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Neuer FC Finsing Trainer Bernd Häfele.

Coach Häfele setzt auf Spieler aus der Region

FC Finsing mit neuem Trainer, aber alter Philosophie

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Wenn die Fußball-Bezirksligen an diesem Wochenende starten, dann geht der FC Finsing damit in seine dritte Saison am Stück in Oberbayerns höchster Spielklasse.

2015/16 hatte der FC ein nur einjähriges Gastspiel in der Gruppe Ost gegeben, in die dann ein Jahr nach dem Abstieg die sofortige Rückkehr gelang. Vor der letzten Saison wurde Finsing in die Gruppe Nord umgesiedelt, in der diese Saison Derbys mit Absteiger Moosinning anstehen. Mit dem ersten Nachbarduell wird gleich am Samstag um 16 Uhr auf heimischem Terrain die Saison eröffnet.

„Jede Saison, in der wir mit unseren Möglichkeiten in dieser Liga dabei sind, ist schon ein Erfolg“, sagt der Sportliche Leiter Thomas Gasda. Die FC-Philosophie, sagt er, „ist nun mal, auf Finsinger Kräfte und auf solche aus der Region zu setzen“. Als Siebter und Achter ist das in den letzten beiden Spielzeiten eindrucksvoll gelungen.

Ein wenig ins Schlingern ist der FC in der zurückliegenden Frühjahrsrunde geraten. Spielertrainer Thomas Eckmüller warf nach vier Spielen das Handtuch, und Gasda musste erkennen, „dass man nach einer Super-Hinrunde vielleicht alles zu leicht genommen hatte und eine Verletzungsmisere noch dazugekommen war“.

Einer der kaum zum Einsatz gekommenen Leistungsträger war Kapitän Markus Rickhoff. Im Raum stand schon das Karriereende des 30-jährigen Abwehrmannes, der mit 143 Spielen und 29 Toren für den FC eine echte Marke aufzuweisen hat. „Er ist wieder hundertprozentig fit“, zeigt sich der neue Finsinger Trainer Bernd Häfele erleichtert. Von sich selbst kann er das nicht behaupten, „denn mein lädiertes Sprunggelenk macht nicht mehr mit“. Der 33-jährige, der viele Jahre mit Ismaning in der Bayern- und mit Heimstetten in der Regionalliga spielte, stand in der Vorsaison bei Bezirksligist SC Grüne Heide Ismaning nur noch sechsmal auf dem Platz. Häfele: „Dafür konnte ich als Co-Trainer dann in der Bayernliga Frank Schmöller beim SV Pullach über die Schulter schauen.“

Nun geht er in seine erste Saison als verantwortlicher Cheftrainer. „Das gegenseitige Kennenlernen und die vollständige Umsetzung meiner Vorgaben wird schon noch etwas Zeit brauchen“, glaubt er, wobei er die fünfwöchige Vorbereitungszeit als durchaus ausreichend ansieht. Nur drei Testspiele aufgrund von zwei Absagen waren ihm jedoch zu wenig.

Häfele muss die Mannschaft zumindest personell nicht groß neu aufbauen. Schwerwiegende Abgänge gab es nicht viele. Eckmüllers Tore fehlten bereits in den letzten sechs Frühjahrsspielen. „Der zum Landesligaaufsteiger Kirchheim gewechselte Matthias Ecker war hinten unsere Lebensversicherung“, sagt Sportleiter Gasda. Neben einem Quartett an Nachwuchskräften aus zweiter und dritter Mannschaft, die in die Kreisklasse beziehungsweise B-Klasse aufgestiegen sind, konnte Gasda mit den 18- beziehungsweise 19-jährigen Brüdern Benedikt und Thomas Obermaier sowie Dominik Bluhme ein Trio vom Kreisklassisten Poing zum FC Finsing holen.

Auf den letzten Drücker kam mit dem 18-jährigen Angriffsspieler Hannes Behm vom FC Ismaning ein vielversprechender Neuer. Er ist aus Landsham und wie die Ex-Poinger „aus der Region“, betont Finsings Sportlicher Leiter. Den Klassenerhalt sieht er ebenso wie Trainer Häfele als das Non plus ultra. Für Gasda ist klar: „Fünf Teams müssen wir hinter uns lassen.“ 

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