Die Vereine zögern noch das Training wieder aufzunehmen.
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Die Vereine zögern noch das Training wieder aufzunehmen.

Viele ungeklärte Fragen

Trainingsstart: Der Nachwuchsfußball zögert noch

  • vonAndreas Heilmaier - freier Mitarbeiter
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Viele Fragen bezüglich der Wiederaufnahme des Trainings sind noch nicht eindeutig geklärt. Der BFV möchte seine Vereine unterstützen, indem er die Politik miteinbezieht.

Landkreis– Regen Zuspruch fand die Infoveranstaltung von Stefan Erl, Kreisjugendleiter des Fußballkreises Donau/Isar: 83 Prozent aller Vereine aus den Kreisen Freising, Erding, Ingolstadt und Pfaffenhofen nahmen daran teil.

Ein zentrales Thema war die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs, die viele Fragezeichen mit sich bringt. Zwar könnte der Jugendfußball im Landkreis Freising angesichts der aktuellen Inzidenz grundsätzlich in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren starten, doch es fehlen noch viele Detailinformationen: Gilt die Teilnehmerbeschränkung für die gesamte Anlage oder für einen einzelnen Platz? Werden die Trainer bei dieser Anzahl angerechnet?

Trainingsstart: Fragen über Fragen

Ob die festgelegten Inzidenzzahlen auf den jeweiligen Trainingsort oder auf den Wohnort der Teilnehmer Bezug nehmen, konnte von den Clubs bis zur Veranstaltung ebenfalls noch nicht geklärt werden. Unter der Voraussetzung, dass sich die Zahlen innerhalb der nächsten 14 Tage nicht über 100 – darüber muss der Sportbetrieb ohnehin wieder eingestellt werden – erhöhen, ist ab 22. März der nächste Öffnungsschritt im Sportbetrieb geplant, der jedoch den Vereinen mit Tests aller Teilnehmer abermals eine Verpflichtung abverlangt. Zu klären wäre etwa, wer für die Einhaltung dieser Regel verantwortlich ist. Sollte die Verpflichtung beim Verein liegen, würde das natürlich ein weiterer Risikofaktor.

BFV: Fragenkatalog soll von der Politik beantwortet werden

Allerdings will der Bayerische Fußball-Verband (BFV) seine Mitgliedsverbände dahingehend unterstützen und hat einen Fragenkatalog erstellt, der nun von der Politik zu beantworten ist. „Die Landesregierung darf unsere Vereine nicht im Regen stehen lassen. Es bedarf klarer und unmissverständlicher Anweisungen, in welcher Art und Weise das Training wieder aufgenommen werden darf“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch.

Bezirksjuniorenleiter Joachim Fuchs ergänzt, dass dafür das Innenministerium zuständig sei, aber eng mit dem Gesundheitsministerium zusammenarbeite. „Dieses Ressort will, was auch vernünftig ist, die größtmögliche Sicherheit. Dabei wählt man im Regelfall den vorsichtigen Weg, sodass viele der offenen Fragen wohl vorwiegend eher im Sinne die Risikominimierung beantwortet werden und weitere Lockerungen, die über die bisher bereits veröffentlichten hinausgehen, jetzt nicht zu erwarten sind“, stellt Fuchs fest.

BFV-Präsident Koch nur bedingt optimistisch

Koch hatte sich mehr Erleichterungen erhofft und äußert sich nur bedingt optimistisch: „Auch wenn der Ball nicht mal im Ansatz wieder so rollen kann, wie wir uns das wünschen, sind wir jetzt in der Lage, die ersten, wenngleich überraschenderweise kleinen Schritte zu machen.“ Unabhängig davon hoffen die Nachwuchsfußballer nun auf zeitnahe Infos, um zumindest ein Stück näher hin zur Normalität zu kommen.  

(Andreas Heilmaier)

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