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Gnadenloser Knipser: Michael Bauer hat dem TSV Wartenberg zehnmal eingeschenkt.

„Sowas habe ich noch nie geschafft“

Bauer trifft zehnmal für Högersdorf 

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Der 15:1-Erfolg des FC Hörgersdorf 2 gegen den TSV Wartenberg 3 ist an sich schon bemerkenswert. Was aber noch viel beeindruckender ist: Zehn Tore davon hat Michael Bauer erzielt. Und der spielt in der Regel als Verteidiger.

Hörgersdorf – Gut. Man könnte jetzt sagen, es war nur ein C-Klassen-Spiel. Und, dass Michael Bauer eigentlich für die erste Mannschaft des FC Hörgersdorf aufläuft und damit zwei Klassen höher kickt. Doch trotzdem: Der Mann hat zehn Tore in einem Spiel erzielt, was zweifelsohne auch in der C-Klasse eine bemerkenswerte Sache ist. Zugetragen hat sich das Ganze am vergangenen Sonntag beim krachenden 15:1-Heimtriumph der zweiten Mannschaft des FCH gegen die dritte Garnitur des TSV Wartenberg. „Sowas habe ich noch nie geschafft“, sagt der 24-jährige Haidstettener wenig überraschend.

Zehn Tore sind schon eine beeindruckende Hausmarke. So beeindruckend, dass der Schiedsrichter sich gleich mal verzettelt hat. Dem ging es wohl ein bisserl zu schnell. Denn: Jakob Luberstetter vom TSV St. Wolfgang hatte im Spielberichtsbogen nur neun Tore Bauers eingetragen. Das zehnte rechnete er dessen Teamkameraden Johannes Irl an – der hat laut Bauer jedoch nicht drei, sondern nur zwei Tore erzielt. Darauf wird der FCH den Bayerischen Fußballverband noch hinweisen.

Das Ganze ging nicht nur für den Schiedsrichter, sondern auch für den zehnfachen Torschützen zu schnell. Nach dem schönsten seiner Treffer gefragt, muss Bauer schon genau überlegen. „Das schönste Tor war ein Lupfer über den Torwart, und einmal habe ich ihn gebeinert.“ Dann muss er nochmal kurz nachdenken. „Ich glaube, das war das 4:0 und das 5:0.“

Ein lupenreiner Hattrick ist ihm übrigens nicht geglückt. Es sind ja auch dazwischen noch einige Treffer gefallen – neben Irl markierte noch Johannes Wurzer einen Doppelpack. Der letzte verbleibende Treffer ging auf das Konto von Michael Bichlmaier.

Zehnerpacker Bauer muss schmunzeln, wenn er an die Ansage seines Trainers Tobias Huber vor der Partie zurückdenkt: „So viele Tore wie ihr heute schießt, so viele Massen trinkt ihr hinterher auf dem Erdinger Herbstfest“, hatte der Coach gesagt. „Das haben wir nicht einhalten können“, sagt Bauer lachend. Auch der Trainer nicht, denn der habe genauso wie er selbst am Montag schon wieder arbeiten müssen. Das Bier hat Bauer, der Kfz-Mechatroniker ist, natürlich bestens geschmeckt, auch wenn’s nicht gleich 15 Massen waren. Was die Laune zusätzlich anhob: Für die FCH-Zweite war es im dritten Spiel der erste Erfolg. Vorangegangen waren zwei Niederlagen.

Und noch einen Grund zum Feiern hatte speziell Bauer: Für ihn war es das erste Pflichtspiel nach einer dreiwöchigen Verletzungspause. Wegen des aufgrund der Hitzephase harten Untergrunds habe er mit Fersen- und Schienbeinproblemen zu kämpfen gehabt. Und dann dieses torreiche Comeback eines Mannes, der, wenn er fit ist, für die Erste aufläuft und dort eigentlich in der Verteidigung spielt. Seine Berufung in die Offensive hat sich nun bezahlt gemacht. „Keiner hat das glauben können“, sagt Bauer über die Stimmung im Team nach der Partie.

Kommendes Wochenende hat die Erste spielfrei, deswegen könnte Bauer gleich nochmal für die Zweite auf Torejagd gehen. Am Sonntag tritt das Team um 12.30 Uhr bei der SpVgg Eichenkofen 2 an. Ob diese wohl eine Sonderbewachung für ihn aushecken wird? „Ich weiß nicht aber das kann schon sein“, meint Bauer schmunzelnd.

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