Kaum aufzuhalten: Thomas Ostermaier (gelbes Trikot) verpasste fast kein Spiel seit neun Jahren. Gegen den Hörlkofener SV (rot) verletzte sich der 29-Jährige allerdings und muss an diesem Wochenende zuschauen.
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Kaum aufzuhalten: Thomas Ostermaier (gelbes Trikot) verpasste fast kein Spiel seit neun Jahren. Gegen den Hörlkofener SV (rot) verletzte sich der 29-Jährige allerdings und muss an diesem Wochenende zuschauen.

Kapitän fehlt der DJK erst zum vierten Mal in seiner Karriere

Thomas Ostermaier: Erste Verletzung in neun Jahren

  • VonMayls Majurani
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Ottenhofens Kapitän Thomas Ostermaier ist eigentlich bei jedem Spiel dabei. In seinen neun Jahren im Herrenbereich fehlte er bisher nur drei Mal. Am Sonntag steht das vierte Spiel an.

Ottenhofen – Woche für Woche steht in unserem „Liga-Check“ über die verschiedensten Landkreiskicker: „fehlt verletzungsbedingt“. Über Thomas Ostermaier liest man das fast nie. Der Kapitän der DJK Ottenhofen hat in den vergangenen neun Jahren nur drei Spiele verpasst – zwei davon in den vergangenen beiden Spieltagen. Am Sonntag kommt das vierte dazu, wenn die Gelb-Schwarzen um 15 Uhr beim FC Inning gastieren.

„Es ist meine erste Verletzung, aber nichts Bösartiges, nur ein Bluterguss“, sagt der 29-jährige Sechser und Achter. Im Spiel gegen SV Hörlkofen am zweiten Spieltag dieser Saison musste Ostermaier ausgewechselt werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt er zwar, es sei „ein normaler Zweikampf“ gewesen. Doch die Folgen sind bisher nicht wirklich normal. Als Ottenhofen in Lengdorf spielen musste, wurde das auch ihm klar: „Ich bin mit meinem Dad nach Lengdorf gefahren. Er meinte, dass es unglaublich ist, dass ich eine halbe Stunde vor Anpfiff noch im Auto sitze.“

Wenn der Vater der Trainer wird

Der Vater, das ist kein geringerer als Albert Ostermaier, der seinerzeit in der drittklassigen Bayernliga Fußballer war und zu „Erdings Top 100“ gehört. In Ottenhofen war der Senior auch der erste Trainer des heutigen Kapitäns. Sein erstes Herren-Jahr verbrachte Thomas Ostermaier noch in Finsing, dann ging es 2012 nach Hause zu Ottenhofen. „Ich hatte damals Bedenken, ob das gut läuft, wenn ich unter meinem Dad spiele“, erinnert sich Ostermaier. Doch dann ging es erstaunlich gut, „es hat aber auch immer wieder mal gekracht“. Nach zwei Spielzeiten hörte Albert Ostermaier als Trainer auf, ist aber immer noch bei jedem Spiel auf der Tribüne. „Er ist einer der wenigen Ottenhofener, bei denen sich die Jahreskarte lohnt“, sagt der Junior und ergänzt dann lachend: „Bei meiner Mama rentiert sich das zum Beispiel überhaupt nicht.“

Aber zurück zum Kapitän selbst: Gefragt nach seinen Fehlzeiten sagt er: „Gegen Moosen vor vier, fünf Jahren – da war ich auf der Bank und wurde eingewechselt.“ Eingewechselt? Das zählt doch nicht. „Achso, ja dann war es nur ein Spiel, am Anfang der Saison 2019/21, da war ich im Urlaub.“ Das ist tatsächlich eine Wahnsinnsbilanz. Keine einzige Sperre, keine Verletzungen, keine beruflichen Verhinderungen: Wann immer die DJK Ottenhofen auf dem Platz war, war Ostermaier dabei. „Ich hatte wirklich Glück mit Verletzungen“, erzählt er. Doch lässt sich das mit Glück allein erklären? Ostermaier sagt lachend: „Wo es keine Muskeln gibt, kann auch nichts reißen.“ Viele Verletzungen würden aber auch passieren, weil die Spieler untrainiert sind. Das kommt bei Ostermaier fast nie vor. Trotz stressigem Job im Finanzbereich. „Man muss halt Prioritäten setzen.“

Am Sonntag wird Ostermaier zum dritten Mal nur zuschauen. Bisher haben es seine Kollegen aber auch ganz gut ohne ihn geschafft (4:0 gegen Lengdorf 2, 8:0 gegen Wörth 2). Ostermaier: „Nächstes Mal sollte ich wieder einsatzbereit sein. Ein viertes Mal will ich nicht fehlen.“ Denn es mache Spaß, für die DJK zu spielen. Als Bestätigung reicht ein Blick auf die Tabelle: vier Spiele, vier Siege, 18:1 Tore.

Mayls Majurani

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