Das Fünkchen Hoffnung glimmt: Forsterns Evi Kopp (l.) hat nach einem Eckball den Ball aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschlusstreffer im Wacker-Netz versenkt. Die Rettungsaktion von Gäste-Torfrau Veronika Gratz kommt zu spät.
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Das Fünkchen Hoffnung glimmt: Forsterns Evi Kopp (l.) hat nach einem Eckball den Ball aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschlusstreffer im Wacker-Netz versenkt. Die Rettungsaktion von Gäste-Torfrau Veronika Gratz kommt zu spät.

FC Forstern-Damen starten mit Niederlage

FC Forstern-Damen verlieren rassiges Regionalliga-Duell gegen FFC Wacker München

  • vonEicke Lenz
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In der hitzigen Partie zwischen FC Forstern und FFC Wacker München, setzten sich die Gäste mit 3:1 durch. 

Forstern – Mit einer 1:3-Heimniederlage gegen den FFC Wacker München sind die Fußballfrauen des FC Forstern in die neue Regionalliga-Saison 2020/21 gestartet. In die Partie ging Forsterns Mannschaft ersatzgeschwächt, denn Spielgestalterin Julia Deissenböck fehlte wegen einer Knieverletzung, und kurzfristig fiel auch noch Spielführerin Verena Krumay wegen einer Zahn-OP aus.

Konzentriert begannen beide Teams das Spiel. Vor allem der Gast war sehr auf Ballsicherung bedacht und ging bei Ballverlust engagiert in die Zweikämpfe. Dies bekam vor allem Forsterns Mittelfeldspielerin Steffie Kothieringer zu spüren, die nach mehreren Karambolagen nach nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit verletzt ausgewechselt werden musste. Für sie kam Nachwuchsspielerin Veronika Auer, die stark aufspielte.

FC Forstern-Damen: FFC Wacker München kontrollierte das Spiel und ging in Führung

Der Gast bestimmte zunächst das Geschehen und sorgte über die schnellen Außenstürmerinnen für viel Druck. Vor allem Johanna Stadler hielt mit guten Tacklings fair dagegen. Mitte der ersten Halbzeit kamen auch die Gastgeberinnen besser ins Spiel. Doch nach einer halben Stunde ging Wacker nach einem kurzen Powerplay in Führung. Forsterns Abwehr kam unter Druck, und ein Abwehrschlag geriet zum Querschläger, der bei der ungedeckten Paula Ulreich landete, die aus acht Metern unhaltbar zum 1:0 verwandelte.

Forstern steckte den Treffer jedoch gut weg und kam zu Gegenangriffen. Sandy Obermeier setzte sich auf der rechten Seite gut durch, doch Wackers Torfrau Veronika Gratz war auf dem Posten und fing die flache Hereingabe vor den einschussbereiten Stürmerinnen Evi Kopp und Pija Reininger ab. Wenig später wurde Wackers Torschützin Ulreich herrlich freigespielt, verfehlte aber allein vor dem Forsterner Tor das 2:0 nur um Millimeter. Ein Alleingang von Pija Reininger wurde mit vereinten Kräften der Gästeabwehr gerade noch unterbunden.

FC Forstern-Damen mit hoher Moral

Nach der Halbzeit schien das Spiel schon entschieden, denn knapp innerhalb des Strafraums wurde einer Forsterner Abwehrspielerin aus kurzer Entfernung der Ball an die Hand geschossen. Die Unparteiische entschied auf Elfmeter. Sonja Kolb, in der Jugend noch beim FC Forstern aktiv, scheiterte an Forsterns Torfrau Chrissi Kneißl, war aber im Nachschuss erfolgreich.

Aber Forsterns Team zeigte Moral, und nur eine Minute später tauchte Obermeier allein vor dem Gästetor auf, doch Torfrau Gratz konnte den Ball gerade noch zur Ecke abwehren. Franzi Stimmers Ecke wuchtete Evi Kopp aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschlusstreffer ins Tor.

FC Forstern-Damen: Spiel wurde rassiger

Das Spiel wurde enger, und oft wussten sich die Abwehrspielerinnen beider Teams nur mit Fouls zu helfen, doch das war sicher auch der Müdigkeit geschuldet. Zweimal wurde die schnelle Reininger wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen, sehr zum Ärger der Gastgeber. Forstern spielte nun offener, und der Gast hatte Raum zu Konterangriffen, die aber nichts einbrachten. Beide Mannschaften machten reichlich Gebrauch von den Auswechselspielerinnen, was aber nicht die Harmonie im Spielfluss förderte.

Die Entscheidung zugunsten der Münchnerinnen fiel dann nach einer Ecke, denn Forsterns Abwehr ließ Gästespielerin Verena Pfeifer völlig allein im Fünfmeterraum stehen. Der Ball kam zur Wacker-Spielerin, die per Kopfball Forsterns Torfrau Kneißl keine Abwehrchance ließ. Damit war die Partie endgültig entschieden.

(EICKE LENZ)

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