SC Baldham-Vaterstetten gegen FC Moosinning
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Helmut Lucksch gibt seine Anweisungen in Moosinning anstatt in Italien. 

Keine Reise nach Italien

Corona-Virus: Training dahoam für Moosinning und St. Wolfgang

  • Dieter Priglmeir
    vonDieter Priglmeir
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Erding – Das Corona-Virus bringt auch Erdinger Fußballvereine ins Schwitzen. Sowohl der FC Moosinning als auch der TSV St. Wolfgang haben ihre Trainingslager, die in Italien stattfinden sollten, abgesagt.

Der SV Walpertskirchen wird zwar wie geplant in sein Camp fahren, weil dies im tschechischen Marienbad stattfindet. Aber auch auf den Kreisklassist wirkt sich das Virus aus.

„Ein Spieler von uns war beruflich in Mailand“, erzählt Walpertskirchens Trainer Sepp Heilmeier. Er sei zwar schon getestet und auch nicht infiziert. „Trotzdem hat ihm sein Arbeitgeber vorsichtshalber für die nächsten zwei Wochen auf Quarantäne gesetzt. Und da muss ich ihn natürlich auch vom Trainingsbetrieb frei stellen.“ Das sei schon eine komische Situation, meint der WSV--Coach. „Sicher ist sicher. Man muss ja jetzt nicht in komplette Panik verfallen, aber wenn der Arbeitgeber den Mann bittet, Homeoffice zu machen, dann sollte auch ich ihn vom Training befreien. Ich hoffe, dass mein Spieler gesund bleibt und der Spuk bald vorbei ist.“

Vier Tage intensives Training in Moosinning

Der FC Moosinning wollte von 5. bis 8. März in seinem Trainingscamp am Gardasee fünf Trainingseinheiten durchführen. „Vier davon werden wir jetzt zuhause an vier Tagen nachholen“, sagt Trainer Helmut Lucksch. „Und die fünfte kriegen wir rein, indem wir jeweils ein bisschen länger machen“, so der Coach. „Das Thema Teambuilding und Geselligkeit, was mir ja auch sehr wichtig ist, lässt sich daheim natürlich schwer abbilden“, räumt Lucksch ein. „Wir haben uns jetzt für einen Mannschaftsabend entschieden.“

Parallel dazu versuche der Vorstand, die finanziellen Fragen zu klären. „Auch wenn es keine offizielle Reisewarnung seitens der Regierung gebe, hoffe man nun auf die Kulanz des Reiseveranstalters, zumal die Spieler ja auch einen Eigenanteil an den Kosten zu tragen hatten. Geld hin, her – für Lucksch ist klar: „Die Gesundheit steht im Vordergrund. Es ist die richtige Entscheidung.“

TSV St. Wolfgang sagt Trip nach Peschiera ab

Auch der A-Klassist TSV St. Wolfgang hat sich kurzfristig gegen die Reise nach Italien entschieden. Am Tag vor der Abfahrt nach Peschiera habe man sich entschieden, den Trip abzusagen, so Abteilungsleiter Klaus Brandlhuber. „Der Virus selbst war nicht der Grund für die Entscheidung, sondern die unübersichtliche Lage und der Umstand, dass man dem Staat dabei komplett ausgeliefert ist“, sagte der Fußballchef gegenüber unserem Online-Portal fussball-vorort.de. Brandlhuber. „Von den 34 Spielern hatten bei etwa einem Drittel auch die Arbeitgeber Bedenken angemeldet. Zudem wären vermutlich die Spieler in Gedanken nicht zu 100 Prozent auf dem Trainingsplatz gewesen, weshalb unser Trainer Alex Auhagen kurzfristig auf ein „Trainingslager dahoam“ umgeplant hat.“

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