Der zwischenzeitliche Ausgleich: Moosinnings Kapitän Johannes Volkmar (nicht im Bild) trifft per Kopf zum 1:1. Korbinian Hollerieth, Georg Ball, Alexander Auerweck, Nico Weismor, Torwart Michael Hierl und Bastian Lanzinger (v. l.) können dem Ball nur noch hinterhersehen.
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Der zwischenzeitliche Ausgleich: Moosinnings Kapitän Johannes Volkmar (nicht im Bild) trifft per Kopf zum 1:1. Korbinian Hollerieth, Georg Ball, Alexander Auerweck, Nico Weismor, Torwart Michael Hierl und Bastian Lanzinger (v. l.) können dem Ball nur noch hinterhersehen.

BEZIRKSLIGA

Später Genickschlag für den FC Moosinning

  • VonKarl Thumbs
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Im Spitzenspiel der Bezirksliga Ost kassiert der FC Moosinning in letzter Minute das 1:2 gegen den VfB Forstinning. Es ist die erste Saisonniederlage.

Moosinning – Eine zwar bittere, aber keineswegs unverdiente 1:2 (1:1)-Niederlage musste der FC Moosinning im Spitzenspiel der Bezirksliga Ost gegen den VfB Forstinning hinnehmen. Der Siegtreffer für die Gäste fiel dabei in der Schlussminute im Anschluss an einem Eckball durch einen Kopfball des eingewechselten Al Hosaini.

Moosinnings Trainer Christoph Ball musste die Mannschaft erneut auf mehreren Positionen umstellen, denn neben den Urlaubern Mäx Lechner, Christian Reiser und Adrian Joszt fehlten auch die verletzten Peter Werndl, Matthias Eschbaumer, Dennis Stauf und Stefan Haas. Die Gäste kamen besser in die Partie, die Moosinninger Hintermannschaft aber stand zunächst sicher und ließ nur wenig zu.

Der Gegner hatte die reifere Spielanlage, war viel giftiger und zielstrebiger als wir. Wir konnten uns in der Offensive nicht durchsetzen, und wenn wir ehrlich sind, können wir die vielen Ausfälle derzeit nicht kompensieren. Mir tut es etwas leid für die Jungs, denn sie haben bis zum Schluss gekämpft, und dann verlieren sie mit der letzten Aktion, bei der sie aber geschlafen haben, das Spiel. Wir müssen es so akzeptieren. Der Gegner war stark. Und so, wie es lief, hätten wir mit dem einen Punkt gut leben können.

Christoph Ball, Trainer des FC Moosinning

Zum ersten Mal brenzlig wurde es in der 10. Minute, als Nico Weismor in die Tiefe zu Bakary Touray passte, Moosinnings Keeper Philipp Strunk aber glänzend parieren konnte. Moosinnings näherte sich erstmals durch einen Freistoß von Christos Ketikidis an, und Georg „Giggs“ Ball scheiterte kurz darauf mit einem Kopfball am Gästekeeper. Gefährlicher in ihren Aktionen wirkten aber die Gäste, doch Suheyb Trabelsi, Korbinian Hollerieth und Sven Jajcinovic verfehlten mit ihren Schüssen das Tor klar. Allerdings setzte auch Ketikidis einen Freistoß aus 20 Metern zu hoch an.

Auf Tuchfühlung: Mustapha Sillah (l.) und der Moosinninger Bastian Lanzinger schenken sich im Zweikampf keinen Zentimeter. Es war ein enges Match, buchstäblich bis zur letzten Sekunde.

In der 37. Minute beschenkte Moosinning dann den Gast großzügig. Ketikidis passte halbhoch zu Keeper Strunk zurück. Dieser schlug ein Luftloch, Felix Füchsl passte quer auf Touray, der aus kurzer Distanz mühelos zum 1:0 einschob.

Moosinninger aber hatte postwendend eine Antwort parat, denn nur drei Minuten später köpfte Moosinnings Kapitän Johannes Volkmar eine Freistoßhereingabe von Ketikidis zum 1:1 ein. Forstinning hatte die letzte Möglichkeit in Halbzeit eins, doch dieses Mal parierte Strunk im Eins gegen Eins glänzend gegen Füchsl.

Nach Wiederanpfiff spielte sich die Partie vorwiegend im Mittelfeld ab, die Gäste wirkten zwar auch jetzt gefährlicher, doch letztlich spielten sie ihre schnellen Konter nicht gewinnbringend zu Ende. Füchsl und Touray ließen bei ihren Schüssen die Präzision vermissen. Was dennoch aufs Tor kam, wurde eine sichere Beute von Torwart Strunk.

Im Vorfeld hätten wir mit einem Remis leben können. Im Nachhinein hätten wir uns darüber aber geärgert. Der Zeitpunkt des Siegtreffers war natürlich glücklich, aber der Sieg ist letztlich nicht ganz unverdient. Wir sind für unsere Leistung belohnt worden.“

Ivica Coric, Trainer des VfB Forstinning

Auf der anderen Seite konnten sich die Moosinninger Angreifer noch weniger in Szene setzen, die Bälle wurden mehr oder weniger leichtfertig verschenkt. Und das, was dennoch in Richtung Tor kam, war nicht zwingend. Kerim Cetinkaya jagte die Kugel ebenso übers Tor wie Lukas Treffler, und Thomas „Todi“ Auerweck setzte den Ball nach einem flachen Zuspiel aus halblinker Position ans Außennetz.

Da auch die Gäste in der Schlussviertelstunde mehr und mehr nachließen, schien alles auf ein 1:1 hinzudeuten – bis zur letzten Minute. Ein Forstinninger schlug eine Ecke aufs kurze Eck, Mohamed Al Hosaini tauchte ab und köpfte zum 2:1 ein.  

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