FC Erding mit 0:5 gut bedient

- Mit einem 5:0 (3:0)-Sieg gegen den FC Erding hat der FC Moosinning auch das zweite Landkreisderby in der Hinrunde für sich entschieden. Die Partie war nach zwei schnellen Treffern von Christoph Sperr frühzeitig entschieden, so dass eigentlich während der gesamten neunzig Minuten kein richtiger Derbycharakter mehr aufkam.

Der Schiedsrichter hätte die Partie auch getrost zur Halbzeit abpfeifen können, denn die zweite Halbzeit glich mehr einem Nichtangriffspakt beider Teams, wobei auf dem aufgeweichten Geläuf ein vernünftiges Kombinationsspiel kaum mehr möglich war.

Die Moosinninger begannen das Spiel so, wie sie es zu Hause eigentlich immer tun. Es wurde druckvoll nach vorne gespielt und ein schnelles Tor gesucht. In der 4. Minute zog Marc Hennig eine Ecke auf den kurzen Pfosten, Thomas Niedermaier klatschte die Kugel gegen den Hinterkopf von Sperr, und zur Freude der Moosinninger senkte sich der Ball zum 1:0 ins Erdinger Tor. Die Gäste sahen dabei eine Behinderung des Keepers, was dem einen oder anderen Akteur eine gelbe Karte einbrachte und Trainer Alfons Deutinger einen Tribünenplatz bescherte.

Auch in der Folgezeit waren die Gäste mit den Schiri-Entscheidungen nicht immer zufrieden, wobei es am 2:0 in der 15. Minute mit Sicherheit nichts auszusetzen gab. Robert Christofori zog eine abgewehrte Ecke erneut scharf nach innen. Völlig freistehend durfte Christoph Sperr mit seinem zweiten Treffer am langen Eck Danke sagen. Es spielte eigentlich nur eine Mannschaft, und das waren die Gelb-Schwarzen. Die Zweikämpfe wurden durch die Bank gewonnen, und so hätten die Gäste bereits frühzeitig den dritten Treffer kassieren können. Zeljko Budisa köpfte eine Flanke von Dimi Petkos an den Pfosten, Marc Hennig setzte einen Kopfball knapp vorbei, und Libero Christian Wieland jagte den Ball nach einem Alleingang ebenfalls knapp vorbei.

Die 34. Minute brachte bereits die endgültige Entscheidung. Stefan Wurm hatte im Mittelfeld den Ball verloren, Marc Hennig passte sofort auf Christoph Ball, und dieser hob die Kugel über Keeper Niedermaier hinweg zum 3:0 ins Erdinger Gehäuse. Bezeichnend für die Semptstädter war, dass der Schuss des eingewechselten Michael Schirbl in der 42. Minute der erste aufs Moosinninger Tor war, der für Keeper Markus Listl aber kein Problem darstellte.

Vielleicht hätte die Partie im zweiten Abschnitt noch einmal eine Wende genommen, hätte Schirbl in der 46. Minute völlig freistehend die Kugel im Moosinninger Gehäuse versenkt, so aber bereinigte Christofori die Situation kurz vor der Linie. Was folgte war eigentlich gähnende Langeweile, die Moosinninger wollten nicht mehr so recht und die Gäste konnten an diesem Tag nicht. So dauerte es bis zur 65. Minute, ehe wieder etwas Leben in die Bude kam. Sperr wurde im Strafraum von Alex Krenauer zu Fall gebracht, doch Zeljko Budisa scheiterte mit seinem schwach geschossenen Strafstoß am Torwart.

Die Erdinger waren zu diesem Zeitpunkt nur mehr zu zehnt, denn Dan Kohlmann hatte in der 50. Minute die Ampelkarte gesehen, was die Moosinninger aber nicht zu nutzen wussten. Die Schlussphase brachte zumindest noch die eine oder andere gefährliche Situation vor dem Erdinger Tor. Srdan Simicevic verpasste zweimal auf halbrechter Position, während Ball einen Aufsetzer knapp über den Kasten jagte. Besser machte es in der 80. Minute Joe Schmid, der aus spitzem Winkel abzog, so dass ein gegnerischer Verteidiger nur mehr hinter der Linie klären konnte. Der Linienrichter hatte aufgepasst und deutete sofort in Richtung Mittellinie. Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute Georg Mayer, der sich aus gut zwanzig Metern ein Herz nahm und mit einem abgefälschten Schuss das 5:0 erzielte.

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