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Voglsammer fliegt heran: Der wuchtige Stürmer (M., hier im Spiel gegen den VfL Osnabrück) spielt seit dieser Saison nicht mehr im Sturmzentrum. Jetzt schießt er eben seine Tore von der linken Außenposition.

Fußball

Ex-Dorfener Voglsammer schießt Bielefeld an die Spitze

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Dank des 2:1-Treffers des Dorfeners führt Arminia mit dem HSV die 2. Bundesliga an

„Klos behauptete den Ball nach einem Einwurf und fand Voglsammer. Eine Drehung, ein Schuss, ein Tor (73.) – das Publikum tobte, die Stürmer tauschten zunächst nur Blicke, die aber viel aussagten.“

Bielefeld/Dorfen – Das schreibt die „Neue Westfälische“ nach dem 2:1-Siegtreffer von Armina Bielefeld. Wieder einmal hatte das Traumduo zugeschlagen: Fabian Klos, der 31-jährige bullige Mittelstürmer, und sein kongenialer Partner Andreas Voglsammer, der 27-jährige Dorfener. 15 der insgesamt 24 Tore haben die beiden erzielt. Punktgleich mit dem Hamburger SV stehen die Arminen ganz oben, die Fans träumen von der Bundesliga.

„Und das völlig zurecht“, sagt Voglsammer, „weil wir es momentan echt gut machen und guten Fußball spielen. Wir sind auf einem guten Weg“. So selbstbewusst der 27-Jährige auf dem Platz ist, so offensiv gibt er sich auch im Interview. Es läuft eben bei den Ostwestfalen. „Und wenn wir es mal nicht so gut machen, dann sind wir wenigstens effektiv.“

So wie am Sonntag. Bielefeld hatte das DFB-Pokalspiel gegen Schalke vom Dienstag (2:3, Voglsammer traf in der 90. Minute den Pfosten) in den Knochen und tat sich schwer gegen Holstein Kiel. Die Arminen steckten das zwischenzeitliche 1:1 weg, erzielten keine zehn Minuten später das oben erwähnte 2:1, das sie mit letztem Einsatz verteidigten.

„Wir sind von unserer Qualität überzeugt“, sagt Voglsammer, „aber wenn wir unseren Plan nicht umsetzen, dann ist es schon schwierig in dieser enorm guten Liga“. Und dann kommen eben solche Arbeitssiege heraus. Aber es sind eben Siege. Und das ist anders als früher.

Seit Januar 2016 kickt Voglsammer nun schon auf der Alm, zuvor war beim 1. FC Heidenheim und in Unterhaching. „Aber das hier ist auf alle Fälle die stärkste Mannschaft, in der ich je gespielt habe“, sagt er.

Der Unterschied zur Arminia in der vergangenen Saison? „Wir sind konstanter und werden gegen Top-Mannschaften nicht mehr so schnell nervös“, meint Voglsammer. „Aber eigentlich hat das schon mit der vergangenen Rückrunde angefangen.“ Mit dem neuen Trainer Uwe Neuhaus habe das Team nach der Winterpause die Grundlagen dafür geschaffen. „Seitdem waren wir immer stabil. Nur gegen den 1. FC Köln haben wir auf die Mütze bekommen.“

Das 1:5-Pleite von damals ist längst vergessen. Bielefeld beweist derzeit, warum es vor der Saison von vielen Fachleuten als Mitfavorit genannt wurde. 25 Punkte als zwölf Spielen (zwei mehr als der VfB Stuttgart) – aber nicht nur der Erfolg mache Spaß, meint Voglsammer, „sondern die Art und Weise, wie wir spielen“. Er meint das körperlich robuste Überfallartige, das von den gegnerischen Defensivreihen gefürchtet wird. Dabei agiert er erstmals in seiner Karriere nicht mehr im Sturmzentrum, sondern als Linksaußen oder im linken Mittelfeld. „Das war komplett neu für mich, aber ich fühle mich da wohl.“

Sein Siegtreffer gegen Kiel? „Ein geiles Gefühl – auch wenn es in gewisser Weise mein Job ist“, sagt der Dorfener und fügt schmunzelnd hinzu. „Naja, es ist nicht mehr ganz so extrem mein Job, weil ich ja nicht mehr in der Sturmmitte bin.“ Aber eigentlich sei es sowieso egal, wer die Tore macht. „Es war gut für mich – und gut für die Mannschaft.“

 

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