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Erdings Jugendleiter Lothar Feuser: Gespräche mit Altenerding waren völlig legitim

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Von: Dieter Priglmeir

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Lothar Feuser (l.) ist seit Jahren Jugend-Trainer beim FC Erding. © privat

Erdings Jugendleiter erklärt, warum der FCE nun doch in der JFG Sempt Erding bleibt

Statt Fusion mit Altenerding nun die Rolle rückwärts: Der FC Erding bleibt jetzt doch bei der JFG Sempt Erding. Wie kam es dazu? Wir fragten nach bei Lothar Feuser, kommissarischer Jugendleiter des FC Erding.

Herr Feuser, warum hat sich der FC Erding für die Rückkehr zur JFG Sempt Erding entschieden?

Da muss ich etwas ausholen. Es ist bekannt, dass ich immer ein Freund der Jugendfördergemeinschaft war. Ich habe auch lange für sie gekämpft. Aber das vergangene Jahr war einfach eine Katastrophe. Es ist finanziell ausgeufert. Nichts hat mehr funktioniert, weshalb ja auch alle Stammvereine von einer Auflösung der JFG sprachen. Wir haben dann mit Türkgücü Erding geredet und dann auch mit der SpVgg Altenerding.

Und dann kam plötzlich doch die Rettung.

Ja, und wir vom FC Erding standen bei dieser Sitzung erst mal blöd da. Allerdings ist es für mich völlig legitim gewesen, dass wir nicht sofort unsere Gespräche mit Altenerding beendet haben. Uns war immer klar: Wir könnten als FC Erding sicher allein einige Mannschaften stellen. Gleichzeitig den Leistungsgedanken zu verfolgen und Breitensport anzubieten – da ist aber die JFG alternativlos.

Wie hat die JFG auf Ihre Entscheidung reagiert?

Da waren schon einige etwas beleidigt, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Wir haben ja nicht hinterrücks gehandelt, als wir mit Altenerding sprachen. Auch andere Vereine haben über Spielgemeinschaften nachgedacht.

Das Misstrauen der JFG, dass Ihr bei nächster Gelegenheit doch mit Altenerding fusioniert, ist aber nachvollziehbar.

Die JFG hat in ihrer Satzung nun festgelegt, dass sich jeder Stammverein für drei Jahre verpflichtet. Und daran werden wir uns halten.

Und wenn doch nicht?

Dann droht eine Konventionalstrafe, die sehr happig ist. Das betrifft aber alle Stammvereine. Ich finde das auch richtig, denn die JFG braucht eben eine Planungssicherheit. Der FCE stellt fast 50 Prozent aller Spieler. Ohne uns wäre es für die JFG nach meiner Ansicht nicht möglich, ihr Konzept – Leistungsmannschaften und Breitensport in Spielgemeinschaften – so zu fahren.

Ist die Fusion mit Altenerding damit endgültig ad acta gelegt?

Das kann ich nicht sagen. Die Hausaufgaben liegen bei der SpVgg Altenerding. Da geht’s um Themen wie das Vereinsheim und die Mitgliederversammlung. Ich kann nur sagen: Es laufen derzeit keine Gespräche.

Wie wird sich der FCE ehrenamtlich in der JFG einbringen?

Wir werden einen Vorstandsposten übernehmen. Dafür wird es eine außerordentliche Sitzung mit ergänzenden Wahlen geben. Kurt Müller hat sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt. Ich bin als Jugendleiter ohnehin im JFG-Vorstand vertreten. Außerdem werden wir zwei zusätzliche Koordinatoren stellen. Patty Bigalke wird sich um die A- und B-Jugend kümmern, Stefan Osterloher hilft im D- und C-Jugend-Bereich. Wir würden auch Trainer stellen, wenn Bedarf besteht. Aber da sind konkrete Aussagen noch schwierig, weil ja niemand genau weiß, wann denn die Saison wirklich weitergeht.

Das Gespräch führte Dieter Priglmeir

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