DJK Ottenhofen gegen SV Hörlkofen
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Ein sehr gutes Stellungsspiel habe Andreas Grögler von Hörlkofen (rot, hier gegen Ottenhofen), meint Maxi Wanninger vom Rivalen Wörth. Durch seine Schnelligkeit sei er immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

A-KLASSE 8 - Zwei A-Jugend-Spezl kicken nun für die Rivalen Wörth und Hörlkofen

Der Verlierer muss blöde Sprüche aushalten

  • VonMayls Majurani
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Maxi Wanninger und Andreas Grögler haben jahrelang zusammen in der Jugend gespielt. Am Sonntag müssen sie im Wörther Gemeindederby in Hörlkofen gegeneinander ran.

Hörlkofen – Wenn Hörlkofen und Wörth aufeinander treffen, geht es um den typischen Fußball-Flachs. „Ich würde niemanden extra deshalb anrufen, aber wenn wir gewinnen, werden die Wörther schon ein paar blöde Sprüche hören, wenn man sich über den Weg läuft“, sagt Hörlkofens Kapitän Andreas Grögler und lacht. Der Wörther Maxi Wanninger meint schmunzelnd:

Maxi Wanninger vom SV Wörth 2.

„Es macht Spaß, gegen Andreas zu spielen. Wenn wir gewinnen, wird er schon was aushalten müssen.“ Die beiden 23-Jährigen haben jahrelang in der Jugend in Spielgemeinschaften des SV Wörth und Hörlkofener SV gemeinsam gekickt. Am Sonntag um 15 Uhr spielen sie in der A-Klasse mit ihren Heimatvereinen gegeneinander.

Doch blöde Sprüche nach einem Derbysieg hin oder her, an gegenseitigem Respekt mangelt es bei beiden nicht: „Den Andreas hätte ich gern bei uns im Team“, sagt Wanninger. Grögler sei ein sehr solider Innenverteidiger, habe ein tolles Stellungsspiel und sei durch seine 1,90 Meter Körpergröße auch sehr schnell und kopfballstark. Mit einem Lachen muss der Wörther dann aber ergänzen: „Das heißt nicht, dass ich ein Kopfballduell gegen ihn nicht gewinnen könnte.“ Kurios: Maxi Wanninger, auch Innenverteidiger, ist 1,67 Meter groß.

Darauf angesprochen muss Grögler auch lachen: „Das kann tatsächlich mal vorkommen. Maxi hat ein sehr gutes Timing und wird wegen seiner Größe oft unterschätzt. In der Jugend war er immer einer der besten Kopfballspieler in der Mannschaft.“ Und auch sonst habe er fast nur positive Erinnerungen an Wanninger: „Clown wäre vielleicht übertrieben, aber er war immer der Spaßmacher im Training.“ Die Leistung habe aber auch immer gepasst.

Das erste Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen Mitspieler ist es nicht. „Wir haben schon in der B-Klasse vor einigen Jahren gegeneinander gespielt“, erinnert sich Grögler. Das war in der Saison 2018/19. Das Hinspiel gewann Hörlkofen 3:2. Beim Rückspiel war Wörths Zweite bis zur 83. Minute 2:1 in Führung. Dann traf ausgerechnet Wanninger, der als Kapitän aufgelaufen war, per Elfmeter für den SVW.

Am Sonntag trägt wiederum sein Gegenspieler Grögler die Kapitänsbinde beim HSV. Dann geht es um die ersten Punkte der neuen Saison. Die ersten beiden Spiele waren für beide Teams nicht so ergiebig. Wörth 2 verlor gegen Steinkirchen (0:1) und Moosen 2 (0:2), Hörlkofen gegen Ottenhofen und Steinkirchen (je 0:3). Daraus zieht Wanninger etwas Positives: „Die haben 3:0 gegen Steinkirchen verloren, wir haben nur ein Tor kassiert“, sagt der 23-Jährige schmunzelnd. Wörth müsste also die besseren Karten haben, rein theoretisch.

Grögler sieht es anders: „Wir hatten genug Chancen, die müssen wir besser verwerten.“ Und die vielen Gegentore? Das letzte gegen Steinkirchen würde auf seine Kappe gehen, gibt Hörlkofens Kapitän zu: „Das war ein zu kurzer Pass von mir zum Torwart.“ Am Sonntag soll das nicht passieren. Es ist schließlich ein Derby. Und wer will schon gegen seine Freunde verlieren?

Die Rivalität zwischen Wörth und dem HSV ist eigentlich so, wie bei allen Gemeindederbys: „Es sind halt die Nachbarn. Nach dem Spiel schüttelt man sich die Hände, aber unterm Spiel schenkt man sich nichts“, beschreibt es Wanninger. Macht also keinen Unterschied, bei welchem der beiden Vereine man kickt, oder? „Wir haben eine Erste in der Kreisliga“, sagt Wanninger, der immer wieder auch mal dort mitanpacken darf und schon immer Wörther war. Und Grögler hat auch seine Gründe, die Kapitänsbinde in Hörlkofen und nicht in Wörth zu tragen: „Mein Bruder hat hier gespielt, mein Vater war jahrelang Jugendleiter und -trainer. Und ich war auch schon immer hier.“

Mayls Majurani

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