Dankbar für die große Solidarität von Verein und Bevölkerung: Hanni und Günter „Mäck“ Jeske, die Wirtsleute vom Sportheim in Ottenhofen. Foto: Klaus Kuhn
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Dankbar für die große Solidarität von Verein und Bevölkerung: Hanni und Günter „Mäck“ Jeske, die Wirtsleute vom Sportheim in Ottenhofen. Foto: Klaus Kuhn

DJK-Ottenhofen unterstützt Wirte am Sportheim

DJK-Ottenhofen: Solidarität mit Vereinswirte „Hanni und Mäck“

Der DJK-Ottenhofen zeigt sich solidarisch gegenüber seinen Vereinswirten „Hanni und Mäck“. Unterstützung durch Verzicht auf Pacht und einem Gutschein-System. 

Ottenhofen – Im kommenden Jahr wird in Ottenhofen ein kleines Jubiläum gefeiert: Dann nämlich sind „Hanni und Mäck“ seit zehn Jahren Wirte im Sportheim an der Straße nach Herdweg, wo die Sportanlagen sind. Dass es ein wenig etwas Besonderes werden könnte, liegt an einer Aktion, die Marko Raacke ersonnen hat, als das Sportheim coronabedingt über Wochen hatte schließen müssen.

Entwicklung eines Gutschein-Systems

Der Fußball-Trainer der D-Jugend der DJK Ottenhofen entwickelte ein Gutschein-System, um auch während der Schließzeit den Verkauf am Laufen zu halten. Einlösen konnten die Gäste ihre Gutscheine, als nach und nach wieder geöffnet werden konnte.

Was die Wirtsleute – bürgerlich Hanni und Günter Jeske – erlebten, war eine Welle der Solidarität weit über Ottenhofen hinaus. Die Gutscheine zwischen 20 und 100 Euro, gestaltet von Dunja Kho, gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Raacke: „Ich hatte schon gedacht, dass das gut läuft, aber dann ist das regelrecht durch die Decke gegangen.“ Der Ideengeber habe nicht so im Mittelpunkt stehen wollen. „Ich war nur ausführendes Organ.“ Das war er aber wohl mit durchschlagendem Erfolg: „Da haben Leute mitgemacht, die ich noch nie im Sportheim gesehen habe.“

Verzicht auf Pacht für zweieinhalb Monate

Dass die DJK Ottenhofen als Verpächter darüber hinaus für zweieinhalb Monate auf jede Pacht verzichtet hat, bezeichnete Mäck Jeske als ein großartiges Entgegenkommen: „Neun Jahre sind wir jetzt schon hier, und es war die beste Entscheidung, die wir haben treffen können.“ Die Entscheidung für das bis dato unbewirtschaftete Sportheim war damals gefallen, als die beiden in der Gaststätte an der Ortsdurchfahrt – jetzt „Camillo“ – aufgehört hatten.

Die beiden sind also als Wirtsleute schon viel länger in Ottenhofen. Jetzt, wo der Betrieb wieder anlaufen darf, kommen die Gäste mit ihren Gutscheinen – und runden sehr großzügig auf. Die beiden zählten die vielen Gruppen auf, die jetzt wieder kommen (dürfen), und das sind eine ganze Menge. „Es geht wieder aufwärts“, freuen sie sich. Es gibt aber noch Ausfälle: Weil nämlich nach wie vor die Duschen nicht benutzt werden dürfen, fahren viele Sportler sofort nach dem Training nach Hause und bleiben nicht noch auf eine Halbe. Hanni Jeske grinst: „Natürlich gibt es auch die, die nicht duschen oder in den Bach hüpfen.“ Der fließt ja am Sportgelände vorbei und ist im Hochsommer wohl wirklich eine Alternative für so manchen Sportler.

Jedenfalls wollen die beiden sich auf irgendeine Weise revanchieren für die große Solidarität von Verein und Bevölkerung, und da kommt das zehnte Jubiläum im kommenden Jahr gerade recht. Was sie da machen wollen, ist noch nicht raus, die Überlegungen dazu seien noch im Anfangsstadium.

(KLAUS KUHN)

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