Schwer zu kämpfen im letzten Spiel: Coach Kramlinger.

800 Zuschauer im Aufstiegskrimi gegen Waging

Wunder bleibt aus - Emmering feiert trotzdem große Party

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Dass sich die 1500-Seelengemeinde am Samstag in einem Ausnahmezustand befand, wurde schon beim Erreichen des Ortsschildes deutlich.

Emmering – Um dem Andrang gerecht zu werden, wurde eine Wiese zum Parkplatz umfunktioniert, Ordner halfen bei der Stellplatzsuche, die Feuerwehr lotste die Besucher durch die Straßen hin zur Sportanlage. Der Aufwand war keineswegs übertrieben. Schließlich kamen knapp 800 Zuschauer ins Pfarrbachstadion, um der wohl bedeutendsten Begegnung der 61-jährigen Emmeringer Vereinsgeschichte beizuwohnen.

Organisatorisch zwar erstklassig, hatte man sportlich im ersten Durchgang das Nachsehen gegen engagierte Gäste vom TSV Waging. Emmerings Keeper Andreas Kleingütl musste in der Anfangsphase gleich mehrere gefährliche Situationen entschärfen, bei Bernhard Mühlbachers erfolgreichem Abschluss (26.) aus kurzer Distanz war er allerdings chancenlos.

Dass sich in der zweiten Halbzeit etwas ändern musste, erkannte auch Coach Christian Kramlinger, der zur Pause Max Gressierer und Christian Breu in die Partie brachte. Tatsächlich drückten auf einmal die Gastgeber. Zwei Treffer wären aufgrund der Auswärtstorregel zu diesem Zeitpunkt notwendig gewesen. Als Gressierer nach einer Ecke zum Ausgleich einnickte (56.), kehrte der Glaube zurück. „Emmering, Emmering“-Rufe schallten durch das Stadion. Jeder gewonnene Zweikampf wurde frenetisch bejubelt. Letztlich war den Gastgebern trotz ihrer aufopferungsvollen Spielweise aber kein Erfolgserlebnis vergönnt. Das 1:1 war hinsichtlich des torlosen Remis in Waging zu wenig, um sich für das entscheidende Relegationsspiel zu qualifizieren. Ausgiebig gefeiert wurde danach trotzdem. Denn auch wenn man die Aufstiegsträume nicht verwirklichen konnte, darf der Verein, der vor einem Jahr erst den Sprung in die Kreisliga geschafft hatte, auf eine bemerkenswerte Spielzeit zurückblicken. Als „absolut überragend“ beschrieb Pressesprecher Manuel Sedlmaier im Anschluss die Unterstützung von den Rängen. Sein Dank galt deshalb allen, die das ermöglicht hätten. Den Mithelfern, den Fans und vor allem der Mannschaft. „Klar ist man ein bisschen enttäuscht“, gestand Sedlmaier, erinnerte aber auch daran, dass man zu Saisonbeginn noch den Klassenerhalt als primäres Ziel ausgegeben hatte. Eine weitere Spielzeit in der Kreisliga kann den Emmeringern niemand mehr nehmen. 

Text: Julian Nett

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