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Auf seine Sturmläufe muss der FC Finsing in Zukunft verzichten: Der spielende Co-Trainer Christian Rickhoff (links) ist zum SV Anzing gewechselt. 

Nach Abgang von Christian Rickhoff

Der FC Finsing plant bereits für den Abstieg in die Kreisliga

  • vonRedaktion Erding
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Nach dem Abgang von Stümer Christian Rickhoff stellt sich der FC Finsing langsam auf einen Abstieg in die Kreisliga ein. Einzige Hoffnung wäre ein Gewinn des Ligapokals.

Finsing Bernd Häfele, der Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Finsing gibt zu, „dass es auf Dauer schwierig wird, den Jungs zu vermitteln, dass sie sich selbst fit halten sollen“. Am 11. Oktober vergangenen Jahres stand der FCF bei der 0:2-Niederlage in Palzing zum letzten Mal in einem Punktspiel der Bezirksliga Nord auf dem Platz. Zu Ligapokalspielen kam es aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr, und so befindet sich der Noch-Bezirksligist wie auch alle anderen Vereine in einem Mix aus Lockdown und Winterpause.

Abstieg in die Kreisliga ist kaum mehr abzuwenden

Alles andere als einfach gestaltet sich für die Finsinger Verantwortlichen die Kaderplanung für eine neue Saison. Der kaum mehr vermeidbare Abstieg sowie der für alle Clubs nicht absehbare Start der Restsaison werden da zu Bremsklötzen. „Mit unserem Sportlichen Leiter Thomas Gasda bin ich im ständigen Austausch, wie wir den Abgang von Christian Rickhoff langfristig kompensieren können“ erzählt Trainer Bernd Häfele.

Abgang von Christian Rickhoff kann nicht kompensiert werden

Der 35-jährige, der mit der Erfahrung aus 43 Regional- und rund 200 Bayernligaspielen mit Heimstetten, Ismaning und Pullach vor dieser sich ewig hinziehenden Saison zum FCF gekommen war, wird auch in der neuen Saison als Trainer weitermachen. „Und ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich vielleicht selbst wieder spielen kann“, gibt er zu. Eine langwierige Verletzung hindert ihn seit Herbst 2018 daran.

Vorrangig sind die beiden FCF-Verantwortlichen aber auf der Suche nach einem spielenden Co-Trainer, wie es Chris Rickhoff war. 36 Treffer in zweieinhalb Bezirksligaspielzeiten sind schon eine Marke des 30-jährigen. Sein Wechsel zum Kreisligisten SV Anzing war ursprünglich zum Saisonende geplant, nun ist er seit Dezember dort Spielertrainer. Den so gut wie sicheren Abstieg könnte auch „CR7“, wie er in Finsing in Anlehnung an Cristiano Ronaldo scherzhaft genannt wird, in den sechs ausstehenden Spielen angesichts eines Rückstands von 14 Punkten auf einen Relegation- und deren 18 auf einen Nichtabstiegsplatz wohl nicht mehr verhindern.

Sieg im Ligapokal ist die letzte kleine Chance auf den Klassenerhalt

Der Sieg im Ligapokal würde aber auch den Klassenerhalt bedeuten. „Ein sehr, sehr dünner Strohhalm“, gibt Coach Häfele zu. Genau wie er glauben nicht viele daran, dass dieser Wettbewerb noch durchgezogen werden kann. Der erste Spieltag, der am Wochenende, 6./7. März, geplant war, wurde vom Bayerischen Fußball-Verband ganz aktuell schon mal verschoben (siehe Artikel Randspalte).

Beim FC Finsing, der immerhin mit noch zwei weiteren Teams in der Kreisklasse und der B-Klasse vertreten ist, plant man für seine Erste Mannschaft mit der Kreisliga.

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