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Dramatische Dorfener Aufholjagd

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Unbändige Freude: Die Dorfener bejubeln den 3:2-Siegtreffer in der 5. Minute der Nachspielzeit.
Unbändige Freude: Die Dorfener bejubeln den 3:2-Siegtreffer in der 5. Minute der Nachspielzeit. © Hermann Weingartner

Der TSV Dorfen gewinnt 3:2 gegen Saaldorf nach 0:2-Rückstand, das Siegtor fällt in der 95. Minute.

Dorfen – Mit einem hochverdienten, aber am Ende glücklichen 3:2 (1:2) gegen den Tabellennachbarn SV Saaldorf hat für die Fußballer des TSV Dorfen die Rückrunde der Bezirksliga Ost perfekt begonnen. Michael Friemer avancierte mit seinen zwei Treffern zum Matchwinner – das 3:2 gelang ihm in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Zunächst sah es für die Isenstädter nicht nach einem Erfolg aus. Sie wirkten in den Anfangsminuten unsortiert, und schon nach vier Minuten stand es 1:0 für Saaldorf. Sebastian Bauers Rückpass zu seinem Keeper war sehr lasch. Alexander Wolf zögerte beim Abwehrversuch, Michael Hauser ersprintete das Leder, umspielte den Goalie und netzte aus elf Meter ungehindert ein – das erste Gastgeschenk. Dem nicht genug, sogleich folgte das zweite. Die Dorfener wirkten zu unentschlossen. Nach Fehlpass von Friemer im Halbfeld wurde Hauser bedient, der aus abseitsverdächtiger Position aus zehn Metern unhaltbar für Wolf zum 2:0 abschloss (12.).

Danach hatte sich der TSV einigermaßen gefangen. Alexander Linner hatte mit seinem Schuss aus 18 Metern eine gute Möglichkeit, die allerdings Schlussmann Thomas Kern zunichte machte (28.). Im Gegenzug zielte Hauser, der immer wieder Unruhe in der Dorfener Abwehr stiftete, aus spitzem Winkel übers Gehäuse. Linner schnappte sich einen Abpraller, zielte aber aus 16 Meter knapp rechts am TSV-Tor vorbei (44.). Als beide Teams schon den Halbzeitpfiff erwarteten, war Benedikt Hönninger zur Stelle. Aus halbrechter Position zirkelte er das Leder zum 1:2 ins Tor (45.).

In der zweiten Spielhälfte sah man den Platzherren an, dass sie sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben wollten. Sie mussten aber immer auf die schnellen und gefährlichen Konter der Gäste aufpassen. Vor allem Hauser war ein ständiger Unruheherd. Aber offenbar hatte das Trainingslager des TSV in Südtirol gefruchtet. Die Platzherren gaben nicht auf, waren konditionell das bessere Team, und das zahlte sich aus. Das mustergültige Anspiel von Marco Zöller in die Schnittstelle erreichte Friemer. Der ging alleine auf Keeper Kern zu und schob das Leder flach an ihm vorbei ins rechte Eck zum 2:2 (60.).

Der Unparteiische Niklas Hampel meinte es in der zweiten Halbzeit nicht immer gut mit den Dorfenern. Die Schlussphase der Partie hatte es dann aber in sich. Fünf Minuten wurden nachgespielt, und das nutzte Dorfen aus. Nach einem Eckball von Linner war Friemer zur Stelle und markierte per Kopf den 3:2-Siegtreffer. Danach gab es unbeschreibliche Jubelszenen. Denen konnte auch Trainer Christoph Deißenböck nicht entkommen. Er wurde dabei von einem seiner Spieler schmerzhaft am Schienbein getroffen, was er dem „Übeltäter“ aber schnell verziehen hat.

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