelenkt (13.).

Die erste Möglichkeit für den Vorjahres-Aufsteiger hatte Libero Andre Wolff (23.). Das war das Signal für die Wende. Der Schuss von Martin Wanke wurde von Gerbrunns Torwart Florian Mader zur Ecke gelenkt (29.), dann behinderten sich nach einer Friesenbichler-Ecke Andreas Michels und Bertsch (32.), und ein Freistoß von Michels aus 17 Metern ging knapp vorbei, weil der Schütze ausrutschte (34.). Dann aber doch der verdiente Lohn. Andreas Schmalz wurde in der Nähe der Eckfahne gefoult, und diesen Freistoß brachte der Kapitän selbst nach innen. In der Mitte flog Bertsch heran und köpfte das Leder wuchtig zum 1:1 in die Maschen (35.). Bertsch drehte ohne großen Jubel sofort ab, als sollte das nur der Anfang gewesen sein.

Die Falken bestimmten auch weiter das Geschehen, kamen aber zu keiner zwingenden Gelegenheit. Unmittelbar vor der Pause hatte dann noch einmal der TSV durch Schenk eine Möglichkeit, die Urwantschky mit einer Abwehr zur Ecke vereitelte. Auch nach dem Wechsel blieb Markt Schwaben spielbestimmend. Gerbrunn wusste sich in der Abwehr gegen den agilen Schweinsteiger nur mit Fouls zu helfen. Drei Gerbrunner sahen im Verlauf der 90 Minuten bei unfairen Aktionen gegen den Falke-Stürmer Gelb.

Es ergaben sich aus dem Spiel und aus Standards Chancen en masse. Wolffs Schuss aus der Distanz wurde eine Beute des Keepers (47.). Als dann Bertsch in der Mitte Volker Lippcke bediente und der aus spitzem Winkel schoss, hatten die Falken den Torschrei auf den Lippen, aber Libero Roman Ginel rettete auf der Linie (51.). Das hätte das 2:1 sein müssen. Wanke (58.), Friesenbichler per Kopf (60.), Michels (64.), Schweinsteiger mit einem Solo (67.) und Schmalz (80.) hatten weitere gute Möglichkeiten, die Führung herauszuschießen. Doch weil das alles verpuffte, versuchte es Gerbrunn noch einmal. Urwantschky musste gegen Sebastian Schneider retten (74.), tat das auch gegen Andreas Loebl (90.) und Christian Betzel (92.).

In der Schlussphase verlor Markt Schwaben noch Bertsch mit Gelb-rot wegen unsportlichen Verhaltens. Aber auch Gerbrunns Ausputzer Ginel kassierte in der Nachspielzeit noch eine Ampelkarte

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