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Volle Kraft voraus: Den Powerfußball von Andreas Voglsammer (l. im Zweikampf mit Etienne Amenyido vom Vfl Osnabrück) haben die Fans von Armina Bielefeld vermisst.

Ein Dorfener in der Bundesliga

Andreas Voglsammer: Endlich der erste Bundesliga-Einsatz?

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Nach langer Verletzung fühlt sich der Dorfener Andreas Voglsammer bereit fürs Debüt gegen Bayer Leverkusen.

Dorfen/Bielefeld Erfüllt sich am   Samstag endlich der Traum von Andreas Voglsammer? Mit Arminia Bielefeld ist er heuer in die Bundesliga aufgestiegen. Doch auf sein Debüt musste er erstmal warten. In der Saison-Vorbereitung zog sich der 28-jährige Dorfener einen Haarriss im Mittelfuß zu. Bereits im Januar hatte er wegen einer ähnlichen Verletzung lange pausieren müssen.

Doch wie damals kämpfte sich der Fußballstürmer wieder eisern zurück, absolvierte seine Reha in einem Therapiezentrum in Edling und ist seit drei Wochen wieder im Mannschaftstraining. Voglsammer fühlt sich fit für sein Comeback. Und auch die Arminen dürften froh sein, wenn sie den Power-Fußballer wieder in ihren Reihen haben. Oder wie im besten deutschen Fußball-Podcast Fußball-MML einmal gesagt wurde: „Eine Mannschaft, die einen Andreas Voglsammer in seinen Reihen hat, muss einfach in der Bundesliga spielen.“

Nun gut, am heutigen Samstag geht es um 15.30 Uhr gegen Bayer Leverkusen. Reicht’s schon für einen Einsatz? Wir fragten bei dem Dorfener nach.

Herr Voglsammer, wie geht’s Ihnen?

Mir geht’s super. Ich fühle mich sehr gut und habe auch gar keine Angst mehr, in die Zweikämpfe zu gehen.

Bei wieviel Prozent sind Sie schon?

Das ist schwer zu sagen. Man holt sich die letzten Prozent ja über die Spiele.

Wie stehen Ihre Chancen, gegen Leverkusen in der Startelf zu stehen oder eingewechselt zu werden?

Das kann ich nicht sagen. Es wird sich zeigen, ob mich der Coach mitnimmt. Ob er findet, dass ich schon eine Option bin. Ich habe die vergangenen Wochen im Training Gas gegeben und versucht, etwas anzubieten. Ob das reicht, werden wir dann sehen. Aber es ist natürlich klar, dass ich gern dabei sein und spielen möchte.

Wie stehen generell die Chancen gegen die zurzeit bärenstarken Leverkusener?

Wir haben die Mannschaft analysiert und haben auch Dinge gesehen, in denen unsere Chancen liegen könnten. Das müssen wir bespielen, hinten kompakt stehen und Nadelstiche nach vorn setzten. Dann ist gegen Leverkusen was drin.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Nach dem guten Start gab es ja diese deftige Klatsche – ausgerechnet beim Ex-Team eures Trainers...

Die Stimmung ist gut. Da gibts gar nix. Klar war es Kacke, dass wir so hoch gegen Union verloren und die Wochen zuvor auch nichts geholt haben. Aber wir sind voll fokussiert und gut zuversichtlich, dass wir das hinkriegen.

In den Medien werden Sie jetzt als Hoffnungsträger gehandelt. Ist das eine Belastung für Sie?

Nein, das ist keine Belastung. Ich kann eigentlich nur als Gewinner hervorgehen. Ich komme aus einer schweren Verletzung. Es ist klar, dass ich der Mannschaft helfen will. Aber man muss das schon richtig einordnen. Wenn es nicht läuft, dann ist das der nicht vorhandenen Spielpraxis geschuldet. Aber ich bin guter Dinge, dass ich der Mannschaft helfen kann.

Auf alle Fälle nähert sich nun der Tag Ihres ersten Bundesliga-Spiels. Da steigt schon nochmal die Aufregung, oder?

Ja, die Aufregung ist natürlich schon da, wobei ich ja noch nicht weiß, ob ich dabei bin. Ich will mich also noch nicht zu sehr darauf freuen und dann traurig oder megaenttäuscht sein, wenn es jetzt am Wochenende vielleicht doch noch nicht klappt. Wenn ich dann endgültig weiß, ob ich spielen darf, dann wird die Aufregung nochmal richtig steigen. Aber natürlich freue ich mich riesig, dass ich hoffentlich sehr sehr bald meinen ersten Bundesliga-Einsatz habe. Das ist schon was ganz Besonderes. Vor allem, weil man ja so lange darauf hinarbeitet, in der Bundesliga zu spielen – als Dorfener Bua.

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