Den Zug zum Tor, den hier Thomas Auerweck bei seinem 3:0 in Aschheim zeigte, hat Trainer Christoph Ball zuletzt in Waldperlach vermisst.
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Den Zug zum Tor, den hier Thomas Auerweck bei seinem 3:0 in Aschheim zeigte, hat Trainer Christoph Ball zuletzt in Waldperlach vermisst.

Tabellenzweiter empfängt Tabellenschlusslicht

Wird FC Moosinning seiner Favoritenrolle gegen Schlusslicht SC Baldham-Vaterstetten gerecht?

  • VonRedaktion Erding
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Der FC Moosinning empfängt am Samstag Mittag den SC Baldham-Vaterstetten. Die Rollenverteilung dürfte klar verteilt sein. Doch der FC sollte gewarnt sein.

Moosinning – Wenn der FC Moosinning als Tabellenzweiter das Tabellenschlusslicht SC Baldham-Vaterstetten empfängt, sollte man meinen, die Frage nach Favorit und Außenseiter wäre beantwortet. Wenn da nicht der vergangene Spieltag wäre. Da hat der SCBV in Unterzahl einen 0:3-Rückstand gegen Saaldorf wettgemacht. Der FCM schrammte dagegen in Waldperlach an einer Niederlage vorbei, erst durch ein Eigentor der Hausherren zum 2:2 wurde Punkt noch gerettet.

FCM-Coach Christoph Ball war auch am Donnerstag vor dem Abschlusstraining noch ziemlich grantig. „Ich habe mir alle versiebten Großchancen zusammengeschrieben und werde dies meiner Truppe heute nochmal vor Augen führen“, wetterte er los. „Elf waren es, inklusive eines nicht gegebenen Treffers“. Dennoch hat der FCM in neun Partien mit 24 Treffern den Ligaspitzenwert. Aber auf der anderen Seite haben die Gelb-Schwarzen auch schon 14 Gegentreffer kassiert – das ist der schlechteste Wert der ersten Fünf der Tabelle. „Weil wir uns auch immer wieder überlaufen lassen“, grantelt Ball.

In Waldperlach stand der 40-jährige Coach erstmals selbst über die volle Spielzeit auf dem Platz. Personell ändert sich bei den Moosinningern nicht viel zum Besseren. Christian Reiser hat seine Rot-Sperre abgesessen, aber zu den vielen Ausfällen kommt womöglich Bastian Lanzinger dazu.

Adrian Joszt und das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein FC Moosinning

Adrian Joszt ist Anfang August von Moosinning nach Baldham gewechselt. Ausgebildet in Unterhaching und Ismaning, dort als U 19-Spieler in der Landesliga und später sporadisch in der Bayernliga im Einsatz, folgte er 2018 „seinem Förderer Xhevat Muriqi nach Moosinning“. Für einen Stammplatz reichte es nie. Ist der FCM-Kader so stark besetzt? „Es lag mehr daran, dass ich nie richtig heimisch geworden oder angekommen bin“, meint der 24-Jährige. „In der ersten Saison 2018/19 in der Landesliga bin ich für die Frühjahrsrunde zu Austria Salzburg, die wollten mich früher schon mal.“ Der Fußball wurde dann erst einmal zweitrangig erzählt er, „als meine Mutter schwer erkrankte und nach eineinhalb Jahren starb“. In Baldham fühlt sich Joszt sehr wohl, „ich wohne im zehn Minuten entfernten Parsdorf“.

Er macht kein Geheimnis daraus, „dass das Spiel am Samstag schon was Besonderes, die Motivation nochmal eine ganz andere ist und der letzte Spieltag gezeigt hat, dass alles möglich ist“. Da lagen die Baldhamer nämlich gegen den Tabellendritten Saaldorf bis eine Viertelstunde vor Schluss 0:3 zurück, sicherten sich aber in einem furiosen Endspurt mit Treffern in der 75. , 91. und 92. Minute noch einen unerwarteten Punkt. Das dürfte dem Schlusslicht sicherlich Auftrieb geben – und die Moosinninger dürften gewarnt sein. (HELMUT FINDELSBERGER)

Tipp: 2:1 für Moosinning

FCM-Kader:

Strunk, (D. Auerweck); Volkmar, Lanzinger (?), Bartl, Jakob, Th. Auerweck, Saßmann, Schmid, Haas, Werndl, Stauf, A. Auerweck, Reiser, Kollmannsberger, Treffler, C. Ball.

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