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Stützpunkttrainer Mario Crapanzano will das geschwundene Vertrauen der Vereine zurückgewinnen.

Jugendleitersitzung im Berglerner Vereinsheim

Stützpunkttraining in Freising beschäftigt auch Erdinger Vereine

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Bei der Jugendleiter-Wintertagung in Berglern wurde erneut das Stützpunkttraining in Freising diskutiert. Stützpunkttrainer Mario Crapanzano äußerte sich dazu.

Berglern Sehr diszipliniert zeigten sich die Fußball-Jugendleiter. Alle Erdinger Vereine folgten der Einladung von Kleinfeld-Spielgruppenleiter Torsten Horn und nahmen an der Wintertagung im Berglerner Vereinsheim teil.

Für den scheidenden Torsten Horn und seine Frau Nicoletta war es die letzte Tagung. Der Altenerdinger Abteilungsleiter Andreas Heilmaier blickte auf die dreijährige Tätigkeit des Duos zurück. Im Namen aller Vereine dankte er mit lobenden Worten und überreichte dem Ehepaar ein Abschiedsgeschenk.

Wilfried Beier wird neuer Kleinfeld-Spielgruppenleiter

Torsten Horn ließ seine Zeit als Erdinger Spielgruppenleiter auch noch einmal Revue passieren und war voll des Lobes. „Zunächst wollte ich die Aufgabe nur für ein halbes Jahr übernehmen. Nun sind es mehr als drei Jahre geworden, aber es war eine schöne Zeit und die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht.“ Er übernimmt eine neue Aufgabe und wird als Nachfolger von Stephan Fox Großfeldjugendleiter im Kreis Freising.

Horns Nachfolge ist bereits geklärt, und mit Wilfried Beier kehrt kein Unbekannter als Funktionär zurück. Beier fungierte einige Jahre als Herren-Spielgruppenleiter in Erding und bringt somit große Erfahrung mit.

Extra-Qualifikation fürs Merkur CUP Bezirksfinale

Bei einer ihrer letzten Amtshandlungen hatte das Duo Horn eine glückliche Hand, denn mit Ausnahme von zwei kleinen Veränderungen zeigten sich alle Vereine mit der vorgenommenen Einteilung für die in Kürze startende Punktrunde im Kleinfeldbereich einverstanden.

Der Kontakt nach Erding wird nicht abreißen, denn Horn fungiert weiterhin als technischer Leiter des Merkur CUP. Schon Ende März wird die erste Runde im Merkur CUP ausgetragen, und Horn berichtete, dass es in diesem Jahr einige Veränderungen gebe. Neben den beiden Endspielteilnehmern des Kreisfinales qualifiziert sich auf der Drittplatzierte für das Bezirksfinale. Zusätzlich wird es noch eine separate Qualifikation fürs Bezirksfinale geben. „Wir haben Spielkreise, wo nur zehn Vereine teilnehmen, und wenn hier dann acht Vereine ins Bezirksfinale einziehen, ist das Kreisen mit deutlich mehr teilnehmenden Mannschaften gegenüber unfair und das wollten Turnierorganisator Uwe Vaders und ich mit der zusätzlichen Runde verändern“, begründet Horn diese Änderungen.

Abstimmung über Altersabsenkung im Juniorenbereich am 26. März

Auch Großfeld-Juniorenleiter Willi Brambring blickte auf eine reibungslos verlaufende Hinrunde zurück und berichtete stolz, dass es keine einzige Nichtantretung gab. „Bei drei Spielen blieben zwar Schiedsrichter fern, aber auch dieser Wert ist sehr gut“, betonte Brambring. Kritisch äußerte er sich jedoch über Vereine, die ihr Postfach nur sehr unregelmäßig prüfen: „Viele Vereine haben keine Anmeldung zur Hallenmeisterschaft abgegeben, und wir mussten auf die fehlende Meldung hinweisen, weil die ursprüngliche Aufforderung ignoriert wurde“.

Auf einen sehr wichtigen Termin wies Brambring: Am 26. März sollen die Vereinsvertreter in Berglern über die geplante Altersabsenkung im Juniorenbereich abstimmen. „Die Vereine müssen darüber befinden, ob diese Absenkung kommt, und es ist vorgeschlagen, dass bis zu den U 14-Junioren auf dem Kompaktfeld gespielt werden soll, und ob U 19-Juniorenspieler, die ja dann bereits dem Herrenbereich angehören, unter bestimmten Voraussetzung weiterhin im Juniorenbereich eingesetzt werden dürfen“, berichtete Brambring und erklärt, dass für eine Änderungen eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig sei.

SE Freising will künftig keine Spieler mehr beim Stützpunkttraining abwerben

Sehr interessant waren die Ausführungen von Stützpunkttrainer Mario Crapazano, der für die Talentsichtungstage des Jahrgangs 2009 am 25./26. April warb und auch das geschwundene Vertrauen von Vereinen zurückgewinnen wollte. „Es ist richtig, dass in der Vergangenheit Stützpunktspieler zu Vereinswechseln bewogen wurden, aber das wird es in Zukunft nicht mehr geben“, führte Crapanzano aus. „Zu einem sind nur noch Stützpunkttrainer aktiv, die bei keinem Verein tätig sind. Und zum anderen hat der neue Freisinger Juniorenleiter Manuel Esch erklärt, dass er seinen Trainern untersagt hat, Stützpunktspieler von anderen Vereinen abzuwerben.“

Allerdings gab es auch kritische Stimmen. Trainer Gökmen Uluhan berichtete, dass Spieler von Türkgücü Erding schon während des ersten Stützpunkttrainings auf einen Wechsel angesprochen worden seien. „Wenn es heuer wieder so läuft, dann pack ich meine Jungs ein und fahre mit ihnen nach Hause“, kündigte Uluhan an. Auch Florian Aldinger von der SpVgg Altenerding äußerte sich skeptisch: „In den letzten Jahren gab es einige Spieler, die einem gewünschten Wechsel nicht nachkamen oder vom SE Freising zu einem anderen Verein gingen, die dann ziemlich schnell den Stützpunkt verlassen mussten. Ich kann nicht recht glauben, dass dies nur Zufall war.“ Crapanzano wies diese Vermutung zurück.

Alfredo Sansone vom FC Schwaig regte an, ob es nicht möglich wäre, dass man das Training auch an anderen Standorten – idealerweise auch im Kreis Erding – austragen könne. „Das würde das Vertrauen wohl stärken“. Crapanzano nahm diesen Vorschlag auf. Inwieweit der Appell des Stützpunkttrainers Wirkung zeigt, wird sich bei den eingehenden Anmeldungen zeigen, die nur noch der Verein vornehmen darf. Meldungen von Spielern oder deren Eltern werden nicht mehr berücksichtigt.  

Text: Andreas Heilmaier

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