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50 Jahre Aspis Taufkirchen: „Riesenspektakel für unseren kleinen Verein“

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Von: Tobias Fischbeck

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Kein Durchkommen für Buchbachs Sammy Ammari (in Weiß) gegen Andreas Giglberger (l.) und Julian Kersting.
Kein Durchkommen für Sammy Ammari (in Weiß) gegen Andreas Giglberger (l.) und Julian Kersting. Am Vormittag noch trainiert Blitzturnier am Samstag © Dominik Findelsberger

Genauso hatten sich die Verantwortlichen von Aspis Taufkirchen den Beginn der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum vorgestellt.

Taufkirchen – Knapp 200 Zuschauer kamen beim Duell des Regionalligisten Buchbach mit dem Bayernligisten Hallbergmoos bei acht Toren voll auf ihre Kosten. Der favorisierte TSV, der in zwei Wochen die Saison gegen Unterhaching eröffnen wird, setzte sich 5:3 durch. Warum das hochklassige Spiel auf dem Aspis-Gelände stattfand, hatte einen kuriosen Grund.

Es war ein heißer Sommertag Anfang Juli 2012, als der damalige DFB-Schiedsrichter Karl Valentin einen entspannten Nachmittag im Waldbad verbringen wollte. Bis das Handy des heutigen Sportlichen Leiters von Aspis klingelte. Am anderen Ende der Leitung war Buchbach-Macher Anton Bobenstetter. Der Regionalligist testete gegen den FC Alanja Wladiwostok, der damals in der höchsten russischen Liga spielte. „400 Zuschauer waren im Stadion, die Mannschaften wärmten sich auf, und ein etwas nervöser Bobenstetter sagte mir, dass zwar zwei Schiedsrichter-Assistenten gekommen seien, aber der Schiedsrichter fehle. Er fragte: ,Karl, kannst Du pfeifen? Ich kann die Zuschauer und den Gegner ja nicht wieder heim schicken.‘“ Valentin sagte spontan zu und war fünf Minuten vor Spielbeginn da. Buchbach musste sich dem russischen Meister von 1995 unter Valentins Leitung damals 0:2 geschlagen geben. Nun hatte Buchbach quasi was zurückzugeben. Valentin fragte bei Bobenstetter an, ob man nun die Partie anlässlich des Aspis-Jubiläums von Buchbach nach Taufkirchen verlegen könnte.

Dass der Viertligist in Hälfte eins große Probleme mit dem Bayernligisten hatte, lag aber nicht am Platz in Taufkirchen, der fast bundesliga-tauglich hergerichtet war. Und so ging der VfB folgerichtig nach 16 Minuten durch das Tor von Christopher Mömkes in Führung. Müden Buchbachern, die morgens noch trainiert hatten, fehlten die Mittel. Zur Halbzeit wurde der Regionalligist von einer Kabinenpredigt des unzufriedenen Trainers Andreas Bichlmaier wachgerüttelt.

Tobias Sztaf nutzte in der 48. Minute ein Missverständnis zwischen dem eingewechselten VfB-Keeper Dario Pavlovic und dessen Vorderleuten zum Ausgleich. Der eingewechselte Manuel Mattera traf für die nun völlig anders auftretenden Buchbacher nach 53 Minuten zum 2:1, wobei der VfB-Neuzugang im Kasten erneut keinen guten Eindruck machte. Nur Augenblicke später traf erneut Mattera zum 3:1. Vor dem 4:1 von Benedikt Orth (79.) hatte das Unparteiischengespann um Regionalliga-Schiedsrichter Tobias Wittmann eine klare und aktive Abseitsstellung eines Buchbachers übersehen. Vielleicht ging den Offiziellen noch der über den Platz geflitzte Hund durch den Kopf. Die Schlussphase verpennte Buchbach wieder. David Küttner (82.) und Werner (85.) bestraften Nachlässigkeiten in der TSV-Defensive. Für das 5:3 sorgte Buchbachs Sassmann (87.) durch seinen stark abgefälschten Schuss von außerhalb des Strafraums.

„Wir sind am Anfang schwer rein gekommen und haben es uns unnötig schwer gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir dann im Spielaufbau umgestellt und das Tempo besser ins Spiel gebracht. Dann sind wir auch verdient so weit in Führung gegangen. Die Gegentore waren allesamt selbst verschuldet“, sagte Buchbachs Coach Bichlmaier. Viele gute Dinge zog VfB-Spielertrainer Matthias Strohmaier aus dem Spiel: „In der ersten Halbzeit hat man gut gesehen, wo wir hin wollen. Da konnten wir sehr zufrieden sein.“ Buchbachs Sportlicher Leiter Anton Bobenstetter zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Test: „Wir freuen uns immer wieder, wenn wir zu Aspis kommen. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Taufkirchenern, Karl Valentin und seiner Crew.“

„Für unseren kleinen Verein war es ein Riesenspektakel. Das macht uns wirklich stolz“, bilanzierte Aspis-Vorsitzender Anastasios Parapanis. Am Samstag geht’s im Rahmen eines Blitz-Turniers weiter mit den Feierlichkeiten. Um 14 Uhr treffen der SC Moosen und der FSV Steinkirchen aufeinander. Um 15 Uhr spielt Aspis gegen den FC Hohenpolding. Es folgen um 16 Uhr das Spiel um Platz drei sowie um 17 Uhr das Finale. Alle Spiele dauern jeweils 45 Minuten.

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